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Euro / USD: Endet demnächst eine Ära?

Am Wochenende erreichte mich die Bitte eines Lesers, ob ich nicht mal wieder den Euro / USD analysieren könne. Diesem Wunsch komme ich gerne nach.

Währungsmärkte verhalten sich wie Aktienmärkte: Sie bewegen sich in Trends. Wenn Sie sich schon länger mit der Thematik Charttechnik auseinandersetzen, dann wissen Sie, dass langfristige (Monate bis Jahre), mittelfristige (Wochen bis Monate) und kurzfristige Trends (Tage bis Wochen) existieren.

Wenn Sie also einen Markt analysieren möchten, sollten Sie sich zunächst einmal Gewissheit über die langfristige Ausgangslage verschaffen. Betrachten Sie dazu einen Kursverlauf, der möglichst weit – mindestens 10 Jahre, besser noch weiter – zurückreicht.

Nur wenn Sie einen derart langen Zeitraum zurückverfolgen, können Sie davon ausgehen, dass Sie mindestens 1 langfristigen Abwärtstrend sowie 1 langfristigen Aufwärtstrend dieses Marktes zu sehen bekommen.

In diesem Sinne schauen wir zunächst einmal auf den langfristigen Verlauf des Währungspaares Euro / USD. Hier werden Sie sich bei der Betrachtung möglicherweise über den Zeitraum wundern:

Den Euro gibt es natürlich erst seit seiner Einführung im Jahr 1998. Der nachfolgende Chart zeigt daher bis zu diesem Zeitpunkt den auf Euro umgerechneten Verlauf der DM gegenüber dem US-Dollar.

Euro / USD am Scheideweg

euro-usd seit 1978-14-04-2015


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Euro / USD seit 1978: Am Scheideweg

Wie Sie sehen, weist der Trend des Euro seit dem Jahr 1985 aufwärts. Das steht in einem krassen Gegensatz zu der Entwicklung, die wir seit dem Sommer des vergangenen Jahres erleben.

Auch bezüglich dieser Abwärtsbewegung entdecken wir auf dem Langfrist-Chart etwas Interessantes: Der Rückgang seit Juli 2014 ist nur Teil eines übergeordneten Abwärtstrends, der bereits seit dem Juli 2008 existiert.

Zusammenfassend lässt sich feststellen: Der Euro / USD hat sich in den zurückliegenden Monaten auf einen aus historischer Sicht extrem wichtigen Punkt zubewegt. Das Währungspaar steht sozusagen am Scheideweg:

Fortsetzung der Abwärtsbewegung und Bruch eines seit 3 Jahrzehnten gültigen Aufwärtstrends (roter Pfeil). Oder Verbleib in dem seit 2008 bestehenden Abwärtstrend-Kanal und signifikante Erholung des Euro gegenüber dem US-Dollar (grüner Pfeil).

Aktuelle Analyse des Euro / USD

Blicken wir nun auf den Verlauf der vergangenen 12 Monate.

euro-usd-tages-chart-14-04-2015

Euro / USD: Ausbruchsversuch gescheitert

Wie Sie anhand der Trend-Linien erkennen, hat sich der Abwärtstrend des Euro gegenüber dem US-Dollar seit August zunehmend versteilt.

Der jüngste Ausbruch aus dem steilsten Abwärtstrend (grüne Linie) hätte den Euro eigentlich in die Nähe des nächsthöheren Abwärtstrends (blaue Linie) führen sollen. Indes:

Dieser Ausbruch kann inzwischen als gescheitert angesehen werden. Das 50-Tage-Momentum im unteren Chart-Teil bestätigt, dass der Euro erneut in den Abwärts-Modus gewechselt ist (gelber Kreis).

Hier kommt erschwerend hinzu, dass sich das Momentum bereits Mai 2014 im Abwärtstrend (rote Linie) und unterhalb der Nulllinie bewegt: Es wird mithin negatives Momentum aufgebaut. Die Tatsache, dass der jüngste Aufwärtstrend ebenfalls im Minusbereich endete, macht die Lage für den Euro nicht besser.

Fazit

Sollte der Euro / USD unter das letzte Tief bei 1,0462 fallen, würde der bestehende Abwärtstrend ein weiteres Mal bestätigt. Eine Annäherung an die Parität (1 Euro entspricht dann 1 USD) würde den Euro, wie Sie dem Langfrist-Chart entnommen haben, dem Bruch des 30 Jahre alten Aufwärtstrends näher bringen.

Die Chancen, dass der Euro gegenüber dem USD diese Entwicklung nimmt, haben sich in den letzten Tagen wieder signifikant erhöht. Die Flutung des Euro-Marktes (1.100 Mrd. Euro bis September 2016) durch die Europäischen Zentralbank (EZB) im Rahmen ihres Anleihe-Rückkauf-Programms sollte diesen Verlauf unterstützen.

Eine Ära scheint sich dem Ende zuzuneigen! Für Euro-Anleger, die in USD-Investments investiert sind, würde dies weiter anhaltende Währungsgewinne bedeuten.

14. April 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Andreas Sommer. Über den Autor

Andreas Sommer ist ein absoluter Börsen-Profi. Der gelernte Bankkaufmann war 10 Jahre als Wertpapierberater bei einer großen deutschen Bank tätig.

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