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Euromicron: Hightech-Mittelständler weiterhin mit Problemen

Kennen Sie die Euromicron AG? Nicht? Das ist nicht weiter schlimm – denn ich denke, dass die meisten Deutschen das Unternehmen nicht kennen.

Die Euromicron AG vereint nach eigenen Angaben als Gruppe mittelständische Hightech-Unternehmen aus den Bereichen Digitalisierte Gebäude, Kritische Infrastrukturen und Industrie 4.0.

Euromicron ist seit 1998 börsennotiert und hat seinen Hauptsitz in Frankfurt am Main. Das Unternehmen beschäftigt rund 1.800 Mitarbeiter an 30 Standorten.

Zur Euromicron-Gruppe gehören insgesamt 14 Tochter-Unternehmen, die im Geschäftsjahr 2015 einen Umsatz von insgesamt 345 Mio. € erwirtschafteten.

Die Euromicron AG hatte in den Jahren 2013 bis 2015 mit einigen Problemen zu kämpfen, was sich auch beim Aktienkurs bemerkbar machte.

Während die Aktie Anfang 2013 noch bei knapp 20 € notierte, markierte sie zu Beginn dieses Jahres einen Tiefststand bei unter 6 €.

Nachdem die Euromicron-Aktie zwischenzeitlich schon wieder auf über 10 € geklettert war, notiert sie derzeit bei rund 7,70 €.


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Die aktuellen Zahlen im Überblick

Kommen wir jetzt zu den jüngsten Unternehmens-Zahlen: Im 1. Halbjahr 2016 belief sich der Umsatz der Euromicron AG auf 139,8 Mio. € und lag damit unter dem Vorjahres-Niveau von 156,8 Mio. €.

Der Umsatz-Rückgang ist zum einen den entfallenen Umsatz-Beiträgen der aufgegebenen nicht-strategischen Geschäftsfelder geschuldet.

Maßgeblich beeinflusst werden die Zahlen jedoch von der sich verzögernden Reorganisation der Euromicron Deutschland GmbH.

Die rückläufige Umsatz-Basis hat entsprechenden Einfluss auf das den Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA), welcher im Berichts-Zeitraum -1,7 Mio. € betrug. Im Vorjahres-Zeitraum lag das EBITDA noch bei 3,9 Mio. €.

Vorstands-Sprecherin Bettina Meyer kommentierte die Zahlen wie folgt:

„Sowohl die Umsatz- als auch die Ergebnis-Entwicklung des Euromicron-Konzerns im Geschäftsjahr 2016 sind stark durch die Entwicklung der Euromicron Deutschland GmbH beeinflusst. Es handelt sich hierbei jedoch um temporäre Effekte.“

Weiterhin heißt es: „Die Abweichungen von Umsatz und Ergebnis zum Vorjahr sind deutlich, waren aber in der aktuellen Unternehmens-Planung bereits zum Teil antizipiert.

Trotz eines zu erwartenden starken 2. Halbjahres, gehen wir davon aus, dass sich der Umsatz- und Ergebnis-Rückstand zum Jahresende zwar vermindern, aber nicht vollständig ausgleichen wird.“

Das bedeutet: Die negative Geschäfts-Entwicklung im 1. Halbjahr 2016 ist zum einen der Restrukturierung des Unternehmens geschuldet und war zum anderen so zu erwarten.

Das 2. Halbjahr sollte deutlich besser ausfallen als das 1. Halbjahr, wird jedoch nicht dazu führen, dass Umsatz und Ergebnis sich im Vergleich zum Vorjahr werden verbessern können.

So soll es bei Euromicron weitergehen

Für das Gesamtjahr 2016 erwartet das Euromicron-Management ein Umsatz-Volumen in einer Bandbreite von 330 bis 350 Mio. €. Die Vorherige Prognose lag bei 350 bis 370 Mio. €.

Die EBITDA-Marge wird in einer Bandbreite zwischen 2 und 4% erwartet, nachdem zuvor mit 4,5 – 5,5% gerechnet wurde.

Die im vergangenen Geschäftsjahr eingeleiteten Reorganisations-Maßnahmen werden teilweise erst im aktuellen Geschäftsjahr abgeschlossen sein.

Bis zum 30. Juni 2016 haben diese Maßnahmen den Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) mit rund 1,8 Mio. € belastet.

Auf Gesamtjahres-Sicht werden Reorganisations-Kosten von rund 3 bis 4 Mio. € erwartet. Zuvor rechnete das Unternehmen in diesem Bereich mit Kosten von 2 bis 3 Mio. €.

Sollten Sie ein spekulativ orientierter Anleger sein, bietet sich bei Euromicron möglicherweise eine interessante Turnaround-Spekulation. Sie können also auf bessere Zeiten setzen. Konservative Anleger sollten diese Aktie im Augenblick meiden.

9. August 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.

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