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GfK-Aktie: Konsumforscher streicht Prognose zusammen und schickt Aktienkurs kräftig in den Keller

Das hat richtig weh getan: Denn der Nürnberg Marktforschungs-Konzern GfK verschreckte seine Aktionäre mit einer erneuten Gewinn-Warnung.

Die Reaktion der Anleger war eindeutig. Mit einem Tages-Minus von über 18% am vergangenen Freitag war die schöne Kurserholung der vergangenen Monate erst einmal passe.

Weltweit führendes Marktforschungs-Unternehmen

Aber bevor ich Ihnen die Details der Gewinn-Warnung analysiere, stelle ich Ihnen das Unternehmen vor. Die GfK SE ist das größte deutsche Marktforschungs-Institut.

Weltweit ist der Konzern die Nr. 5 der Branche und im mehrheitlichen Besitzt des GfK-Vereins (56,5% aller Aktien). Das Unternehmen erhebt u. a. die Einschalt-Quoten für das Fernsehen in der Bundesrepublik Deutschland.

Dabei untersucht GfK v. a. die Wirkung von Fernsehwerbung und simuliert die Neueinführung von Produkten. Vom Kozern wird u. a. aber auch der GfK-Konsumklima-Index errechnet.

Ehemaliger Bundeskanzler Ludwig Erhard ist Gründungs-Mitglied

Bei GfK handelt es sich übrigens um einen wahren Traditions-Konzern.

Der Verein wurde von Hochschul-Lehrern, darunter auch dem späteren deutschen Wirtschaftsminister und Bundeskanzler Ludwig Erhard, gegründet. Das Konzept wurde vom Mitbegründer Wilhelm Vershofen gestaltet.


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1984 wurden die kommerziellen Aktivitäten ausgegliedert und im  September 1999 vollzog die GfK AG ihren Börsengang. Heute hat der Konzern einen Marktwert von über 1 Mrd. €.

GfK kämpft mit rückläufiger Marge

Mit den Marktforschungs-Aktivitäten setzte der Konzern im vergangenen Geschäftsjahr immerhin 1,54 Mrd. € um. Beim Gewinn erzielte GfK aber „nur“ 37 Mio. €, was einer Gewinn-Spanne von gerade einmal 2,38% entspricht.

Für Sie zum Vergleich: Bis zum Jahr 2011 erreichte das Unternehmen regelmäßig eine Gewinn-Marge von über 6%, im Jahr 2008 wurde sogar ein Rekordwert von 9,26% erzielt.

Von den Glanzzeiten der Vergangenheit sind die Nürnberger also meilenweit entfernt.

Gewinnziel wird deutlich eingedampft

Nach den vorläufigen Zahlen für das 1. Halbjahr rudert die Firma jetzt auch bei den Jahreszielen deutlich zurück:

Nach einem Umsatz-Rückgang von 1,5% fiel auch die operative Marge um 1,3% schwächer aus als im vergleichbaren Vorjahres-Zeitraum.

Infolge eines unerwartet schwachen Auftrags-Eingangs für bestimmte Forschungs-Arbeiten hat GfK 139 Mio. € auf Firmenwerte abschreiben müssen.

Noch ärgerlicher aber war die Prognose der Konzern-Führung. Angesichts rückläufiger Erlöse und gesunkener Profitabilität sei die bisher angepeilte deutliche Verbesserung der Umsatz-Rendite nicht mehr wahrscheinlich.

Ursprünglich wollte Firmenchef Matthias Hartmann hier noch einen deutlichen Zahn zulegen. Auch beim Wachstum zeigt sich der Manager wesentlich zurückhaltender und sieht es als unwahrscheinlich an, dass GfK stärker als der Markt wächst.

Vertrauen verspielt – GfK ist in der Bringschuld

Nach der neuen Prognose hat der Konzern das Vertrauen der Anleger erst einmal verspielt.

Immerhin hatten die Aktionäre den Kurs vor dem Kursabsturz von unter 26 € auf über 37 € nach oben getrieben in der Hoffnung, dass die operative Trendwende erreicht worden ist.

Zuletzt sendete der Konzern mit einer Nachricht zu seinen Brasilien-Aktivitäten positive Signale. Dort erfasst GfK Informationen über die Fernseh-Nutzung von rund 6.500 Haushalten aus allen Bevölkerungs-Schichten.

Zusätzlich zu den Daten bietet GfK eine Software-Lösung an, mit der TV-Stationen und Werbetreibende Programme und TV-Spots analysieren und steuern können.

Das System ermöglicht zudem die Prognose von Zuschauer-Zahlen und eine zielgruppenspezifische Steuerung von Werbekampagnen.

Diese Vorfreude war offenbar verfrüht. Jetzt geht es um Schadensbegrenzung. Für deutlich höhere Kurse muss der Marktforscher jetzt zeigen, dass er aus seiner aussichtsreichen Position auch ordentlich Profite erzielen kann.

9. August 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

Richard Mühlhoff analysiert die realen Anlageentscheidungen der weltbesten Investoren, wie etwa Warren Buffett oder David Tepper. Die kollektive Intelligenz dieser ausgemachten Top-Investoren ist das Erfolgsgeheimnis des Börsendiensts „Investment-Elite“.

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