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Gedämpfte Stimmung ist gut für die Aktienmärkte

Bei meinem Check der Nachrichten überwogen gestern mit Abstand kritische Meldungen. Es ging um die gescheiterten Gespräche zur Rettung Griechenlands. Die FAZ kommentierte: „Das (an Griechenland) verliehene Geld ist weg“. Auch andere Medien boten wahrlich keine tolle Stimmung.

Wissen Sie, wann die einleitende Sätze geschrieben habe?

Heute? Dann hätte ich die Nachrichtenlage von gestern, Montag, gemeint. Die war auch so, wie geschrieben. Es würde passen.

Die einleitenden Sätze sind aber gut 2,5 Jahre alt. Sie stammen aus November 2012. Auch da war das an Griechenland geliehene Geld schon weg. So wie heute.

Damals hatte ich die sorgenvolle Stimmung als gut für den DAX 30 Index bezeichnet; und so ging es danach mit dem DAX 30 Index weiter:

Im November 2012 notierte der DAX 30 Index im Tief noch unter 7.000 Punkte. Danach hat er bis auf über 12.000 Punkte mehr als 75% zugelegt. Auch bis etwa 11.000 Punkte gerechnet sind es noch weit mehr als +50% Kursgewinn, trotz – oder wegen – der seinerzeit gedämpften Stimmung.

„Wall-of-Worry“ ist gut für die Aktienmärkte

„Wall-of-Worry“ ist ein geflügeltes Wort der Börsianer. Wörtlich übersetzt heißt das: „Wand der Angst“. In den USA sagt man deshalb: Die Kurse klettern an der Wand der Angst hoch („climbing the wall of worry“).

Es zeigt sich immer wieder: Ein Markt, in dem es viele Unsicherheiten und kritische Faktoren gibt ist weit stabiler, als ein Markt der Euphorie. So war es auch nach meinem Kommentar im November 2012 bis heute.


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Und die aktuelle Marktstimmung ist wieder ähnlich.

DAX um 11.000 Punkte

Ein flüchtiger Blick in die Nachrichtenlage zeigt: Von Euphorie ist nichts zu sehen. Und trotzdem notiert der DAX im Kursbereich um 11.000 Punkte. Fällt er darunter zurück, ist die Kaufnachfrage schnell größer als das Verkaufsangebot. Die Anleger nutzen Notierungen des DAX 30 Index unter 11.000 Punkte zum Einstieg.

Psychologie beeinflusst den Markt

Börsianer, die bei einem DAX 30 Index von unter 11.000 Punkte abgewartet haben und vielleicht bei erwarteten 10.500 oder auch 10.000 Punkten einsteigen wollten, die sitzen auf Cash und wollen investieren.

Will ich gewinnen, kaufe ich. Will ich nicht verlieren, verkaufe ich. Eine Sicherheit für eine der beiden Seiten gibt es nicht. Also entscheidet die Psychologie und Anlegerstimmung mit. Und diese Anleger müssen sich jetzt entscheiden: Kommen die Kurse nochmals zurück oder war das die vorläufig letzt gute Kaufgelegenheit vor einer möglichen Fortsetzung der Rally?

Gedämpfte Stimmung ist gut für die Aktienmärkte

Wenn aber die aktuelle Krisenlage (nicht nur in Griechenland) die Kurse nicht zum deutlichen Nachgeben bringt, was dann? Diese gedämpfte Stimmung bei gleichzeitig stabilen Kursen bewerte ich positiv für die Entwicklung des DAX 30 Index.

Diese Stimmung ist mir allemal lieber, als überschäumende Euphorie, denn dann sind „alle“ investiert.

In Krisenzeiten sind nur die investiert, die die Risiken kennen und nicht sofort auf den Verkaufsknopf drücken. Das hält die Märkte stabil.

Viele andere Anleger warten ab und wollen noch kaufen. Eine gute Situation für den DAX 30 Index und andere Aktien-Indizes. Denn wenn die an der Seitenlinie wartenden Anleger auch noch einsteigen, geht es wieder aufwärts mit den Märkten.

Ein wichtiger Nachsatz:

Sorgenvolle Stimmung ist schlecht für den „einfachen“ griechischen Bürger

Bei vielen Marktkommentaren missfällt mir, dass nur noch „die Märkte“ und das Kapital beziehungsweise die Prozente und Gewinne wichtig sind. Und selbstverständlich ist in meinem „Heißmanns Börsenkommentar“ der Fokus auch auf das Börsengeschehen gerichtet.

Aber wenn ich mir einen Menschen vor einem leeren Geldautomat vorstelle, der dort nicht einmal die zeitweise erlaubten 60 Euro abholen kann, dann ist eine sorgenvolle Stimmung katastrophal für den „einfachen“ griechischen Bürger – das will und kann ich auch im Börsenkommentar nicht weglassen.

Zum guten Schluss: Heute vor 131 Jahren, also am 07.07.1884, kam der deutsche Schriftsteller Lion Feuchtwanger zur Welt. Er schrieb:

„Der Instinkt ist keineswegs immer ein guter Ratgeber.“

Ich meine, der Instinkt ist an der Börse nur selten ein guter Ratgeber. Und doch, ganz verachten sollte man ihn, wenn entsprechende Erfahrung dazu kommt, nicht. Ich wünsche Ihnen eine Woche mit positiver Stimmung.

© Rainer Heißmann – Weiterverbreitung nur mit Link auf den Originaltext gestattet

7. Juli 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rainer Heißmann. Über den Autor

Rainer Heißmann ist Autor für Wirtschafts- und Börsenfachpublikationen und Chefredakteur vom "Optionen-Profi" und "Heißmanns Königsklasse". Außerdem ist er Autor des Buchs "Reich mit Optionen". Seine größte Stärke: Komplexe Sachverhalte so zu erklären, dass sie auch dem Nicht-Fachmann verständlich und nachvollziehbar werden.

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