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Evonik: Spezialchemie-Konzern sichert sich Finanzierung für größte Übernahme der Firmen-Geschichte

Langsam nimmt die Diversifikation bei Evonik Formen an.

Lange hatte sich der Spezialchemie-Konzern ruhig verhalten und sein Pulver trotz des Übernahme- und Fusions-Fiebers der Branche trocken gehalten.

Aber mit dem Kauf der Sparte „Performance Materials“ des US-Konzerns Air Products and Chemicals ist der Essener Konzern fündig geworden.

Der BVB-Sponsor öffnet dafür ordentlich die Schatulle und legt für das Objekt der Begierde 3,5 Mrd. € auf den Tisch.

Finanzierung ist unter Dach und Fach

Die Transaktion ist für Evonik der größte Deal der bisherigen Firmen-Geschichte.

Zur Finanzierung hat das Unternehmen jetzt den Anleihemarkt angezapft und vom außerordentlich niedrigen Zinsniveau profitiert:


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  • Eine Anleihe über 650 Mio. € mit einer Laufzeit von 4,5 Jahren und einem Zinskupon von 0% p. a.,
  • eine Anleihe über 750 Mio. € mit einer Laufzeit von 8 Jahren und einem Zinskupon von 0,375% p. a.
  • und eine Anleihe über 500 Mio. € mit einer Laufzeit von 12 Jahren und einem Zinskupon von 0,750% p.a.

Die restlichen Mittel (1,9 Mrd. €) werden aus unternehmenseigenen Mitteln finanziert.

Mit der neuen Emission sinkt der durchschnittliche Zinssatz der Kapitalmarkt-Verbindlichkeiten von 1,35% p. a. (30.06.2016) auf 0,74% p. a.

Position in den USA wird deutlich verstärkt

Der bislang v. a. auf Europa konzentrierte Konzern bekommt mit dem Zukauf einen stärkeren Zugriff auf den Markt in Nordamerika.

Zugleich legt Evonik auch in Asien zu. Etwa die Hälfte der Erlöse der neuen Sparte stammt aus den USA, der Rest verteilt sich hälftig auf Europa und Asien.

Zudem werden die Essener weniger abhängig vom Geschäft mit Zusatzmitteln für die Tiernahrung, das bislang für den Löwenanteil der Gewinne sorgt.

Die Sparte von Air Products produziert hingegen Chemikalien, die v. a. in Sonnencremes und Farben zum Einsatz kommen.

Aber auch Stoffe für Schäume, die in Möbeln oder Autos verwendet werden sowie Härtungsmittel für Bodenbeläge oder Schiffsbeschichtungen hat die neue Einheit im Programm.

Synergien und Steuer-Vorteile angepeilt

Neben der verbesserten Marktposition soll die Transaktion auch beachtliche Steuer-Vorteile in Höhe von knapp 500 Mio. € bringen.

Zugleich erhofft sich Evonik jährliche Synergie-Effekte von 80 Mio. €. Bereits ab dem kommenden Jahr soll der Deal das Ergebnis je Aktie positiv beeinflussen.

Konjunktur-Abhängigkeit sinkt

Mit dem Deal kontert der Essener Konzern der Kritik der Analysten. Diese hatten die hohe Abhängigkeit vom Geschäft mit Zusatzstoffen für die Tiernahrung immer wieder kritisch beäugt.

Zuletzt kam nämlich das Geschäft von Evonik unter die Räder. Auf Grund des Preisverfalls der Zusatzstoffe peilt Firmenchef Dr. Klaus Engel einen Rückgang beim Umsatz und operativen Gewinn an.

Mit dem Air Products Geschäft dürfte hingegen die Konjunktur-Abhängigkeit des Unternehmens sinken. Analysten rechnen im Schnitt bei Erlösen von 12,76 Mrd. € in 2016 mit einem Gewinn von 819 Mio. €.

Das dürfte dann auf ein Ergebnis je Aktie von 1,9 € hinauslaufen. Damit wird der Konzern aktuell mit dem knapp 16-Fachen des erwarteten Gewinns an der Börse gehandelt.

2. September 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Jens Gravenkötter. Über den Autor

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