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(Fast) vergessene Größen aus dem DAX

Im heutigen dritten und letzten Teil der Schlussgong-Serie zum großen DAX-Jubiläum will ich noch einmal auf einige Tiefpunkte, Höhepunkte und Besonderheiten der 25-jährigen DAX-Geschichte eingehen.

Beginnen möchte ich mit einem Tiefpunkt, der Bank Hypo Real Estate. Denn im Zusammenhang mit dieser Bank gab es die meisten Veränderungen im DAX.

Am 22.06.1998 verschwanden die Bayerische Hypotheken- und Wechselbank und die Bayerische Vereinsbank aus dem DAX. Aus diesen beiden Finanzinstituten ging die Hypo Vereinsbank hervor. Den zweiten frei gewordenen Platz im DAX nahm Adidas ein.

Am 19.12.2005 verschwand dann auch der Name der Hypo Vereinsbank aus dem DAX. Der Grund dafür war die Übernahme durch die italienische Bank UniCredit.

Ersetzt wurde die Hypo Vereinsbank im DAX durch die Hypo Real Estate (HRE), die in der Bankenkrise vom Staat gerettet werden musste.

HRE-Aktionäre verloren dabei fast ihr gesamtes Kapital. Sicherlich ein negativer Höhepunkt in der langen DAX-Geschichte.


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Handel im DAX nicht mehr gefragt  

Auch die beiden ehemaligen Handelsriesen Karstadt-Quelle und Kaufhof waren einst im DAX notiert. Kaufhof verschwand am 22.07.1996 aus dem DAX. Der Grund war die Fusion von Kaufhof und Metro Cash & Carry. Nachfolger im DAX wurde die neue Metro Group.

Aber auch Metro musste den DAX im Jahr 2012 verlassen und wurde durch Continental ersetzt. Damit ist die ehemals große Handels-Branche nicht mehr im DAX vertreten.

Karstadt-Quelle verlor seinen Platz im DAX bereits am 19.03.2001 an die Deutsche Post durch den Börsengang des ehemals staatlichen Unternehmens.

25 Jahre DAX: Die Gründungsmitglieder

Eine Übersicht über die Gründungsmitglieder des Deutschen Aktien-Index finden Sie in unserer Bilderstrecke.

Eine Kuriose Geschichte

Eine besonders kuriose Geschichte ereignete sich Ende Oktober 2008, als Porsche versuchte, den wesentlich größeren Volkswagen-Konzern zu übernehmen.

Porsche war im Oktober 2008 durch Zukäufe bzw. Derivatgeschäfte im Besitz von etwa 42,6% der Stammaktien und hatte über Kaufoptionen Anspruch auf weitere 31,5%.

Als Porsche dies vier Tage vor der Veröffentlichung der Quartalszahlen von VW bekannt gab, kam es in den Folgetagen zu einer heftigen „Short-Squeeze-Situation“ (= Angebotsknappheit; es gab viele leerverkaufte VW-Aktien, aber nur noch wenige frei handelbare VW-Aktien für die Eindeckung dieser Geschäfte).

Einige Marktteilnehmer (darunter auch Hedge-Fonds) hatten die VW-Aktien leerverkauft und mussten sich nun wieder eindecken.

Nachdem Porsche etwa 75% und das Land Niedersachsen weitere 20% der Aktien hielten (VW-Gesetz), waren nur noch knapp 6% der VW-Aktien im freien Handel.

Durch dieses knappe Aktien-Angebot und die extrem hohe Aktien-Nachfrage der Leerverkäufer schnellte die VW-Aktie bis zum 28. Oktober 2008 zeitweise auf über 1.000 Euro.

Für kurze Zeit war VW das teuerste börsennotierte Unternehmen der Welt und überholte dabei auch alle US-Großkonzerne! Angesichts der Begleitumstände kann man sich darüber streiten, ob das ein Höhepunkt oder Tiefpunkt der DAX-Geschichte war.

Fazit der DAX-Serie: Langfristig steigt der DAX

Die Entwicklungen von DAX, Dow Jones und Co. zeigen: Langfristig steigen die Aktienkurse! Der wichtigste deutsche Aktienindex, der DAX, startete mit 1.000 Punkten und notiert aktuell trotz aller Krisen bei gut 8.000 Punkten.

Wie gesagt: Die langfristige Betrachtung der großen Aktien-Indizes zeigt Ihnen, dass die Aktienkurse trotz der kurz- und mittelfristigen Schwankungen nach oben streben.

Dafür sind steigende Umsätze und Gewinne der Unternehmen, aber auch die Inflation verantwortlich.

18. Juli 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.

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