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Fielmann-Aktie: Verliert die Optiker-Kette den Durchblick?

Da trauten die erfolgsverwöhnten Anleger der Optiker-Kette Fielmann zu Wochenbeginn wohl ihren Augen nicht:

Anfang Oktober erst erreichten die Papiere bei knapp 75 € ein neues Allzeithoch.

Seit dem Frühjahr 1998 summierten sich damit die Gewinne für die Anleger auf immerhin 1.500%. Doch damit ist jetzt Schluss.

Bereits im Vorfeld der Quartals-Zahlen bröckelte der Kurs deutlich ab.

Mit der Vorlage der Zahlen und dem zurechtgestutzten Ausblick kollabierte die ansonsten recht schwankungsarme Fielmann-Aktie regelrecht.

Nach einem zwischenzeitlichen Kurssturz von 10% pendelte sich die Aktie bei 63 € ein.

3. Quartal unter Vorjahr

Aber nun zu den harten Fakten und den Gründen des Kurseinbruchs:

Im abgelaufenen Quartal setzte Fielmann mit 1,98 Mio. Brillen mehr ab als im Vorjahr (1,97 Mio. Stück) und steigerte die Erlöse auf 402,7 Mio. € (Vorjahr: 395,1 Mio. €).


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Aber die Gewinne konnten mit der Entwicklung nicht Schritt halten. Denn das operative Ergebnis vor Steuern sank um 3,4% auf 168,8 Mio. €. Zu den Gründen hielt sich die Konzernführung bedeckt.

Aber die allgemein schwache Entwicklung bei den Einzelhandels-Umsätzen, besonders auf Grund des äußerst warmen Septembers, haben offenbar ihre Spuren hinterlassen.

Ausblick wird nach unten gesenkt

Noch viel schlimmer als die aktuellen Ergebnisse dürfte für die Anleger allerdings der Ausblick des Konzerns gewesen sein:

Offenbar gerät das Wachstum ins Stocken. Für 2016 rechnet der Hamburger Konzern nun mit einem Ergebnis unter dem Vorjahres-Niveau.

In absoluten Zahlen bedeutet dies, dass Fielmann weniger als 240,1 Mio. € an Gewinnen erwirtschaften wird.

Für Sie zum Vergleich: Die Analysten sind bislang von einem Jahres-Ergebnis von 254 Mio. € ausgegangen.

Neue Läden und mehr Geschäft mit Hörgeräten

Unterdessen hat die Firmen-Führung schon Lösungs-Ansätze parat:

Um neues Wachstum zu erreichen setzt die Optiker-Kette auf neue Filialen und die Vergrößerung von bestehenden Geschäften. Zugleich soll das Geschäft mit lukrativen Hörgeräten weiter ausgebaut werden.

Familien-Unternehmen Fielmann – bislang eine lupenreine Erfolgsgeschichte

Nach der Gewinn-Warnung ist der Nimbus des sicheren Hafens für die Aktie erst einmal dahin.

Aber Sie können davon ausgehen, dass das Familien-Unternehmen (72% der Aktien weiterhin im Familien-Besitz) alle Karten auf weitere Expansion setzt.

Dies ist in den vergangenen Jahren auch ausgesprochen erfolgreich geglückt. Die Marktposition von Fielmann ist beeindruckend: Alleine in Deutschland liegt der Marktanteil bei fast 50%.

Neben dem Inlands-Geschäft verfügt Fielmann über marktführende Positionen in der Schweiz und Österreich. Aktivitäten in Polen und den Niederlanden runden das Filialnetz ab.

Zusätzlich zu Brillengläsern und -fassungen gehören insbesondere auch Kontaktlinsen und Hörgeräte zum Sortiment.

Mit dem Produktions- und Logistik-Zentrum in Rathenow verfügt der Konzern auch über eine eigene Glas-Produktion.

Deutliche Steigerung der Gewinn-Spannen

Die herausragende Marktstellung spiegelt sich auch in den Geschäfts-Zahlen wider:

Seit 2002 kletterten die Umsätze von 659 Mio. € auf zuletzt 1,3 Mrd. € im Geschäftsjahr 2015. Im Gegenzug verbesserte sich die Gewinn-Spanne von 6,83% auf 12,73%.

Auch für die Anleger ist es ein lohnendes Investment: Nicht nur die massiven Kurssteigerungen der vergangenen Jahre, sondern auch die Dividenden-Politik des Familien-Unternehmens boten Anlass zur Freude.

Immerhin hat der Konzern seit 14 Jahren seine Ausschüttung nicht mehr gekürzt – zuletzt wurde die Dividende sogar 11x in Folge angehoben.

2. November 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

Richard Mühlhoff analysiert die realen Anlageentscheidungen der weltbesten Investoren, wie etwa Warren Buffett oder David Tepper. Die kollektive Intelligenz dieser ausgemachten Top-Investoren ist das Erfolgsgeheimnis des Börsendiensts „Investment-Elite“.

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