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Gerry Weber-Aktie: Modekonzern treibt Expansion voran

Sie alle kennen bestimmt den Modekonzern Gerry Weber. Das Unternehmen wurde 1973 von Ralf Weber und Udo Hardieck in Halle (Westfalen) gegründet und zu einem der führenden Firmen für Damenoberbekleidung in Deutschland ausgebaut. Ralf Weber führt immer noch die Geschicke des Konzerns als Vorstand.

Zusammen halten die beiden Gründer weiterhin knapp 47% aller Aktien. Für die Anleger hat sich ein Investment mehr als gelohnt. Seit 2000 ging es um über 800% nach oben. Zwischenzeitlich waren sogar mal mehr als 1200% Gewinn drin.

Vorstand kauft unermüdlich Aktien

Der Aktienkurs von Gerry Weber konnte seit dem Jahresbeginn nicht mit dem positiven Verlauf des Aktienmarktes mithalten. Trotz Kursgewinnen zum Jahresstart notieren die Anteilsscheine mittlerweile rund 13% im Minus.

Die Kursschwäche wurde in der Zwischenzeit vom Vorstand Ralf Weber ausgenutzt. Seit Jahresbeginn investierte er über 4 Mio. Euro in das eigene Unternehmen. Mittlerweile hält Weber 29,10% aller ausstehenden Aktien.


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Rabattschlachten machen Gerry Weber zu schaffen

Die Rabattschlachten im Textilhandel haben Spuren in der Bilanz des Modekonzerns Gerry Weber hinterlassen. Trotz eines leichten Umsatzanstiegs um 1,1% auf 192,4 Mio. Euro musste der Modekonzern im ersten Quartal einen Gewinnrückgang auf 10,5 Mio. Euro (-9,1% ggü. Vorjahr) hinnehmen. Zudem belasteten höhere Abschreibungen wegen des Ausbaus der eigenen Ladenketten.

Dabei macht der Fokus auf das eigene Retailgeschäft durchaus Sinn. Hier liegen nicht nur die Margen höher. Auch beim Wachstum (+6,8%) konnten sich die eigenen Geschäfte zuletzt sehen lassen.

In den kommenden Monaten will der Konzern den Ausbau des eigenen Verkaufsgeschäfts weiter vorantreiben. Geplant ist der Markteintritt in Kanada. Außerdem prüft Gerry Weber die Eröffnung eigener Filialen in den USA.

Druck auf Hallhuber wird erhöht

Ende letzten Jahres wurde die Übernahme des Modelabels Hallhuber bekannt gegeben. Nun wird der Druck auf die übernommene Firma erhöht. Synergiepotenziale sollen genutzt und Refinanzierungskosten gesenkt werden.

Vor dem Hintergrund der deutlich vorteilhafteren Finanzierungsmöglichkeiten der Gerry Weber Gruppe hat Hallhuber ihre Anleihe zum Stichtag 18. Juni 2016 vorzeitig zu einem Kurs von 102 % gekündigt. Sie müssen wissen. Die alte Anleihe wurde mit 7,25% verzinst. Hier kann der Modekonzern also richtig einsparen.

Als Teil der Gerry Weber Gruppe soll Hallhuber künftig zusätzlich zu den eigenen Ressourcen auch auf die Vertriebs- und Expansionsstrukturen des Mutterkonzerns zurückgreifen. Ein durchaus kluger Schachzug, da die Gerry Weber-Marken in mehr als 60 Ländern weltweit vertrieben werden. Alleine in 15 Ländern über eigene Verkaufsflächen.

In 2014 kam Hallhuber auf knapp 140 Mio. Euro Umsatz. Die Margen liegen allerdings noch unter dem Niveau der Muttergesellschaft.

Zukäufe weiter gesucht

Mit Hallhuber könnte Gerry Weber bald die Milliarden-Marke beim Umsatz knacken. Doch damit nicht genug. Der Modekonzern will seine Fühler noch mehr ins Ausland ausstrecken. Dabei hält Ralf Weber nach passenden Unternehmen a la Hallhuber Ausschau.

Beim aktuellen Kurs liegt der Börsenwert von Gerry Weber bei 1,3 Mrd. Euro. Anleger müssen also derzeit das 17-fache der erwarteten Gewinne bezahlen. Vorerst belastet die Expansion noch die Margen. In der Vergangenheit war das Management ein Garant für profitables Wachstum. Ob der Erfolg wiederholbar ist, werden die nächsten Quartale zeigen.

11. Mai 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

Richard Mühlhoff analysiert die realen Anlageentscheidungen der weltbesten Investoren, wie etwa Warren Buffett oder David Tepper. Die kollektive Intelligenz dieser ausgemachten Top-Investoren ist das Erfolgsgeheimnis des Börsendiensts „Investment-Elite“.

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