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Facebook: Böse Erinnerungen an Technologie-Blase der 90er

Die wohl derzeit meist gehasste Aktie in den USA ist die des „sozialen Netzwerks“ Facebook.

Nach dem Börsengang hat sich der Aktienkurs binnen weniger Wochen halbiert.

Der Hype im Vorfeld des IPOs und der anschließende Absturz der Aktien lässt für viele Kleinaktionäre in den USA böse Erinnerungen an das Platzen der Technologie-Blase zu Beginn des Jahrtausends wach werden.

Eigentlich ist eine unterdurchschnittliche Performance in der Folgezeit von IPOs keine Überraschung. Doch nachdem Tot von Steve Jobs und dem Höhenflug lechzte die Anlegerschaft nach einem neuen Star am Börsenhimmel.

Da kam das „Wunderkind“ und Visionär Mark Zuckerberg gerade recht. Doch allzu unkritisch hat man außer Acht gelassen, dass die Aktie zum Emissionskurs von 38 US-Dollar nach gängigen Bewertungsmaßstäben heillos überteuert war.

Doch reicht das allein als Erklärung für den Tiefen Fall der Aktie aus?

Mehr zum Thema: Facebook-Aktie: Der größte Börsengang aller Zeiten

Waren Zuckerberg und die Investmentbanken zu gierig?

Kritische Beobachter werfen den Nutznießern des IPOs übermäßige Gier vor.


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Das betrifft sowohl Mark Zuckerberger wie auch die beteiligten Investmentbanken – allen voran Morgan Stanley, die als Konsortialführer maßgeblich für die Festlegung des Emissionskurses verantwortlich waren.

Für Zuckerberg war der drittgrößte Börsengang in der Geschichte der USA ein mehr als lohnendes Geschäft. 1,1 Milliarden US-Dollar strich er durch den Verkauf seiner Aktien ein.

War also Zuckerberg schlichtweg zu gierig? Sollte dem so sein, so hätten die Investmentbanken ihn auf den überhöhten Ausgabepreis hinweisen müssen.

Doch natürlich verdienen auch sie umso mehr am Börsengang, je höher der Emissionskurs liegt. Und die Nachfrage war da, schließlich wurde die Aktie den Alt-Aktionären aus den Händen gerissen.

Doch es sollte eigentlich auch zum Aufgabenfeld der beteiligten Investmentbanken gehören, die potentielle Nachfrage unmittelbar nach dem IPO abzuschätzen.

Der Verdacht liegt nahe, dass ein hoher Emissionspreis beim Mega-Börsengang sowohl Zuckerberg als auch für die Investmentbanken zu verlockend war.

Reputationsschaden: Zu kurz gedacht?

Falls es so gewesen sein sollte, bleibt die Frage, ob die Vorgehensweise so klug war. Denn weder Facebook noch Morgan Stanley sollten allzu leichtfertig mit ihrer Reputation umgehen.

Denn eines mögen Aktionäre gar nicht: das Gefühl, Geld aus der Tasche gezogen zu bekommen. Zuckerberg sollte sich für die Zukunft gut überlegen, wie er das verlorene Vertrauen zurückgewinnen will und wie wichtig ihm das Thema „Investor Relations“ ist.

Auch für Morgan Stanley kann der Image-Schaden Folgen haben. Klar, betrachtet man die vergangen fünf Jahre Finanzmarkthistorie, so kann man diese Zeit wohl nur als einen einzigen großen Image-Schaden bezeichnen.

Doch vielleicht entscheiden sich andere große Unternehmen in der Zukunft für eine andere Investmentbank als Konsortialführer.

Der Facebook-Börsengang war jedenfalls medienträchtig genug, und der Name Morgan Stanley wird damit negativ in Verbindung gebracht.

Pannen beim Börsenstart

Auch die Technologie-Börse Nasdaq hat sich nicht mit Ruhm bekleckert. So dauerte es über 30 Minuten bis die ersten Kurse nach Start des Börsenhandels gestellt werden konnten und Anleger über ihre Zuteilung Info bekommen konnten.

Doch ist wohl mehr eine Randnotiz, die sicher nicht zum Thema geworden wäre, hätte sich der Mega-Börsengang auch zum Mega-Erfolg entwickelt.

Als Fazit bleibt, das der Facebook-Börsengang als Flop in die Geschichte eingehen wird. Die Aktie ist derzeit das ungeliebte Stiefkind im Technologie-Sektor.

Warum wärme ich das Thema gerade jetzt wieder auf?

Man sollte an der Börse nicht dogmatisch sein. Man sollte sich nicht in bestimmte Aktien verlieben, man sollte auch keine bestimmten hassen.

Wenn es emotional wird und die Einschätzung zu bestimmten Aktien oder Segmenten allzu klar zu sein scheint, sollte man hellhörig werden.

Am Montag werde ich Ihnen ausführlich erläutern warum die Aktie aus meiner Sicht jetzt ein klarer Kaufkandidat ist.

14. September 2012

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geve
Von: geve.

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