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Gea schockt mit erneuter Gewinn-Warnung

Der im MDax notierte Maschinen- und Anlagenbauer Gea hat am Samstag eine Gewinn-Warnung für das laufende Geschäftsjahr veröffentlicht.

Damit hat der MDax-Konzern dafür gesorgt, dass seine Aktie heute deutlich unter Druck geraten ist.

Gea musste bereits im Oktober 2016 eine Umsatz- und Gewinn-Warnung veröffentlichen.

Somit handelt es sich hierbei um die 2. Nachricht dieser Art innerhalb von nur 9 Monaten.

Gleich werde ich auf die aktuelle Meldung eingehen.

Zuvor möchte ich Ihnen aber noch ein paar Informationen zur 1. Umsatz- und Gewinn-Warnung aus dem Vorjahr und zur Kurs-Entwicklung der Gea-Aktie geben.

Gea-Aktie – Ein kurzer Rückblick

Bis Oktober 2016 ging Gea für das Geschäftsjahr 2016 von einem moderaten Umsatz-Anstieg und einem Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 645 – 715 Mio. € aus.


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Die Cash-Flow-Marge sollte bei 11% liegen.

Die nach unten korrigierte Prognose sah dann rückläufige Umsätze, ein EBITDA von nur noch 570 Mio. € und eine Cash-Flow-Marge von 10% vor.

Die Gea-Aktie reagierte wie folgt:

Nachdem sie von September 2015 bis September 2016 von 32 auf 50 € geklettert war, sackte sie in Folge der Gewinn-Warnung im vergangenen Jahr wieder auf 33 € ab.

Danach berappelte sich das Papier wieder etwas und kletterte zwischenzeitlich auf über 42 €. Heute verliert die Aktie rund 6% an Wert und notiert bei rund 36,50 €.

Die aktuelle Gewinn-Warnung im Überblick

Gea teilte am Samstag mit, auf Basis der vorläufigen Zahlen für das 2. Quartal einen Auftrags-Eingang von ca. 1,241 Mrd. € (nach 1,222 Mrd. € im Vorjahr), einen Umsatz von ca. 1,141 Mrd. € (Vorjahr: 1,157 Mrd. €) und einen Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von ca. 122 Mio. € (Vorjahr: 145 Mio. €) zu erwarten.

Der Rückgang beim EBITDA sei im Wesentlichen durch die Business Area Solutions bedingt – und zwar im Einzelnen durch Volumen- und Margen-Mix-Effekte.

Auch sei dies auf einen mittleren 1-stelligen Millionen-Betrag für Zusatzkosten für Abfüll-Anlagen zurückzuführen, die in dieser Variante nicht weiter vermarktet werden, teilte Gea mit.

Ausblick und Fazit

Auf Basis der aktuellen Zahlen passt der Konzern die Prognose für das laufende Geschäftsjahr wie folgt an:

Anstelle eines operativen EBITDA von 620 – 670 Mio. € rechnet das Gea-Management nun mit einem Wert zwischen 600 und 640 Mio. €.

Die neue Prognose beinhaltet nicht die Zusatzkosten für die oben genannten Abfüll-Anlagen.

Diese Zusatz-Kosten werden erwartungsgemäß einen niedrigen 2-stelligen Millionen-Betrag nicht überschreiten.

Ob sich der heutige Kurs-Abschlag bei Gea im nachhinein als gute Einstiegs-Gelegenheit erweisen wird, ist aus heutiger Sicht schwer zu sagen.

Allerdings bin ich mir nach dieser 2. Gewinn-Warnung sicher, dass es eine ganze Weile dauern wird, bis sich das Unternehmen das verspielte Vertrauen bei den Investoren wieder zurückerarbeitet hat.

Insofern sollten von der Gea-Aktie in naher Zukunft keine allzu großen Sprünge erwartet werden.

17. Juli 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.

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