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Euro-Schuldenkrise: Brief-Duell der Wirtschaftswissenschaftler

Große Freunde werden sie in diesem Leben wohl nicht mehr; zuletzt trugen sie ihre Fehde im Rahmen offener Briefe aus.

Die Rede ist von den beiden Wirtschaftswissenschaftlern Prof. Hans-Werner Sinn und Prof. Peter Bofinger.

Schon vor Jahren lieferten sie sich mediale Schlagabtausche, in denen die gegensätzlichen Meinungen der beiden zu ordnungs- und fiskalpolitischen Themen deutlich wurden.

Prof. Hans-Werner Sinn, Präsident des ifo Instituts für Wirtschaftsforschung und bekannt geworden durch die Target-2-Salden-Thematik, gilt als Verfechter der Haushaltsdisziplin.

Ganz im Gegensatz zu seinem Widersacher Peter Bofinger, Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Würzburg und Mitglied der fünf Wirtschaftsweisen.

Als eingefleischter Keynesianer gehört er zu denen, die in diesen Tagen Feuer mit Feuer bekämpfen möchten.

Oder mit anderen Worten: Er gehört zu denen, die durch weiteres Gelddrucken die Krisensymptome bekämpfen wollen, die durch Gelddrucken erst aufgetreten sind.


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Offener Brief: unverantwortlich oder couragiert?

Der Disput wurde diesmal durch offene Briefe – gerichtet an alle deutschen Bürger – ausgefochten.

Den Anfang machte Prof. Sinn. Er war zusammen mit ca. 160 weiteren Ökonomen Mitunterzeichner eines offenen Briefs, der die Brüsseler Gipfelbeschlüsse von Ende Juni diesen Jahres kritisierte.

In dem Brief wurden die Beschlüsse als der Türöffner für die Bankenunion mit kollektiver Haftung für die Schulden aller Banken bezeichnet.

Zunächst zogen sich die für den Brief verantwortlichen Wirtschaftswissenschaftler den Unmut von höchster Stelle zu.

Bundeskanzlerin Merkel sowie Bundesfinanzminister Schäuble reagierten scharf auf die im Brief geäußerte Kritik.

„Empörend“ und „unverantwortlich“ sei der Inhalt des Schriftstücks. Die Wirtschaftswissenschaftler hätten eine „Verwirrung der Öffentlichkeit“ betrieben.

Meiner Meinung nach zeugt der Brief eher von Courage.

Und als Steuerzahler empfinde ich auch vielmehr das Verhalten der Politiker, die längst nicht mehr meine und die Meinung einer Vielzahl von Bundesbürgern vertreten, als empörend und unverantwortlich.

Bofingers Antwort: Schreckgespenster und wenig Inhalt

Prof. Bofinger ließ mit der Antwort nicht lange auf sich warten. Immerhin bekam er für die Mitunterzeichnung seines Briefs fünf weitere Wirtschaftswissenschaftler zusammen.

Inhaltlich hatte meiner Meinung nach die Antwort des Würzburger Ökonomens wenig zu bieten. Sinn und die anderen Unterzeichner würden schlichtweg auf „eine von nationalen Klischees geprägten Sprache“ zurückgreifen.

Klingt so als würde Bofinger seinen Gegenpart des Populismus bezichtigen wollen, indem er selbst die Populismus-Keule schwingt.

Aber bilden Sie sich bei Interesse bitte selbst eine Meinung.

Die Euro-Schuldenkrise spaltet zunehmend auch die Geister der Wirtschaftswissenschaftler. Die Politik hat jedenfalls klar Stellung pro Bofinger bezogen.

Wenn man die verschiedenen inoffiziellen Umfragen unter der deutschen Bevölkerung zugrunde legt, so scheint das Verhältnis der Unterzeichner der beiden Briefe ­– 160 vs. 6 – jedoch eher die Meinung der Öffentlichkeit widerzuspiegeln.

14. August 2012

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geve
Von: geve.

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