Fondsauswahl 2012: Vergangenheitsdaten 2010 und 2011 helfen nicht
Im kommenden Jahr haben Aktien besonders gute Gewinnchancen.
Nur:
Fonds, mit denen Sie davon profitieren könnten, sind schwierig zu finden.
Eine neue Studie belegt, dass es sich kaum lohnt, auf die Sieger des Vorjahres zu setzen. Die Gewinner von 2010 haben 2011 schlecht abgeschnitten, so beispielhaft die Ergebnisse der Rating-Agentur "Morningstar".
Alte Gewinner nicht verlässlich
Nach dieser Statistik haben solche Fonds 2010 in der Spitze 67,5% Rendite geschafft. Im Jahr 2011 verloren sie in der Spitze biszu -35,5%. Die Spannweite der einzelnen Fondsanteile war dabei beträchtlich.
Die Analyse von Morningstar bezieht sich auf die Klassenbesten aus gleich fünf Kategorien: Aktienfonds für deutsche Indizes, für Aktien weltweit, für Aktien aus Schwellenländern.
Dazu analysierte das Rating-Haus die Entwicklugn von Rentenfonds, die auf Euro-Anleihen setzen sowie auf Mischfonds. Die Erkenntnisse der Studie: verlassen Sie sich bei Ihren Entscheidungen nicht auf die Sieger des Vorjahres.
Kein Fonds schaffte es 2011 ins Plus
Von den fünf Siegerfonds des Vorjahres hat es kein einziger geschafft, wenigstens ohne Verluste aus diesem Jahr zu kommen. Alle notieren im Minus, und: alle Fonds haben schlechter abgeschnitten als der Durchschnitt in derselben Klasse.
Das heißt: Aus ehemaligen Siegerfonds und -managements wurden Fonds, die noch nicht einmal durchschnittlich sind. Es bleibt die Frage, wie das Fondsmanagement im Jahr zuvor die überragenden Ergebnisse schaffte.
Denn: Angeblich sind die "guten" Fonds in den Siegerjahren nur mit Glück nach oben gekommen. An dieser Aussage wiederum zweifeln wir. Denn: wer gewinnt, geht nicht unvorbelastet in das kommende Jahr.
Wer hoch steigt….
Das alte Stichwort trifft zu: wer hoch steigt, fällt tief. Automatisch ändern Fondsmanager ihren Stil. Um die alten Spitzenplätze zu erhalten, müssen sie mehr riskieren.
Kommt zusätzlich noch mehr Kapital in den Fonds, wird es schwieriger, dieses gewinnbringend anzulegen. Einen Mechanismus betrachten die Ranglisten nicht:
Je mehr Geld ein Fonds hat, desto schwieriger wird der Kauf von optimalen Investments, da die eigene hohe Nachfrage die Preise ändert. Deshalb ändert sich die Ausgangssituation von Jahr zu Jahr. Die Ergebnisse der Spitzenfonds im Einzelnen:
- Der LBBW Export gewann 2010 34,3% und verlor jetzt als bester Aktienfonds Deutschland aus dem Jahr 2010 -18,3%.
- Der beste Rentenfonds in Euro hatte 2010 14,1% gewonnen und bis dato in diesem Jahr 0,8% verloren.
- Die Nummer eins unter den besten Mischfonds (Aktien- und Anleihen), der "Premium Pearls", schaffte nach +43,6% nur -35,5% im Jahr 2011.
- Der Sieger bei "Aktienfonds Schwellenländer"), "Danske Invest", verlor -18,9%, nachdem er im Vorjahr 57,0% Gewinn erzielte.
- Schließlich hat der beste weltweit anlegen Aktienfonds, der "HSBC Sunares", 2011 nach 67,5% Plus nur -26,9% geschafft.
GeVestor meint: Die Verluste sind logisch nachvollziehbar. Trotzdem zeigen sie, dass die Rendite bei der Fondsauswahl kurzfristig keine Rolle spielen kann. Orientieren Sie sich an langfristigen Gewinnern, die Erfolge immer wieder bestätigen.
Ein Beispiel ist der Carmignac Patrimoine. Unsere Dauer-Empfehlung gewinnt durchschnittlich 7% bis 8% pro Jahr. Ein gutes Ergebnis für einen Mischfonds.



