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Geldanlage: EZB stimmt auf lange Niedrigzins-Phase ein

Am gestrigen Donnerstag hat die Europäische Zentralbank (EZB) die Finanzmärkte und die Sparer abermals auf eine lange Phase extrem niedriger Leitzinsen in der Euro-Zone eingestimmt.

Die Zinsen dürften für längere Zeit auf dem aktuellen oder sogar auf einem noch niedrigeren Niveau bleiben, sagte EZB-Präsident Mario Draghi gestern im Rahmen der Pressekonferenz zum jüngsten Zinsentscheid der EZB.

Zudem bekräftigte Draghi frühere Aussagen, nach denen die EZB die Geldschleusen – falls aus Sicht der Notenbanker erforderlich – noch weiter öffnen wird.

Die EZB sei bereit, notfalls alle verfügbaren Instrumente zu nutzen, sagte der europäische Notenbankchef.

Zuvor hatte die Notenbank – wie zu erwarten war – alle wichtigen Leitzinsen unverändert auf ihren Rekordtiefs gelassen.

Staatsanleihen sind keine Alternative für Sparer

Es ist noch nicht lange her, da gab Mario Draghi den Sparern folgenden Rat: „Sie müssen ihr Geld nicht nur auf dem Sparbuch anlegen, sondern haben auch andere Möglichkeiten.“ Das sagte er vor wenigen Wochen den Kritikern seiner Nullzins-Politik.

Was aber sollen Sie als Sparer tun, wenn Sparprodukte und Tages- bzw. Festgeld-Konten so gut wie keine Zinsen mehr bringen? Sind Anleihen eine Alternative? Eher nicht – v. a. keine Staatsanleihen.


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Denn die Renditen von Unternehmens-Anleihen und v. a. von Staatsanleihen mit hoher Bonität gehen ebenfalls gegen 0 oder landen sogar im Minusbereich.

„Generell führt die EZB-Geldpolitik dazu, dass Investoren mehr Risiko oder deutlich längere Laufzeiten in Kauf nehmen müssen, wenn sie noch Rendite erzielen wollen“, so Rainer Guntermann, Anleihe-Experte bei der Commerzbank.

Umgekehrt gilt: Sicherheit hat ihren Preis. Wer Anleihen von Staaten mit hoher Bonität kauft, bekommt kaum mehr Zinsen oder zahlt sogar eine Art Strafzins.

So ist es derzeit beispielsweise bei vielen halbwegs soliden Staatsanleihen mit Laufzeiten von unter 10 Jahren. Das gilt auch für die Bundesanleihen. Auch hier zahlen Sie drauf, wenn Sie dem Staat Geld leihen.

Sie zahlen quasi eine Prämie dafür, dass die vergleichsweise solventen Staaten wie Japan, Deutschland oder die Schweiz Ihr Geld für Sie aufbewahren – eine absolut verrückte Welt!

In einem freien marktwirtschaftlichen System wäre das undenkbar, aber im Zins-System herrscht eine Art Planwirtschaft.

Und wohin eine Planwirtschaft mittel- und langfristig führt, das durften wir in vielen sozialistisch geprägten Ländern beobachten.

An Aktien führt kein Weg vorbei

Daher kann mein Fazit auch in dieser Woche nur lauten: Wenn Sie als Anleger eine positive Rendite mit einem angemessenen Risiko wollen, führt für Sie an dividendenstarken Aktien kein Weg vorbei.

Bereits am vergangenen Freitag habe ich hier im Schlussgong geschrieben, dass die Börse kurzfristig zwar sicher keine Einbahnstraße ist (die Kurse also nicht nur steigen), doch auf lange Sicht darf der Aktienmarkt schon als eine Einbahnstraße bezeichnet werden.

Denn: Der deutsche Leitindex DAX brachte in den vergangenen 28 Jahren (seit der Gründung im Jahr 1988) eine jährliche Durchschnittsrendite von rund 8%.

Der Dow Jones, der wichtigste US-amerikanische Aktienindex, kommt inklusive Dividenden sogar über einen Zeitraum von mehr als 100 Jahren auf eine jährliche Durchschnittsrendite von rund 8%.

Geld, das Sie in einigen Wochen oder Monaten schon wieder benötigen (Autokauf, Immobilienkauf etc.), sollten Sie nicht in Aktien investieren.

Dafür sind die kurzfristigen Schwankungen zu groß. Hier müssen Sie in den sauren Apfel beißen und das Geld ohne Rendite sicher parken.

Wenn Sie jedoch freies Kapital haben, das über mehrere Jahre für Sie arbeiten soll und kann, dann sind dividendenstarke Aktien wie Nestle, Coca-Cola, Reckitt Benckiser, 3M, Roche und Co. für Sie die 1. Wahl.

3. Juni 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.

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