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GFT-Technologies: Software-Aktie kommt nach Brexit nicht mehr auf die Beine

So kann es an der Börse gehen. Viele Aktien haben in atemberaubender Geschwindigkeit nach dem EU-Referendum ihre Kursdellen wieder ausgebügelt.

Nicht so die Papiere des deutschen Software-Unternehmens GFT Technologies: Hier stehen weiter Verluste von über 15% auf der Uhr. Seit Jahresbeginn summiert sich der Kursrückgang auf über 40%.

Woran liegt der Stimmungswandel? Immerhin gehörte die Aktie bis Ende 2015 mit einem Kurszuwachs von über 700% in nur 5 Jahren zu einem der beliebtesten Titel auf dem deutschen Kurszettel.

Software für Banken schreckt Anleger ab

Die Ursachen-Findung für den heftigen Kursverlust ist bei GFT schnell gefunden. Der Konzern bietet als Dienstleister im IT-Umfeld ein breites Leistungs-Spektrum der kundenspezifischen Software-Entwicklung.

Dazu gehört die Beratung bis hin zur System-Integration, die Entwicklung, die Integration und Wartung von IT-Lösungen. Was wenig spektakulär klingt, hat aber eine besondere Tragweite.

Denn GF bedient v. a. Banken und Versicherungen mit seinen Software-Lösungen. In diesem Sektor verfügt GFT über hohes Projekt-Know-How und umfassende Kenntnisse der Geschäfts-Prozesse.

Größter Kunde ist mit Abstand die Deutsche Bank, die bis vor einigen Jahren auch noch mit 25% an dem Unternehmen beteiligt war.


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Hohe wiederkehrende Erlöse

Der Fokus auf die Finanz-Industrie hat dazu geführt, dass sich die Anleger nicht mehr an die Aktie herantrauen. Ist dies gerechtfertigt? Die Positionierung von GFT ist dabei gar nicht mal schlecht.

Aufgrund des langjährigen Track Records als verlässlicher IT-Partner im Finanzdienstleistungs-Sektor (ca. 2/3 der Umsätze) wird GFT trotz verhältnismäßig geringer Unternehmensgröße als Branchen-Experte wahrgenommen.

Durch den Fokus auf Core Banking-Applikationen erreicht GFT eine hohe Kundenbindung. Quasi-wiederkehrende Umsätze tragen ca. 2/3 zum Umsatz bei.

Zugleich hat sich der deutsche Software-Entwickler hohe Markteintritts-Barrieren geschaffen. Die Kenntnis der Software-Schnittstellen des Kunden schützt vor einem schnellen Anbieter-Wechsel.

Beeindruckendes Wachstum

Seit 2005 kletterten die Erlöse um fast 200% auf zuletzt 373,5 Mio. €. Aus einem Verlust von 51,8 Mio. € wurde ein Gewinn von 25,3 Mio. €. Dabei profitierte GFT von den stetig steigenden Software-Ausgaben in der Finanz-Industrie.

Besonders nach der Finanzkrise stiegen die Aufwendungen für die Banken, nicht zuletzt auf Grund der gestiegenen Regulierung, deutlich an. Doch wie geht es nach dem negativen EU-Referendum weiter?

Trotz Brexit müssen Banken in IT investieren

Eines ist klar: Im Moment dürfte die Stimmung deutlich schlechter sein als die Lage.

Ein Großteil des Umsatzes, der in Großbritannien generiert wird, resultiert aus der Wartung bestehender Lösungen und der Regulierung. Da Banken an regulatorische Fristen gebunden sind, gibt es wenig Raum, IT-Ausgaben zu verschieben.

Nach dem Brexit müssen die britischen Banken entweder w regulatorischen Rahmenbedingungen folgen (europäische und eine möglicherweise abweichende britische Regulierung) oder die UK-Regelung wird die EU-Regelung nachahmen.

In beiden Szenarios werden die Geschäfts-Aussichten von GFT zumindest gleich bleiben. Negative Überraschungen sollten auf kurze Sicht ohnehin überschaubar sein.

Der Auftrags-Bestand und die Pipeline des Unternehmens bieten eine Visibilität von ca. 90% für den restlichen Jahresverlauf. Zugleich dürfte ein Teil der bei Investment-Banken reduzierten Umsätze von sogenannten Retail-Banken aufgefangen werden.

Insider glauben an das Unternehmen

Zumindest die Vorstände scheinen an das Unternehmen zu glauben.

Denn mit Ulrich Dietz und Marika Lulay haben gleich 2 der Top-Manager nach den starken Kursverlusten ihre Positionen aufgestockt: Zusammen kauften die Vorstände bei Kursen um die 19 € Aktien im Gegenwert von knapp 425.000 €.

Analysten gehen von einem Gewinn von 1 € je Aktie in diesem Jahr aus. Damit hat sich auch die Bewertung wieder etwas relativiert. Aktuell wird die Software-Firma mit dem 18-Fachen der Gewinne für 2016 bewertet, zum Jahresbeginn lag der Wert bei deutlich über 30.

25. Juli 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rene König. Über den Autor

Chefanalyst Rene König ist Experte für Aktien. Sein Fokus liegt auf der Analyse wegweisender Robotik-Unternehmen, die sich durch stabile Geschäftsmodelle und planbare Rendite auszeichnen.

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