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EZB: Die 1-Jahres-Bilanz der Anleihenkäufe

Der deutsche Leitindex DAX marschierte heute im Tagesverlauf Richtung 10.000 Punkte und erreichte das Tageshoch bei 9.838 Punkten. Als dann aber der Rückenwind von den US-Börsen fehlte, löste sich fast der gesamte Gewinn in Luft auf. Am Ende erreichte der DAX mit 9.723 Punkten ein kleines Tagesplus von 0,3%.

Den Investoren fehlt der Mut, vor der morgigen EZB-Sitzung im großen Stil Aktien zu kaufen und zu halten. Blicken wir daher heute etwas genauer auf Politik der Europäischen Zentralbank.

Seit einem Jahr läuft das Anleihenkaufprogramm (genannt „Quantitative Easing“ oder kurz „QE“) der Europäischen Zentralbank (EZB). Im Rahmen dieses Programms kauft die EZB in großem Stil Euro-Staatsanleihen. Allianz Global Investors zieht jetzt in einer aktuellen Studie eine Zwischenbilanz zu dem umstrittenen geldpolitischen Experiment der EZB.

2 Kernaussagen der Studie zu den Auswirkungen der Anleihenkäufe

Gleich zu Beginn der Studie finden sich 2 Kernaussagen von Ann-Katrin Petersen, Investment Strategist bei Allianz Global Advisors:


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„Seit einem Jahr kauft die Europäische Zentralbank in großem Stil Euro-Staatspapiere an. Infolge der unkonventionellen Anleihenkäufe und negativen Einlagenzinsen ist aktuell etwa 45% des gesamten Staatsanleihenuniversums mit einer negativen nominalen Rendite behaftet. Bei den realwirtschaftlichen Effekten ergibt sich dagegen ein gemischtes Bild.“

Das bedeutet, dass fast die Hälfte der Staatsanleihen aus dem Euro-Raum aktuell negative Renditen abwirft. Die erhofften positiven Effekte auf die Realwirtschaft sind dagegen nur teilweise eingetroffen.

Kernaussage Nummer 2 ist: „Ein mehrstufiger Einlagensatz würde einen Teil der Überschussliquidität der Geschäftsbanken bei der EZB vor den Kosten negativer Zinsen bewahren. Solange Negativzinsen aber nicht auf (Retail-)Kundeneinlagen überwälzt werden, könnte eine dauerhafte Negativzinspolitik letztlich mit steigenden Risiken für die Finanzstabilität einhergehen.“

Diese Aussage bedeutet vor allem, dass sich aus einer dauerhaften Negativzinspolitik der EZB Risiken für die Finanzstabilität ergeben dürften. Genau das kann nicht im Sinne der Währungshüter sein.

Zusammenfassung der Allianz-Studie

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die langfristigen Inflationserwartungen zuletzt trotz des Anleihenkaufprogramms der EZB auf ein neues Tief gefallen sind. Die Gesamtinflationsrate liegt aktuell noch immer deutlich unterhalb des Zielwertes von 2%.

Es muss allerdings auch gesagt werden, dass die deutlich gesunkenen Verbraucherpreise für Energie im Hinblick auf die niedrige Inflationsrate eine tragende Rolle spielen und somit der EZB bei ihrem Vorhaben, die Inflation abzukurbeln, einen Strich durch die Rechnung gemacht haben.

Gemäß der Allianz-Studie deutet einiges darauf hin, dass die Inflationsrate im Euro-Raum im 2. Halbjahr 2016 wieder anziehen wird. Als Argumente dafür werden Basiseffekte und eine Erholung am Arbeitsmarkt ins Feld geführt.

Positiv ist auch, dass die Kreditvergabe an Unternehmen laut den Studienergebnissen allmählich in Schwung kommt. Schließlich ist die Steigerung der Kreditvergabe für Unternehmen neben der Ankurbelung der Inflation im Euro-Raum ein wichtiges Ziel der Maßnahmen.

Donnerstag wichtige EZB-Entscheidungen

Ausblick: Am morgigen Donnerstag erfahren wir, ob die EZB weitere Maßnahmen ergreift und wenn ja welche, oder ob zumindest die laufenden Aktivitäten ausgeweitet werden. Darüber, was die EZB morgen verkünden wird, lässt sich aktuell nur spekulieren. Fest steht jedoch, dass die Erwartungen des Marktes hoch sind.

Daher meine Empfehlung: Da die EZB morgen für stark steigende oder fallende Kurse sorgen kann, sollten Sie sich kurzfristig mit Käufen oder Verkäufen zurückhalten, bis sich der Wirbel rund um die EZB gelegt hat.

9. März 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.

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