Menü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2016 . . . Download hier ➜

Fresenius wächst wie entfesselt: Hier die weiteren Pläne

Der Gesundheitskonzern Fresenius hat ein starkes Jahr hinter sich gebracht – und auch 2016 soll es rund laufen. Der Vorstand gab vor wenigen Tagen eine positive Prognose bekannt.

Nach vorläufigen Zahlen hat sich das Konzernergebnis 2015 um 20 bis 22 Prozent verbessert – und dabei sind die Währungseffekte bereits herausgerechnet. Wie stark das Unternehmen vom Dollarkurs profitieren konnte, zeigt ein Blick auf die ersten neun Monate, in denen ein Plus von 31 Prozent verzeichnet wurde, während das währungsbereinigte Ergebnis um 19 Prozent anstieg.

Währungseffekte wohl einmalig

Auf ähnliche Schubkraft möchte man im neuen Jahr nicht setzen, da eine Wiederholung so deutlicher Effekte eher unwahrscheinlich erscheint. Stattdessen strebt Fresenius Wachstum aus eigener Kraft an.

Wie hoch dieses ausfallen soll, dazu wird Fresenius voraussichtlich Ende Februar genauere Angaben machen, wenn auch die Jahresbilanz für 2015 im Detail vorgestellt wird. Analysten gehen von einer zunächst eher zurückhaltenden Prognose aus, die im Jahresverlauf gegebenenfalls noch korrigiert werden kann – denn einige externe Faktoren sind schwer vorhersehbar.


Gratis Studie: Die Zukunft Ihres Depots....

  • Die IND & COMM BANK OF CHINA ist die teuerste Bank der Welt
  • China Mobile (China), größter Mobilfunkanbieter weltweit
  • Vale (Brasilien), größter Eisenerzlieferant der Welt
  • Cemex (Mexico), drittgrößter Zementhersteller der Welt
  • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
  • GAZPROM (Russland) die Nummer 3 der Welt
  • Und Petrobras (Brasilien), die Nummer 4 weltweit

Hier erfahren wo sich der Einstieg noch lohnt ➜


Dazu zählt neben den Währungswechselkursen auch das Geschäft in den USA. Zuletzt profitierte Fresenius hier vor allem von Lieferengpässen, die die Konkurrenz schwächten. Inwieweit dieser Effekt auch im neuen Jahr zu Buche schlägt, werden erst die kommenden Monate zeigen. In der zweiten Jahreshälfte ist dann eine realistischere Abschätzung der tatsächlich erzielbaren Wachstumsspanne möglich.

Wachstum auch ohne äußere Faktoren

Doch das Unternehmen ist nicht allein auf stützende äußere Faktoren angewiesen. Ganz im Gegenteil: Mehrere Produkte befinden sich in der Pipeline beziehungsweise kurz vor der Markteinführung, 2016 und 2017 sollen zahlreiche Innovationen folgen und Cash in die Kassen spülen.

Besonders stark könnte das Wachstum, insbesondere in der Flüssiggenerika- und Infusionssparte Kabi, in den Schwellenländern ausfallen. Hier sieht die Fresenius-Führungsspitze klares Potenzial. Bereits jetzt trägt die Nachfrage aus diesen Ländern rund ein Drittel zum Erlös der Konzernsparte bei. Während die Gesundheitsversorgung in Europa und Nordamerika bereits weitreichend etabliert ist, besteht in einigen Schwellenländern diesbezüglich noch Nachholbedarf – von dem unter anderem Fresenius zu profitieren hofft.

Helios-Kliniken bald auch im Ausland?

Neben stärkerem Absatz von Medikamenten und medizinischen Produkten steht auch eine Auslandsexpansion der Kliniktochter Helios zur Diskussion. Nach der Übernahme der Rhön-Kliniken ist die Fresenius-Tochter zum größten privaten Krankenhausbetreiber Deutschlands aufgestiegen und setzt sich nun offenbar höhere Ziele.

Apropos Übernahme: Auch weitere Zukäufe sind nicht ausgeschlossen. Aufgrund der aktuell hohen Bewertungen in der Branche steht zwar kurzfristig kein so großer Deal wie die Rhön-Kliniken auf der Agenda. Aber Wachstum durch Übernahmen bleibt auch weiterhin ein Thema bei Fresenius.

Aktien mit Kurspotenzial

Auch am Parkett sind die Papiere des Gesundheitsgiganten beliebt. Binnen Jahresfrist legten sie um fast 20 Prozent zu, die ebenfalls im Dax gelistete Tochter Fresenius Medical Care (FMC) schaffte sogar noch etwas mehr. Analysten sehen auch weiterhin Kurspotenzial.

2016-01-28 Fresenius

Für die Fresenius-Aktie, die zuletzt für rund 60 Euro zu haben war, sehen die meisten aktuellen Studien eine faire Bewertung bei um die 70 Euro. JP Morgan geht sogar noch ein ganzes Stück weiter: Die Analysten der Großbank trauen dem Papier einen Anstieg auf über 90 Euro zu.

Ähnlich gut lauten die Prognosen für FMC: Der Kurs lag zuletzt bei knapp 80 Euro, Analysten sehen auch hier Spielraum auf deutlich über 90 Euro.

29. Januar 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.