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Fusion zwischen Staples und Office Depot gescheitert: Neuauflage in 3 Jahren?

In den USA ist der 6,3 Mrd. Dollar schwere Zusammenschluss zwischen den Büroartikel-Ketten Staples und Office Depot am Widerstand der Wettbewerbsbehörden gescheitert.

Das Übernahme-Aus hatte sich bereits vor wenigen Monaten angedeutet. Danach kam jedoch noch einmal Hoffnung auf, dass der Deal im Nachgang genehmigt werden könnte. Jetzt musste allerdings eingesehen werden, dass die Übernahme nicht genehmigungsfähig ist. Staples und Office Depot brachen die Verhandlungen ab.

US-Schreibwaren-Ketten seit Jahren in der Krise

Dass der zweite Übernahme-Versuch nach 1997 scheiterte, ist für beide Unternehmen eine mittlere Katastrophe. Das ohnehin margenschwache Geschäft bekam in den vergangenen Jahren immer mehr Druck vom Internet-Handel.

Dies hinterließ bei den beiden Branchenführern merklich Spuren. Steigende Umsätze sucht man bei Staples seit 2011 vergebens und der letzte Office Depot-Gewinn ist ebenfalls 5 Jahre her. Beide Unternehmen durchlaufen eine mehrjährige Schrumpfkur.

Wettbewerbsbehörden befürchteten höhere Preise für Großkunden

Wegen der schleppenden Geschäfte war der Zusammenschluss so wichtig. Einige erachteten den Deal für Office Depot sogar als letzte Rettung. Eine Milliarde Dollar an Synergien sollten gehoben werden. Doch die Wettbewerbsbehörde beurteilt keine Entwicklung, sondern den Retail-Markt für Büro-Artikel.


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Da das Geschäft kaum lohnend ist, gibt es im stationären Handel (Filialgeschäft) wenig Konkurrenz – zu wenig aus Sicht der Behörde, um die beiden Branchenführer fusionieren zu lassen.

Bemängelt wurde auch die hohe Markt-Konzentration bei den Geschäftskunden. Würde der Deal genehmigt, dann müssten die Geschäftskunden deutlich mehr zahlen, befürchtete die Behörde.

Aktienkurse kollabieren

An der Börse gaben sowohl die Staples-Aktie als auch die Office Depot-Aktie deutlich nach. Staples-Aktien geben um 14% nach. Das Unternehmen muss 250 Mio. Dollar Strafe (breakup-fee) zahlen und die Schrumpfkur beschleunigen.

Damit soll die Kostenseite um 300 Mio. Dollar entlastet werden. Eine frühere Idee zur Kosteneinsparung war, das Europa-Geschäft zu verkaufen, was jetzt sehr akut sein könnte.

Noch schlimmer als die Staples-Aktie wurde die Office Depot-Aktie abgestraft. 40% verliert der Titel allein gestern. Die Aktie kostet noch 3,63 Dollar. Wäre es zu einem Deal gekommen, hätten die Investoren 7,25 Dollar erhalten – und noch 0,2188 Staples-Aktien.

Augenscheinlich günstig und doch teuer: Finger weg von Staples und Office Depot

Wenn Sie sich die beiden Papiere jetzt anschauen, dann wirken sie fundamental günstig bewertet. Zudem heißt es, dass die beiden Unternehmen für die Private Equity-Branche interessant sind. Nicht selten ist „nach der gescheiterten Übernahme – vor der geglückten Übernahme“.

Gerade Office Depot scheint nach dem Kurssturz mit den 250 Mio. Dollar aus der breakup-fee im Rücken eine chancenreiche Sache zu sein.

Der Übernahme-Sensor warnt dennoch vor einem Einstieg. Das Geschäft ist bereits extrem schwierig und die Perspektive für eine Schreibwarenladen-Kette im Internet-Zeitalter ist düster.

Fraglich ist auch, ob sich da jetzt ein Finanzinvestor „dran traut“. Sicher, die Profis haben schon schwierigere Fälle vergolden können, doch vielleicht ist es denen im Moment noch zu teuer. Die Zeit könnte für die Finanzinvestoren spielen.

Der Übernahme-Sensor erwartet, dass es mit beiden Unternehmen langsam aber stetig bergab geht. Vielleicht sind die beiden Ketten den Wettbewerbsbehörden nach einer erneuten Schrumpfkur in zwei oder drei Jahren schwach genug, um einen Deal genehmigen zu können.

Alle guten Dinge sind bekanntermaßen Drei. Nach 1997 und 2016 könnte 2019 die Fusion gelingen.

12. Mai 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Jens Gravenkötter. Über den Autor

Ein gewiefter Börsen-Profi leitet die Recherche beim "Übernahme-Gewinner". Jens Gravenkötter ist Chefredakteur bei dem erfolgreichen neuen Service.

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