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Ferratum: Warum Anleger Aktien des Fintech-Unternehmens über Bord schmeißen

Nicht einmal 2 Jahre ist es her. Im Februar 2015 schaffte die finnische Fintech-Firma im 2. Anlauf zum Preis von 17 € je Aktie den Sprung aufs Parkett.

Ursprünglich hatte Ferratum den Schritt schon früher geplant, war aber von der Börsen-Aufsicht in Finnland gestoppt worden, weil diese noch Fragen u. a. zum Geschäftsmodell hatte.

Die Anleger zeigten sich nach dem Börsengang begeistert und trieben den Aktienkurs um fast 80% auf über 30 € nach oben.

Die Zuversicht der Investoren schien fundamental unterstützt, denn die Erlöse kletterten stark von knapp 31 Mio. € in 2010 auf immerhin 111 Mio. € in 2015. Doch seitdem stottert das Getriebe.

Den jüngsten Kurssturz von über 15% löste die reduzierte Prognose der Konzern-Führung aus. Mittlerweile summiert sich der Kursrückgang auf 40%  seit dem Allzeithoch.

Mit einem Börsenwert von gut 400 Mio. € liegt der Konzern nur noch knapp über dem Niveau des Börsengangs.

Marktführer bei mobilen Verbraucher-Krediten

Falls Ihnen Ferratum noch nicht geläufig ist: Die finnische Firma bietet Privat-Personen kurzfristige Konsumenten-Kredite und ist Marktführer in Europa, Australien und Neuseeland.

Kunden können quasi übers Smartphone oder Internet Verbraucher-Kredite in Höhe von 25 € – 3.000 € beantragen.


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Das von Gründer Jorma Jokela geführte Unternehmen ist seit der Gründung im Jahr 2005 schnell gewachsen: International haben sich mehr als 3,2 Mio. Menschen bei Ferratum registriert.

Ferratum ist in 22 Ländern weltweit mit lokalem operativem Geschäftsbetrieb tätig und beschäftigt mehr als 380 Mitarbeiter.

Scoring-Software entscheidend

Dabei vertraut der Konzern auf eine eigene Scoring-Software, welche die Prüfung der Kredit-Vergabe erleichtert. Das Unternehmen selbst nennt die Analyse zahlreicher Kundendaten als entscheidendes Standbein.

Im Gegensatz zu vielen anderen Fintech-Firmen besitzt Ferratum auch eine EU-Banklizenz.

Dies ermöglicht dem Kredit-Anbieter die Abwicklung regulierter Transaktionen in allen EU-Mitgliedsstaaten, in denen hierfür eine Banklizenz erforderlich ist.

Damit sieht sich der Konzern gut aufgestellt, um von der digitalen Revolution im Banken-Sektor zu profitieren.

Prognose wird zurechtgestutzt

Bislang zeigte der Konzern beeindruckende Zuwachsraten:

Während die Jahres-Erlöse zuletzt auf 111 Mio. € kletterten (+57% zum Vorjahr), verbesserte sich das Netto-Ergebnis deutlich überproportional auf 10,9 Mio. € (+94% zum Vorjahr).

Doch jetzt nimmt Firmenchef Jorma Jokela den Anlegern etwas Wind aus den Segeln.

Für 2016 stellt das Unternehmen nun einen Umsatz von 150 – 160 Mio. € und für 2017 von 200 – 225 Mio. € in Aussicht. Die operative Gewinn-Marge werde jeweils 13 – 16% erreichen.

Damit liegt Ferratum deutlich unter den Analysten-Schätzungen. Diese waren bislang von 162 Mio. € Umsatz in 2016 und 200 – 225 Mio. € Umsatz im nächsten Jahr ausgegangen.

Bei der operativen Gewinn-Marge rechneten die Analysten für 2017 im Schnitt sogar mit über 18%. Begründet wird der Schritt von Ferratum mit ungeplant höheren Anlaufkosten.

Die anhaltende Markteinführung von Kredit-Lösungen und der Smartphone-App belastet die Ergebnisse offenbar stärker als bislang gedacht.

Aktie trotz Kurssturz kein Schnäppchen

Trotz des Kursverfalls handelt die Aktie nach der reduzierten Prognose bei einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) jenseits der 20er-Marke.

Jetzt muss der Konzern zeigen, dass die Expansion in weitere Länder und Ausdehnung des Produkt-Angebots profitabel gelingt. Daran dürfte allerdings auch dem Firmenchef Jokela gelegen sein.

Mit 57,3% aller Aktien ist er der mit Abstand größte Einzel-Aktionär der Fintech-Firma.

9. September 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

Richard Mühlhoff analysiert die realen Anlageentscheidungen der weltbesten Investoren, wie etwa Warren Buffett oder David Tepper. Die kollektive Intelligenz dieser ausgemachten Top-Investoren ist das Erfolgsgeheimnis des Börsendiensts „Investment-Elite“.

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