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Fuchs Petrolub: Quartal gut, Aktie schlecht

Der Start ins neue Jahr ist geglückt: Fuchs Petrolub konnte im abgelaufenen ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres Umsatz und Gewinn jeweils steigern und hält an seiner Prognose für das Gesamtjahr fest.

Demnach soll 2016 der Umsatz um 7 bis 11 Prozent zulegen, das Ebit soll 3 bis 7 Prozent höher ausfallen als im Vorjahr. Bei der Prognose unberücksichtigt bleiben Währungseffekte.

Während viele deutsche Unternehmen im vergangenen Jahr von der Währungsentwicklung und dem insgesamt schwächelnden Euro profitierten, weil sie ihre Waren weltweit vergleichsweise günstig anbieten konnten, schlägt nun der umgekehrte Effekt zu.


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Solides Quartal trotz Währungseffekten

Seit Jahresbeginn entwickelt sich der Euro stärker als gedacht und macht so manchem Konzern einen Strich durch die Prognoserechnung. Auch bei Fuchs Petrolub dürften sich die Wechselkurse, die letztes Jahr für aufgehübschte Ergebnisse gesorgt hatten, diesmal negativ niederschlagen. So fielen der Währungsumrechnung im ersten Quartal etwa 3 Prozent des Umsatzes zum Opfer.

Insgesamt liest sich die Bilanz trotzdem gut. Der Umsatz verbesserte sich um 12 Prozent auf 550 Millionen Euro, das organische Wachstum lag allerdings bei nur 2 Prozent. Der Bärenanteil des Zuwachses geht auf die Zukäufe aus dem vergangenen Jahr zurück, als Fuchs Petrolub unter anderem die Deutsche Pentosin Werke sowie den skandinavischen Wettbewerber Statoil Fuel & Retail Lubricants schluckte.

Weitere Übernahme angepeilt

Auch für das laufende Jahr stehen weitere Akquisitionen auf der Agenda: Anfang Mai wurde bekannt, dass die Mannheimer vom Ölgiganten Chevron dessen Geschäft mit Weißölen und Schmierstoffen für die Nahrungsmittelindustrie übernehmen wird – und das wohl schon recht bald: Beide Seiten rechnen damit, dass die Transaktion bereits zum 1. Juni 2016 wirksam wird.

Die Sparte soll in die Fuchs Lubricants Co. (USA) integriert werden, die im vergangenen Jahr einen Umsatz von 11 Millionen Euro erwirtschaftete, mit etwa 85 Prozent entfiel der Großteil davon auf das Geschäft in Nordamerika. Mit dem Zukauf des Chevron-Geschäfts inklusive der Stammkundschaft erweitert Fuchs Petrolub hier seine Möglichkeiten.

Aktie im Sinkflug

Aus Sicht der Anleger sind gute Nachrichten dringend notwendig. Die Aktie hat seit Beginn des Jahres um gut 10 Prozent nachgegeben auf zuletzt rund 37 Euro. Damit hat sich das Papier zwar von seinem Absturz im Februar erholt, als es zeitweise für unter 34 Euro gehandelt wurde. Doch von den Jahreshochs jenseits der 45 Euro ist die Aktie derzeit weit entfernt.

Und damit nicht genug: Auch Analysten senken zunehmend den Daumen und sehen derzeit kaum Erholungspotenzial. Die meisten aktuellen Studien empfehlen, die Aktie von Fuchs Petrolub zu halten, doch zugleich gibt es mehr Verkaufs- als Kaufempfehlungen.

Die Kurszielspanne bewegt sich überwiegend in einem Rahmen zwischen 35 und 40 Euro, vereinzelt liegen Prognosen auch darunter (Baader Wertpapierhandelsbank: 34 Euro, „sell“) oder darüber (Commerzbank: 44 Euro, „hold“ und Warburg Research: 46 Euro, „buy“).

2016-05-11 Fuchs Petrolub

13. Mai 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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