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Euro-Krise: Frankreich als neuer Brandherd?

Frankreich steht seit letzter Woche im Blickpunkt der Finanzwelt.

Die US-amerikanische Rating-Agentur Standard & Poor´s stufte die Note für die Kreditwürdigkeit von „AA+“ auf „AA“ herab. Bereits im letzten Jahr hat die zweitgrößte Volkswirtschaft Europa die Bestnote „AAA“ verloren.

Erhöht sich damit auch das Risiko eines Aktien-Crashs? Erinnern Sie sich noch daran, wie im Sommer 2011 zum Crash kam? Vorausgegangen war auch hier die Herabstufung einer Rating-Agentur. Damals hieß war das betroffene Land die USA.

Gründe für die Herabstufung

Standard & Poor´s begründete die Herabstufung mit unzureichenden Bemühungen der französischen Regierung, die schlechten Wachstumsaussichten der Volkswirtschaft zu verbessern.

Die Arbeitslosenquote droht noch über Jahre bei über 10% zu verharren, was zusätzliche Reformen schwierig mache.

Wie für Politiker üblich, kritisierte die französische Regierung die Rating-Herabstufung und sieht diese für ungerechtfertigt an.

Entflammt die Euro-Krise von neuem?

Lange Zeit war es ruhig gewesen um das Thema Schuldenkrise in der Eurozone. Die Angst vor einem unmittelbaren Staatsbankrott von Griechenland, Italien oder Spanien ist momentan nur noch ein Rand-Thema in den Medien.

Frankreich wäre ein Brandherd, der ungleich mehr Sprengkraft innehätte als die genannten Länder in der südlichen Eurozone. Wir reden hier schließlich von der nach Deutschland zweitgrößten Volkswirtschaft in der europäischen Einheitswährung.


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Die Risikoaufschläge für französische Staatsanleihen zogen am Freitag zumindest nur geringfügig an.

Konjunkturerwartungen sind entscheidend

Ist für die nächsten Wochen mit einer größeren Marktreaktion zu rechnen oder wird das Thema vielleicht doch schnell wieder aus den Medien verschwinden?

Lassen Sie mich dazu der Frage nachgehen, was die Voraussetzungen für eine Eskalation am Anleihenmarkt sind.

Anleihen von „Risiko-Ländern“ werden von großen institutionellen Investoren dann verkauft, wenn diese eine erhöhte Wahrscheinlichkeit dafür sehen, dass diese Länder ihre Schulden in der Zukunft nicht mehr bedienen können.

Und dies ist meistens in einer schweren Rezession der Fall. Steigt die Erwartung der Investoren für eine Rezession, so werden also durch die Verkäufe von riskanten Anleihen die Risikoprämien (Renditen) dieser Anleihen in die Höhe getrieben.

Fallende Kurse am Markt für riskante Anleihen sowie am Aktienmarkt sind die Folge.

Derzeit keine dunklen Wolken am Konjunkturhimmel

In meiner Newsletter-Ausgabe vom letzten Dienstag bin ich ausführlich auf das Thema Konjunkturerwartungen eingegangen.

Werfen Sie noch einmal einen Blick auf den Chart dieser Ausgabe:

Konjunkturindikatoren und DAX

Konjunktur_2013_11

Quelle: Sentix

Er zeigt neben dem Verlauf des DAX (schwarz) die aktuellen Umfragewerte zur Weltkonjunktur.

Gefahr für die Aktienmärkte droht dann, wenn sowohl die Einschätzungen über die aktuelle konjunkturelle Lage (rot) als auch die 6-Monats-Erwartungen für die Konjunktur zu fallen beginnen.

Wie Sie sehen ging solch ein Muster sowohl dem Aktien-Bärenmarkt in 2008 wie auch dem Crash in 2011 voraus. Aktuell behaupten sich beide Indikatoren noch stabil, auch wenn die Dynamik erst mal raus.

Eine Gefahr stellen die Anleihen von „Risiko-Ländern“, wie vielleicht zukünftig Frankreich, erst dann dar, wenn die großen Investoren aufgrund von Rezessions-Ängsten ihre Papiere auf den Markt schmeißen und somit eine Abwärtsspirale in Gang setzen.

Derzeit verhalten sich die Konjunkturerwartungen jedoch noch stabil. Eine unmittelbare Gefahr geht also von der Rating-Abstufung für Frankreich also momentan nicht aus.

11. November 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

Richard Mühlhoff analysiert die realen Anlageentscheidungen der weltbesten Investoren, wie etwa Warren Buffett oder David Tepper. Die kollektive Intelligenz dieser ausgemachten Top-Investoren ist das Erfolgsgeheimnis des Börsendiensts „Investment-Elite“.