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Gerüchte bestätigt: Verizon übernimmt Yahoo-Kerngeschäft

Am vergangenen Freitag kursierten Gerüchte am Markt, dass der US-Telekom-Riese Verizon den Bieterkampf um den Internetdienstleister Yahoo gewonnen hat. Der von vielen Analysten als Favorit gehandelte Konzern solle für das Yahoo-Stammgeschäft knapp 5 Mrd. Dollar auf den Tisch gelegt haben.

Heute Morgen dann die offizielle Bestätigung: Die Gerüchte stimmen, der Preis liegt bei 4,83 Mrd. Dollar in bar. Verizon übernimmt dafür natürlich nicht den kompletten Yahoo-Konzern – der ist inkl. Cash über 40 Mrd. Dollar wert – sondern bekommt „nur“ das operative Internetgeschäft sowie einige Patente und Immobilien.

Verkaufspreis sehr nah am Schätzpreis

Der Preist liegt in etwa auf der Höhe vorheriger Schätzungen. Yahoo verkauft in einer separaten Auktion noch mehrere Tausend Patente, deren Wert auf 1 Mrd. Dollar geschätzt wird.

Erhält das Unternehmen auch dort den angestrebten Preis, wird der bereits im Februar von Analysten ins Spiel gebrachte Gesamtwert der zum Verkauf stehenden Teile von 6 Mrd. Dollar in etwa erreicht.


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Yahoo-Aktie etwas leichter

An der Börse sorgte die offizielle Ankündigung heute nicht mehr für allzu große Kursreaktionen, nachdem die Gerüchte am Freitag bereits als sehr glaubwürdig eingestuft wurden.

In einem schwächeren New Yorker Handel verliert die Yahoo-Aktie am Morgen rund 1,3%. Frei nach dem Motto „buy the rumor – sell the fact“ scheinen sich einige Spekulanten, die vielleicht auf einen höheren Erlös spekuliert haben, sich aus der Aktie zu verabschieden.

Zukunft von Yahoo-Chefin Mayer ungewiss

Verizon will Yahoos Geschäft mit dem Angebot von AOL verbinden. 2015 kaufte der Telekom-Riese AOL für 4,4 Mrd. Dollar. Jetzt sollen die beiden Einheiten zusammengeführt werden, um den übermächtigen Konkurrenten Facebook und Google Paroli zu bieten. Durch den Deal steigt die monatliche Nutzerzahl um mehr als das Dreifache.

Der Zusammenschluss soll daneben auch eine Menge Synergien mit sich bringen. Verizon hat das noch nicht näher beziffert, doch die Kostenreduzierung ist einer der wichtigsten Hebel bei dem Deal.

Das bedeutet wie so oft bei Übernahmen auch Personalabbau. Fraglich ist in dem Zusammenhang auch, wer von der Yahoo-Spitze bleiben kann. Gerüchteweise soll Verizon ohne die Yahoo-Chefin Marissa Mayer planen, die selbst allerdings davon ausgeht, an Bord bleiben zu können.

Sollte sie nicht bleiben können, wird ihr der Weggang wenigstens mit 50 Mio. Dollar versüßt.

Es hätte alles anders kommen können…

Vom einstiegen Internetpionier Yahoo bleibt nur noch eine Holding-Gesellschaft zurück, deren Wert sich an den Aktienkursen der chinesischen Alibaba und der japanischen Yahoo ablesen lässt.

Das ist der Preis dafür, dass in der Vergangenheit mehrere Trends verpasst wurden – und vor allem Chancen liegen gelassen wurden.

Die größte Chance wurde wohl 1998 verpasst. Die Google-Gründer Larry Page und Sergey Brin waren auf der Suche nach Investoren für ihre neu entwickelte Suchmaschine – (oder einem Käufer) und traten unter anderem an Yahoo heran. Die damalige Unternehmensführung war allerdings nicht an einem Deal interessiert.

Wer hätte gedacht, dass es 18 Jahre später einen Zusammenschluss von Yahoo und AOL erfordern würde, um Google auch nur ansatzweise Konkurrenz machen zu können? Hätte Yahoo damals zugegriffen, wäre einiges anders gelaufen….

25. Juli 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Jens Gravenkötter. Über den Autor

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