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Geldanlagen in Deutschland: ein Trauerspiel

Haben Sie Geldanlagen? Wie legen Sie Ihr Geld an? So wie der Durchschnitt der deutschen Bevölkerung? Oder doch etwas klüger?

Erschreckend sind die jüngsten Zahlen der Deutschen Bundesbank, die der Bankenverband zitiert. Von insgesamt 4.930 Milliarden Euro Geldvermögen:

  • liegen 1.868 Milliarden Euro und damit rund 38 Prozent auf Konten oder werden in Form von Bargeld gehalten,
  • werden rund 1.386 Milliarden Euro und damit rund 28 Prozent in Versicherungspolicen (Kapitallebens- und Rentenversicherungen u. ä.) investiert,
  • finden sich nur 587 Milliarden und damit etwa 12 Prozent in Investmentfonds,
  • werden etwa 403 Milliarden Euro und damit rund 8 Prozent in festverzinsliche Wertpapiere (zum Beispiel Staats- oder Unternehmensanleihen) gesteckt,
  • sind läppische 231 Milliarden Euro und damit etwa 5 Prozent in Aktien angelegt,
  • sind rund 457 Milliarden Euro und damit rund 9 Prozent in sonstiger Weise investiert.

Geldanlagen: Aktienquote erschreckend niedrig

Erschütternd niedrig ist die Aktienquote. Aktien sind keine Zockerpapiere – zumindest nicht, wenn man sie solide auswählt. Sondern sie sorgen für einen Werterhalt in Form von Sachvermögen.

Machen Sie sich klar: Alles Geld, das Sie vermeintlich „sicher“ auf Konten, in Versicherungen oder in Sparbriefen halten, schafft aktuell meist noch nicht einmal, seine Kaufkraft zu erhalten. Denn die Inflation frisst die mageren Zinsen auf – und nagt zugleich an der Substanz.

Zum Vergleich: Die besten Zinsangebote bei Tagesgeldkonten liegen aktuell laut FMH Finanzberatung bei etwa 1,5 Prozent. Betrachten Sie dagegen die Inflationsrate in Deutschland, genauer gesagt den Verbraucherpreisindex des Statistischen Bundesamtes.

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Im Juni dieses Jahres lag er bei 2,3 Prozent. Um so viel teurer ist also das Leben im Vergleich zum Juni 2010 geworden. Noch in keinem einzigen Monat dieses Jahres lag der Verbraucherpreisindex unter der (eigentlich als Höchstgrenze angestrebten) Marke von 2 Prozent.

Geldanlagen: Richtig investieren

Für kluge Sparer und Anleger gibt es daraus nur einen Schluss: Lassen Sie sich nicht von Ihrer Angst verleiten, in vermeintlich sichere, aber in Wirklichkeit defizitäre Geldanlagen zu investieren.

Einen Teil Ihres Geldes sollten Sie auf jeden Fall in Aktien oder Aktienfonds investieren. Denn langfristig sind die damit erzielbaren Renditen von rund 9 Prozent pro Jahr ein wirksamer Schutz vor der schleichenden Geldentwertung – und zugleich ein wichtiger Beitrag für Ihre Altersvorsorge.

Bevor Sie sich jetzt fragen, in welche Aktien Sie nun investieren sollen, hier ein Tipp: Regelmäßig gebe ich Anlageempfehlungen in meiner Publikation „Dr. Liemen Depotbrief“.

Dort können Sie sehen, welchen Aktien ich in Zukunft das größte Potenzial zutraue. Falls Sie sich also ein Aktiendepot aufbauen wollen – folgen Sie meinen Empfehlungen in diesem Newsletter.

7. Juli 2011

Von: Dr. Erhard Liemen. Über den Autor

Dr. Erhard Liemen ist Chefredakteur verschiedener, international renommierter Informationsdienste. Seit 1996 betreut er den angesehenen und erfolgreichen Dienst "Der Deutsche Wirtschaftsbrief".