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Fuchs Petrolub Aktie: Was ist denn da los?

Auf den ersten Blick läuft es für Fuchs Petrolub wie geschmiert: Die Zahlen für das abgelaufene erste Quartal sehen gut aus.

Das Unternehmen weist einen Umsatz von 493 Millionen Euro aus – ein Plus von 8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Auch das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) stieg um 8 Prozent auf 82 Millionen Euro.

Fuchs Petrolub braucht Schmiermittel

Allerdings waren externe Schmiermittel nötig, um die Bilanz so glänzen zu lassen. Vor allem der anhaltend schwache Euro-Kurs im Verhältnis zum US-Dollar hat dabei kräftig geholfen. Rechnet man die Währungseffekte heraus, schrumpft das Plus sowohl beim Umsatz als auch beim Ebit auf jeweils 1 Prozent zusammen.

Zwar fiel das Ergebnis damit insgesamt besser aus als von Analysten erwartet. Anleger gingen jedoch trotzdem in Deckung und schickten das im MDax gelistete Papier nach Vorlage des Quartalsberichts erst einmal auf Talfahrt.


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Zumal die Rahmenbedingungen nicht durchgehend rosig sind: Denn während europäische Unternehmen vom schwachen Euro profitieren, setzt in den USA der gegenteilige Effekt ein. Der starke Dollar belastet dort die Industrie und sorgt für Rückgänge bei der Nachfrage, was wiederum auch Fuchs Petrolub belastet. Hinzu kommt der niedrige Ölpreis, den der Schmiermittelhersteller an seine Kunden weitergeben muss.

Chefetage setzt auf weitere Währungseffekte

Dennoch zeigt man sich in der Führungsetage vorsichtig optimistisch. Nach der Bilanz des ersten Quartals wurde die Prognose für das Geschäftsjahr leicht angehoben, wobei die Schätzung auf der Annahme basiert, dass der Euro auch in den kommenden Monaten weiter schwächelt.

Das erscheint relativ wahrscheinlich. Zahlreiche Beobachter gehen davon aus, dass noch in diesem Jahr die Parität – also ein Verhältnis von 1:1 – erreicht werden könnte und in der Folge womöglich sogar der Euro unter den Dollar sinkt.

Allerdings zeigt die Geschäftsprognose, dass das Unternehmen in diesem Fall auf die Währungseffekte angewiesen zu sein scheint, um ein entsprechendes Wachstum zu erreichen. Aus eigener Kraft ist ein solches Plus offenbar nicht zu erreichen.

In die gleiche Richtung deutet auch das erste Quartal: Lediglich die Region Asien-Pazifik-Afrika konnte zulegen, während die Geschäfte in Europa und den USA weiterhin schleppend laufen.

Analysten sind skeptisch

Analysten bewerten die Aktie zurückhaltend und warnen zum Teil vor einem leichten Kursrückgang. Insgesamt schätzen sie das Papier als relativ fair bewertet ein und empfehlen bestenfalls, die Bestände zu halten. Kaufempfehlungen sind hingegen Mangelware.

Verglichen mit dem MDax fällt die Performance der Fuchs-Aktie in den vergangenen Monaten nicht besonders herausragend aus. Während der Index der mittelgroßen Werte im laufenden Jahr um rund 18 Prozent zugelegt hat, bringt es die Vorzugsaktie von Fuchs Petrolub im gleichen Zeitraum nur auf ein Plus von etwa 12 Prozent.

2015-05-08 Fuchs Petrolub

12. Mai 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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