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EZB treibt Dax zu neuen Höhen

Die Partystimmung in Frankfurt kennt kein Ende. Am Donnerstag stellte der Dax einen neuen Schlussrekord auf, den er schon am Freitag wieder überbot. Mit knapp 11.551 Punkten oder einem Plus von 0,4 Prozent ging der Leitindex so hoch wie nie zuvor ins Wochenende.

Auslöser des neuerlichen Runs auf Aktien war am Donnerstag die Bestätigung dessen, was eigentlich längst erwartet und eingepreist war: Die Europäische Zentralbank kündigte an, ab dieser Woche monatlich 60 Milliarden Euro in den Markt zu pumpen.

Anleger jubeln über EZB-Programm

Dabei will die EZB sowohl private als auch öffentliche Anleihen aufkaufen und über mehr Kreditvergaben durch die Banken die Konjunktur nachhaltig ankurbeln. Ziel ist eine Inflationsrate von etwa 2 Prozent. Für das laufende Jahr rechnen die Notenbanker bei der Inflation mit einer Nullrunde, doch ab 2016 soll die Teuerungsrate kontinuierlich anziehen.

Soweit der Plan, den man sich mehr als eine Billion Euro kosten lässt – denn so viel wird wohl an Liquidität in die Welt gespült, das QE-Programm soll voraussichtlich bis mindestens September 2016 laufen. Der Leitzins wird derweil vorerst auf seinem historisch niedrigen Niveau von 0,05 Prozent bleiben.

Ergo – für Anleger bleibt kaum eine Alternative zur Aktie, weil andere Anlageformen schlichtweg keine Rendite abwerfen oder sogar den Geldwert mittelfristig vernichten.


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US-Arbeitsmarkt überraschend stark

Folgerichtig gingen die Aktienkäufe auch am Freitag ungebremst weiter und schoben den Dax scheinbar mühelos über die nächsthöhere Marke von 11.600 Zählern. Für zusätzlichen Auftrieb sorgte der US-Arbeitsmarktbericht mit starken Zahlen.

An der Wall Street wurden diese Daten jedoch zwiespältig aufgenommen und sorgten für Gewinnmitnahmen. US-Anleger fürchten eine Kehrtwende der Federal Reserve in puncto Niedrigzinspolitik. Diese wird allgemein in der Mitte oder zweiten Jahreshälfte 2015 erwartet und könnte den Aktienmarkt schwächen. Mit den parallel anlaufenden Milliardenschwemmen der EZB dürfte der Effekt aber abgefedert werden.

Dementsprechend ließ man sich in Frankfurt nicht allzu sehr verunsichern, sodass der Dax dennoch mit positivem Vorzeichen schloss.

Adidas gelobt Besserung, Conti stark

Bei den Einzelwerten sorgten einige Bilanzen für Bewegung. So konnte der Sportartikelhersteller Adidas trotz schwacher Jahreszahlen mit einer stabilen Dividende punkten.

Zudem geht das Unternehmen davon aus, 2015 wieder deutlich besser dazustehen. Das reichte am Donnerstag für die Dax-Spitze mit einem Plus von mehr als 3 Prozent, und auch am Freitag konnte das Papier um weitere 0,8 Prozent zulegen.

Der Autozulieferer Continental überzeugte mit einer starken Jahresbilanz. Der Erlös konnte um 3,5 Prozent gesteigert werden auf 34,5 Milliarden Euro. Die Dividende soll um 75 Cent auf 3,25 Euro je Aktie angehoben werden. Das schob den Kurs am Donnerstag um 1,6 Prozent an, und auch am Freitag ging es noch um weitere 0,6 Prozent aufwärts.

Auch HeidelbergCement übertraf mit seinen Zahlen die Erwartungen von Analysten und Anlegern. Die Aktie beendete den Handel am Freitag 1,8 Prozent höher und gehörte damit zu den Top-Werten.

Energiekonzerne weit abgeschlagen

Das Siegertreppchen teilten sich unterdessen Volkswagen mit einem Aufschlag von 1,9 Prozent, Lanxess, dessen Aktie sich um 2,3 Prozent verbesserte, und Spitzenreiter ThyssenKrupp mit einem Plus von 3,4 Prozent.

Während den meisten Dax-Werten der Sprung in die Gewinnzone gelang und bei den anderen die Verluste mit bis zu 0,2 Prozent überschaubar ausfielen, waren die Energiekonzerne als einzige weit abgeschlagen auf den hinteren Rängen zu finden.

Anteilsscheine von Eon verloren 2 Prozent, RWE-Papiere büßten sogar 2,6 Prozent an Wert ein. Beide Aktien wurden in jüngsten Analysen heruntergestuft, die Geschäfte in Zeiten der Energiewende sind und bleiben schwierig für die beiden Unternehmen, deren Erfolg jahrzehntelang maßgeblich auf Atomstrom fußte und die sich jetzt neu aufstellen müssen.

9. März 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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