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Gegen das Krisengerede: Eintrübung bedeutet nicht Einbruch

Der deutsche Staat hat im vergangenen Jahr den höchsten Überschuss seit der Wiedervereinigung erzielt. Bund, Länder, Gemeinden und Sozialkassen nahmen unter dem Strich rund 19,4 Mrd. Euro mehr ein als sie ausgaben. Basis für diesen Erfolg war das starke Wachstum der deutschen Wirtschaft um 1,7 Prozent.

Doch was zählt an der Börse die Vergangenheit? Richtig: Nichts! Daher wurden diese Zahlen heute lediglich hingenommen, der aktuelle Ifo-Geschäftsklimaindex fand deutlich größeres Interesse. Die monatliche Umfrage unter 7.000 deutschen Unternehmen ergab einen leichten Stimmungsdämpfer.

Deutschlands wichtigstes Wirtschaftsbarometer fiel nämlich im Februar von 107,3 auf 105,7 Punkte. Da es bereits zum dritten Mal in Folge sank, wird es als Signal für eine Konjunkturabkühlung gewertet. Dennoch reagierte die Börse relativ entspannt – der deutsche Leitindex DAX notierte nur leicht niedriger als gestern.


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Rückgang nichts Ungewöhnliches

Tatsächlich ist ein Rückgang über mehrere Monate hinweg nichts Ungewöhnliches. Zuletzt fiel der Ifo-Geschäftsklimaindex auch in den Jahren 2014, 2012 und 2011 mehr als zweimal hintereinander. Und dass die Wirtschaft in diesem Jahr nicht ganz so stark laufen wird wie in den vergangenen Monaten, ist den meisten Anlegern nach den schwächeren Zahlen aus Asien und den USA bereits seit längerem klar.

Interessant ist, was die Medien daraus machen: Spiegel Online schreibt beispielsweise, dass „Unternehmen den Einbruch der Weltwirtschaft fürchten“. Aber genau diese Dramatik stimmt nicht. Weiterhin liegt der Stimmungsindex deutlich über dem langjährigen Mittel. Im Klartext: Ja, es gibt eine Eintrübung. Und nein, es gibt keinen Einbruch.

Auch der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) bekräftigte erst kürzlich seine Prognose für die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland. Die Kammerorganisation rechnet für dieses Jahr unverändert mit einem Wachstum des deutschen Bruttoinlandsproduktes (BIP) von 1,3 Prozent.

Und schließlich haben sich die meisten Unternehmen schon längst auf eine schwächere Weltwirtschaft eingestellt. So auch Aixtron – der kriselnde Spezialmaschinenbauer präsentierte heute seine Zahlen zum vergangenen Geschäftsjahr und wagte einen Ausblick auf 2016.

Aixtron erwartet besseres Jahr

Nach einem Auftragsdebakel in 2015 rechnet Aixtron zwar auch für dieses Jahr mit Verlusten. Aber immerhin versprach das im TecDax notierte Unternehmen, dass sich operatives Ergebnis und Konzerngewinn im Vergleich zum Vorjahr leicht verbessern werden.

Für 2015 legte das Unternehmen, das vor allem Maschinen für die LED-Halbleiterindustrie baut, bessere Zahlen vor als zuletzt befürchtet. Der Umsatz stieg um 2 Prozent auf 197,8 Mio. Euro. Unter dem Strich ging der Verlust um gut die Hälfte auf 29,2 Mio. Euro zurück. Vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag das Minus bei 26,7 Mio. Euro.

Sorgen bereitet der Auftragseingang, der um ein Sechstel auf 167,1 Mio. Euro zurückging. Im Dezember erhielt Aixtron die Stornierung einer Großbestellung aus China. Dennoch erwartet Vorstandschef Martin Goetzeler, dass die Umsatzentwicklung im zweiten Halbjahr dieses Jahres deutlich stärker sein wird als in den ersten sechs Monaten. Sie sehen: Zumindest hier ist von Pessimismus nichts zu spüren.

23. Februar 2016

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Philipp Ley
Von: Philipp Ley. Über den Autor

Philipp Ley ist ausgebildeter Wirtschaftsjournalist mit Stationen u. a. bei n-tv, Financial Times Deutschland, Rheinischen Post und der Aktien-Analyse. In den vergangenen zwölf Jahren hat er zudem als Kommunikations- und Investor-Relations-Berater zahlreiche Geschäftsberichte erstellt: für kleinere aufstrebende Unternehmen ebenso wie für Börsenschwergewichte.

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