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Euro / USD: Kopfschütteln und eine solide Prognose

Auch wenn ich Börsenkommentaren in aller Regel wenig Aufmerksamkeit und noch weniger Bedeutung beimesse: Die Medien schaffen es dennoch immer wieder, mir ein ungläubiges Kopfschütteln abzuringen.

So ist heute früh im Handelsblatt Online folgende Schlagzeile zu lesen: „Griechenland-Gerüchte drücken Euro. Spekulationen über ein neues Hilfspaket für Griechenland haben dem Euro am Montag etwas zugesetzt.“

Ein derart formulierter Kommentar ist eigentlich dazu geeignet, dem geistigen Auge des Lesers eine massive Abwärtsbewegung im Euro vorzugaukeln.

Der Blick auf den Chart führt dann jedoch zunächst zu einer Entspannung der Gesichtszüge. Bei den Lesern, die im Euro long investiert sind, dürfte sogar ein Seufzer der Erleichterung die Lippen verlassen.

Tatsächlich ist der Euro gegenüber dem US-Dollar vom Schlussstand am vergangenen Freitag bei 1,3342 nämlich lediglich auf 1,3311 gesunken – wie es übrigens auch ein paar Zeilen weiter im Handelsblatt-Artikel zu lesen ist.

Was beim Lesen der Überschrift noch wie ein „Mini-Erdbeben“  für den Euro klang, entpuppt sich also bei näherem Hinschauen als eine Veränderung von gerade einmal -0,23%.

Ich kann bei solchen Schlagzeilen nur noch mit dem Kopf schütteln.

Rückblick in den Juni

Schauen wir also besser gemeinsam auf den aktuellen Chart und versuchen zu ergründen, welche Einschätzung uns die Charttechnik beim Euro / USD nahelegt.

Der senkrechte grüne Balken zeigt den Zeitpunkt meiner letzten Analyse vom 18. Juni 2013.


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Hier zum Einstieg meine Einschätzung aus dem damaligen Chartanalyse-Trends-Beitrag:

„Ein Blick auf die Indikatoren zeigt nun indes, dass der Anstieg „heiß gelaufen“ ist. Sowohl das 50-Tage-Momentum (zeigt Schwung und Dynamik einer Kursbewegung), als auch der Relative Stärke Index (RSI, zeigt die innere Stärke einer Kursbewegung) haben sich nämlich recht weit von ihren Aufwärtstrend-Linien abgesetzt.

Es würde also alles zusammenpassen: Die Notenbank deutet noch kein Ende des ‚lockeren Geldes‘ an. Das stärkt den USD und schwächt den Euro – zumindest vorübergehend.

Denkbar wäre dann ein Rücksetzer des Euro auf das vorherige Ausbruchsniveau bei 1,3160. Dadurch würde sich auch die Indikatoren-Lage entspannen: Das Momentum dürfte noch einmal Richtung Nulllinie absinken und der RSI in Richtung 50%.

Anschließend nehmen Euro und Indikatoren ihre Aufwärtsbewegung wieder auf.“

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Euro / Dollar: Doppeltief generiert und aktiviert

Nun, ich lag mit meiner Prognose diesmal nur zum Teil richtig.

Der Anstieg war „heiß gelaufen“ und es kam auch zu dem erwarteten Rücksetzer. Auch die Indikatoren erreichten die von mir genannten Kursziele.

Der Rücksetzer endete indes nicht bei 1,3160, sondern erst bei 1,2755. Und Momentum und RSI gaben entsprechend noch deutlich weiter nach.

Immerhin lag ich mit der anschließenden Aufwärtsbewegung tendenziell richtig.

Ende der Aufwärtsbewegung deutet sich an

Wie Sie erkennen können, hat diese Aufwärtsbewegung den Euro nun wieder auf das Niveau des Juni-Hochs, knapp über 1,3400 geführt.

Zugleich hat sich die seit Februar zu beobachtende Seitwärts-Bewegung (gelbes und blaues Rechteck) nun nach oben ausgedehnt.

Die Indikatoren zeigen erneut einen überhitzten Zustand an.

Das Momentum hat seinen kurzfristigen Aufwärtstrend bereits nach unten verlassen und ist in eine Seitwärts-Bewegung (grün unterlegt) eingetreten. Der RSI steht unmittelbar vor einem Trend-Bruch.

Kurzfristig rechne ich daher mit einer Abwärtsbewegung, die mindestens bis zur 200-Tagelinie (aktuell bei 1,3101) reichen sollte.

Darüber hinaus mag ich auch einen erneuten Test der Unterstützung bei 1,2750 nicht ausschließen. Die Wahrscheinlichkeit dafür steigt, wenn die 200-Tagelinie unterboten wird.

Sollte meine Prognose nicht eintreffen, dürfen Sie dann natürlich auch gerne den Kopf schütteln.

12. August 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Andreas Sommer. Über den Autor

Andreas Sommer ist ein absoluter Börsen-Profi. Der gelernte Bankkaufmann war 10 Jahre als Wertpapierberater bei einer großen deutschen Bank tätig.

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