Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Gigaset-Aktie: Telefonhersteller steckt mitten in der Transformation fest

Sie kennen bestimmt die ehemalige Siemens-Tochter Gigaset. Immerhin ist das Unternehmen mit seinen DECT-Telefonen Marktführer in Europa. Mit der Aktie hatten Anleger in den letzten Jahren aber alles andere als Freude.

Der Kurs kollabierte von 4,50 Euro in 2011 auf unter 0,70 Euro in 2014. Trotz der jüngsten Stabilisierung notiert der Wert immer noch auf Pennystock-Niveau.

Woher rührt der starke Kursverfall? Was bringt die neue Strategie? Ist ein Turnaround in den aktuellen Zahlen bereits sichtbar?

Strukturwandel im Kerngeschäft bringt Gigaset in Zugzwang

Das Trauerspiel im Aktienkurs hat einen handfesten Grund. Denn das Kerngeschäft von Gigaset ist unter Druck. Der Markt für Schnurlostelefone ist seit Jahren rückläufig. Gigaset gilt als Premium-Hersteller mit Preisen, die etwa 25% über denen der Konkurrenz liegen.


Gratis Studie: Die Zukunft Ihres Depots?....

  • China Mobile (China), größter Mobilfunkanbieter weltweit
  • Vale (Brasilien), größter Eisenerzlieferant der Welt
  • Novo Nordisk (Dänemark), führender Hersteller Insulin der Welt
  • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
  • Burberry Group (England), führender Luxushersteller der Welt
  • Harley Davidson (USA), legendärster Motorradhersteller der Welt

Hier erfahren wo sich der Einstieg noch lohnt ➜


Nach Umsatz hat Gigaset Europaweit einen Marktanteil von 35%. Damit ließ sich jahrelang hervorragend Geld verdienen. Doch das Umfeld wandelt sich. Auf Grund der zunehmenden Verbreitung von Smartphones verlieren die klassischen Schnurlostelefone immer mehr an Bedeutung.

Chinesischer Investor finanziert Einstieg ins Smartphone-Geschäft

Auf Grund der Probleme im Kerngeschäft hat Gigaset eine Neuausrichtung beschlossen. Hierfür hat sich der mit hohen Verlusten kämpfende Telefonhersteller den asiatischen Milliardär Pan Sutong aus Hongkong mit ins Boot geholt. Sutong hält mittlerweile 75% aller Gigaset-Aktien.

Nun will die Gesellschaft als erster deutscher Hersteller ins Smartphone-Geschäft einsteigen. Der Hintergrund ist einfach. In 2014 wurden gerade einmal 60 Mio. Schnurlostelefone verkauft.

Die Zahl der abgesetzten Smartphones lag bei 1 Mrd. Geräte. Die jährlichen Wachstumsraten betragen 13%, während der Schnurlosmarkt zweistellig sinkt.

Zusätzlich setzt die Firma auf die Bereiche Heimvernetzung und Tablets.  Damit sollen Kunden zukünftig ihr zu Hause per Smartphone steuern können. Ob Sicherheitslösungen oder Energiesparen. Die Einsatzbereiche sind groß. Auch mit Tablets versucht der Konzern, dem Umsatzschwund im Telefonsegment entgegenzuwirken.

Geschäftszahlen zeigen noch keine Besserung

Im letzten Geschäftsjahr erzielte Gigaset einen Umsatz von 326,1 Mio. Euro. Damit lag die Firma deutlich unter dem Vorjahresniveau (371 Mio. Euro). Vor einigen Jahren wurde noch locker über 500 Mio. Euro Umsatz eingefahren. Die Konzernführung argumentiert mit hohen Investitionen in die neuen Geschäftsfelder.

Einen kleinen Lichtblick liefert die EBITDA-Marge, die im Jahresvergleich von 3% auf 5,4% gesteigert werden konnte. Unterm Strich verbrannte der Konzern aber immer noch 16,6 Mio. Euro.

Ausblick der Konzernführung verhalten optimistisch

Für das aktuelle Jahr sieht der Vorstand Charles Fränkle eine Abschwächung des Rückgangs im ehemaligen Kerngeschäft. Trotz ordentlichen Zuwächsen in den neuen Geschäftsbereichen soll aber der wichtige Free Cash Flow weiter negativ sein. Der Markteintritt verschlingt erstmal richtig Geld.

Fazit

Gigaset hat noch einen weiten Weg vor sich. Bei einer Eigenkapitalquote von 16,4% und dem chinesischen Milliardär im Rücken scheint die Finanzierung zwar vorerst gesichert. Ob dem Konzern der profitable Einstieg in den Smartphone-Markt gelingt, ist aber mehr als fraglich.

Denn die dominierenden Player sind deutlich größer und finanzkräftiger als Gigaset. Der technologische Wandel fordert dauerhaft hohe Ressourcen. Ob Gigaset diese aus dem laufenden Geschäftsbetrieb erwirtschaften kann, muss sich erst noch zeigen.

13. April 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

Richard Mühlhoff analysiert die realen Anlageentscheidungen der weltbesten Investoren, wie etwa Warren Buffett oder David Tepper. Die kollektive Intelligenz dieser ausgemachten Top-Investoren ist das Erfolgsgeheimnis des Börsendiensts „Investment-Elite“.

Regelmäßig Informationen über Marktanalysen erhalten — kostenlos!
Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig die neusten Informationen von Richard Mühlhoff. Über 344.000 Leser können nicht irren.
Ihre E-Mail-Adresse wird nicht an Dritte weitergegeben!

10 Dividendenaktien, deren Dividende IMMER steigt