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Flop-Liste: Die 10 größten Börsenverlierer

Der deutsche Leitindex DAX hat sich am Donnerstag mit Kursabschlägen in die Osterpause verabschiedet. Da Freitag bis einschließlich Montag kein Handel an deutschen Börsen möglich ist, haben einige kurzfristig orientierte Investoren das Risiko im Depot gesenkt und Aktien-Positionen verkauft.

Nach der Osterpause werden die Karten am deutschen Aktienmarkt neu gemischt. Dann geht der Kampf um die 10.000-Punkte-Marke weiter.

Der Blick in den Rückspiegel

Nutzen wir die kurze Pause, um einen Blick in den Rückspiegel zu werfen. In dieser Woche hat die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) die 10 größten Kapitalvernichter des Jahres 2015 veröffentlicht.

In diese Flop-Liste ging die Wertentwicklung der im Prime-Standard-Segment der Frankfurter Wertpapierbörse notierten Unternehmen ein. Basis war die Wertentwicklung über 1 Jahr, über 3 Jahre und über 5 Jahre.


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  • China Mobile (China), größter Mobilfunkanbieter weltweit
  • Vale (Brasilien), größter Eisenerzlieferant der Welt
  • Novo Nordisk (Dänemark), führender Hersteller Insulin der Welt
  • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
  • Burberry Group (England), führender Luxushersteller der Welt
  • Harley Davidson (USA), legendärster Motorradhersteller der Welt

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Hier die Übersicht der 10 größten Verlierer: 1) Vtion, 2) Singulus, 3) Telegate, 4) Teles, 5) Aixtron, 6) RWE, 7) Yoc, 8) Tom Tailor, 9) Wilex und 10) SKW Stahl-Metallurgie.

Verluste von über 90%

Wie schlecht diese Werte abgeschnitten haben, zeigt exemplarisch die Wertentwicklung von Vtion, einem Anbieter von Mobilfunk-Datenkarten. Über einen Zeitraum von 5 Jahren hat die Vtion-Aktie 90,1% verloren, über einen Zeitraum von 3 Jahren 77,1% und im Börsenjahr 2015 glatte 71%. Hier handelt es sich also nicht um einen einmaligen „Ausrutscher“, sondern um einen stetigen Abstieg.

Was fällt auf? Unternehmen aus der New Economy (Technologie, Biotech etc.) dominieren die Flop-Liste. Wenn sich eine Technologie oder ein technisches Produkt durchsetzt, winken traumhafte Gewinne, aber wenn die Konkurrenz das Rennen macht, drohen auch schnell Kursverluste von 90% und mehr.

Depot-Struktur: Setzen Sie nicht alles auf eine Karte

Aus der Analyse der Flop-Liste können Sie die Empfehlung ableiten, das Kapital auf mehrere Wachstumswerte zu verteilen. Zum anderen sollten Sie als Anleger auch dividendenstarke Substanzwerte beimischen, um die Schwankungen im Gesamt-Depot abzufedern.

Ein konservativer Anleger kann rund 70% des Kapitals in dividendenstarke Substanzwerte und 30% in wachstumsstarke Unternehmen investieren. Dieser Mix sorgt für ein ausgewognes Chancen-Risiko-Verhältnis.

Verkaufen, wenn das Geschäftsmodell wackelt

Unter den größten Verlierern fällt ein prominenter Name auf: der DAX-Konzern RWE liegt auf Platz 6. Das Beispiel RWE zeigt, dass man sich in eine Aktie niemals „verlieben“ darf.

Über Jahrzehnte gehörte RWE zu den besten Dividenden-Werten in Deutschland, aber dann hat vor 5 Jahren der Atomunfall in Japan zur Energiewende in Deutschland geführt. Das alte Geschäftsmodell funktioniert nicht mehr. In einem solchen Fall muss man sich auch auf von Langfrist-Positionen trennen.

Bei der Frage, ob man sich von einer Langfrist-Position trennen soll, hilft ein einfacher Trick: Fragen Sie sich in einer solchen Situation, ob Sie die Aktie heute auch noch kaufen würden. Wenn die Antwort „Nein“ lautet, gibt es keinen Grund, an der alten Position festzuhalten.

Fazit: Nicht nur beim Sport, auch an der Börse gilt, dass man aus Niederlagen lernen kann. Jeder Anleger macht Fehler. Wenn man daraus lernt und diesen Fehler nicht wiederholt, steigert das Schritt für Schritt die persönlichen Erfolgsaussichten an der Börse. Ärgern Sie sich daher nicht zu sehr, wenn ein Investment zum Flop wird. Emotionen haben an der Börse nichts zu suchen.

25. März 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.

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