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Fed macht Rückzieher: Zinswende verschoben

Zum Ende der bis dahin recht ruhig verlaufenen Handelswoche ging es dann doch noch einmal kräftig abwärts. Am Freitag verlor der Dax mehr als 3 Prozent und fiel zurück auf nur noch 9.916 Zähler. Damit wurde die psychologisch wichtige 10.000er-Marke deutlich unterschritten.

Die Gründe hierfür sind jedoch nicht bei den Dax-Konzernen selbst, sondern vor allem im Ausland zu suchen und hier insbesondere in den USA, wo die Federal Reserve am Donnerstagabend ihre weitere Zinspolitik erklärte.

Fed macht Rückzieher: doch noch keine Zinswende

Vieles hatte auf eine erste Zinsanhebung seit Ausbruch der Finanzkrise hingedeutet, doch am Ende erklärten die Notenbanker um Janet Yellen, den Leitzins weiterhin unverändert auf seinem historischen Tiefststand von 0 bis 0,25 Prozent zu belassen.

Im Vorfeld der Zinsentscheidung hatten sich Anleger weltweit in Zurückhaltung geübt, auch in Frankfurt kam der Dax tagelang kaum vom Fleck. Mit Spannung war die Entscheidung der Fed erwartet worden, Analysten hatten nach gemischten Konjunkturdaten gegensätzliche Prognosen abgegeben.


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Konjunktursorgen drücken die Stimmung

Nun ist die Zinswende erst einmal verschoben – doch anstelle euphorischer Jubelstürme über die Entscheidung, die Aktien weiterhin als attraktivste Anlageform erscheinen lässt, herrschte am Frankfurter Parkett vor allem Verunsicherung.

Denn die Entscheidung der Fed bedeutet auch, dass sie der aufkeimenden Konjunkturerholung nicht genug vertraut und weitere konjunkturelle Risiken in den nächsten Monaten sieht. Das kann realwirtschaftlich zu Problemen führen und somit auch Unternehmen und letztlich deren Aktien belasten. Dementsprechend wurde die Zinsentscheidung der Federal Reserve an den Märkten vor allem als Warnsignal aufgefasst.

Insbesondere die unsichere Lage in China sorgt weiterhin für Bauchschmerzen und dürfte auch eine nicht unwesentliche Rolle bei den Überlegungen der US-Notenbanker gespielt haben.

Tsipras regiert in Griechenland weiter

Etwas in den Hintergrund rückte angesichts der lang erwarteten Fed-Entscheidung die griechische Parlamentswahl, aus der am Sonntag erneut das Linksbündnis um Alexis Tsipras als Sieger hervorging.

Der vormalige Ministerpräsident erhält nun also die Gelegenheit, seine Arbeit fortzusetzen und die mit den Geldgebern ausgehandelten Reformen selbst umzusetzen. Die vergleichsweise geringe Wahlbeteiligung unterstrich jedoch die Resignation vieler Griechen – denn die Reformen kommen so oder so, egal unter welchem Regierungschef.

Eon und RWE bleiben unter Beschuss

Bei den Dax-Werten stachen einmal mehr die Energiekonzerne hervor. Nach wochenlanger Ausverkaufsstimmung drehten die Papiere von Eon und RWE am Donnerstag ins Plus und verbuchten deutliche Zugewinne.

Diese hielten jedoch nicht lang: Bereits am Freitag landeten beide Konzerne mit Verlusten von 5 (Eon) und 8,1 Prozent (RWE) wieder am unteren Ende des Leitindex.

Schwach präsentierten sich auch Daimler, Siemens und die Deutsche Bank, deren Anteilsscheine um 4,3 bis 4,4 Prozent nachgaben. Die Commerzbank landete mit einem Tagesverlust von 3,5 Prozent im unteren Mittelfeld, BMW und Volkswagen gaben 2,9 beziehungsweise 3,2 Prozent ab.

Den Sprung in die Gewinnzone schafften mit Fresenius und Spitzenreiter Adidas lediglich zwei Dax-Werte, deren Papiere sich um 1,1 und 1,2 Prozent verteuerten. Der Sportartikelhersteller profitierte dabei, wie schon am Vortag, von einem positiven Analystenkommentar.

21. September 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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