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Fluggesellschaften: 2015 wird ein noch besseres Jahr

Der Ölpreisverfall hat der Branche ein starkes Jahr beschert.

Der internationale Luftfahrtverband IATA sprach von einem Gewinn von 20 Mrd $. Gerechnet hatte der Verband mit 18 Mrd $. Für das laufende Jahr wurden 25 Mrd $ prognostiziert.

Treiber werde neben dem niedrigen Kerosinpreis die Erholung der Weltkonjunktur sein. Sorgen bereitet allerdings Europa. Zwar sind die Flugzeuge immer besser ausgelastet. Mit den Gewinnen geht es aber nur langsam nach oben.

Die IATA erwartet 4 Mrd $, sodass sich eine Marge von 1,8% errechnet. Weltweit sind es im Durchschnitt 3,2%. Staatliche Regulierungen, eine ineffiziente Infrastruktur und hohe Abgaben verhindern eine stärkere Ergebnisentwicklung.

Nicht alle Airlines profitieren vom niedrigen Ölpreis

Sind die Ölförderer die Verlierer des letzten Jahres, zählen die Ölverbraucher zu den Gewinnern, weil sie Öl günstiger einkaufen können. In der Luftfahrt entfällt rund ein Drittel der gesamten Betriebskosten auf Treibstoff.


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Dennoch profitieren die meisten Fluggesellschaften erst mit einer erheblichen Verzögerung vom Ölpreisverfall, weil sie, um die Preisschwankungen zu umgehen, in der Vergangenheit ungünstige Absicherungsverträge geschlossen haben, die sie erst noch erfüllen müssen. Bei einem Absicherungsvertrag wird der künftige Kauf von Treibstoff zu einem vorher festgelegten Preis vereinbart.

US-Airlines sind nicht so vorsichtig wie die Europäer und sichern nur einen Teil ihres Bedarfs ab. American Airlines verzichtet sogar vollständig auf Absicherungsgeschäfte und profitiert deshalb besonders stark vom gefallenen Ölpreis.

Werden die Airlines vom Golf subventioniert?

Aber nicht nur der niedrige Ölpreis hilft den Airlines. Amerikanische und europäische Fluggesellschaften halten ihren Konkurrenten aus den Golfstaaten vor, ihr großer Erfolg beruhe einzig auf staatlichen Subventionen in Milliardenhöhe.

Die Amerikaner haben deshalb ihre Regierung aufgefordert, den Airlines aus dem Nahen Osten Landerechte zu verweigern. Mit einer Blockade würde die US-Regierung allerdings den freien Welthandel unterlaufen.

Die Airlines vom Golf bestreiten die staatlichen Hilfen und weisen auf andere Vorteile hin: verkehrsgünstige Lage, niedrige Arbeitskosten, weniger Steuern und andere staatliche Abgaben. Zudem konzentrieren sie sich auf die lukrativen Langstrecken.

Auf der Kurzstrecke setzen sie Zubringer ein, wie Air Berlin, mit denen Kooperationen geschlossen werden oder an denen sie sich beteiligen. Aber auch die Europäer haben keinen Grund zum Jammern. IAG, easyJet und Ryanair haben das Jahr mit Rekordergebnissen abgeschlossen.

Nur Lufthansa und Air Berlin kommen mit ihren Umbauprogrammen nicht voran. Als besonders riskant gilt der Plan der Lufthansa, sich mit der neuen Tochter Eurowings auf der Langstrecke als Billiganbieter zu etablieren. Bisher ist es nur wenigen Fluggesellschaften gelungen, mit diesem Konzept langfristig profitabel zu wirtschaften.

Unsere Favoriten

easyJet und Ryanair überzeugen seit Jahren mit steigenden Umsätzen und Gewinnen sowie hohen Margen. Auch die Bilanzen sind im Branchenvergleich Spitze. Auch IAG ist nach erfolgreicher Restrukturierung der spanischen Tochter Iberia wieder im Aufwind. Top-Favorit bleibt American Airlines.

Nicht nur der Neustart nach der Insolvenz, sondern auch der Zusammenschluss mit US Airways ist gelungen. Nach sechs Jahren mit Verlusten in Milliardenhöhe schloss die Airline das Jahr 2014 mit einem Rekordgewinn ab.

Neu in unsere Beobachtung haben wir Southwest Airlines aufgenommen. Die Mutter aller Billigflieger wurde 1971 gegründet und ist heute die viertgrößte US-Airline, gemessen an der Zahl der beförderten Passagiere. Seit 1973 schreibt die Airline schwarze Zahlen.

15. April 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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