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Gilead Sciences: Der Geheimtipp in der Krise

Gilead erscheint neben Johnson & Johnson, Nestlé und McDonalds als Krisenflucht-Aktie zunächst eher unpassend.

Allerdings zählt der Biotech-Konzern auch im branchenübergreifenden Vergleich zu den erfolgreichsten und beständigsten Wachstumsunternehmen. Selbst in der Krise 2008/2009 wurde der Umsatz um 31,4% und der Gewinn um 31,1% gesteigert.

Die Basis für die krisenbeständige Geschäftsentwicklung bilden die beiden HIV-Mittel Atripla und Truvada. Für die starke Wachstumsdynamik sind aber die jüngeren Medikamente verantwortlich.

Forschungserfolge sorgen für den Durchbruch im Kampf gegen HIV …

Für den langfristigen Erfolg investiert Gilead in seine interne Forschungs- und Entwicklungsarbeit. Die Erfolge sprechen für sich. In der HIV-Bekämpfung zählt das neue Medikament Stribild zu den wichtigsten Wachstumstreibern.

Die Einnahmen haben sich in den ersten 9 Monaten fast verdreifacht. Weitere Wachstumsimpulse liefern die AIDSMittel Complera/Eviplera, die ein Umsatzplus von 61% auf 881 Mio. $ erwirtschaftet haben.

… und Hepatitis C

Der wichtigste Durchbruch ist Gilead aber in der Bekämpfung von Hepatitis C gelungen. Sovaldi gilt als neues Wundermittel und kann deshalb Höchstpreise am Markt erzielen. In Deutschland werden pro Tablette über 700 € verlangt.

Seit Markteinführung im Frühjahr 2014 hat das Mittel rund 8,5 Mrd. $ in die Kassen gespült. Der hohe Preis hat eine kontroverse, aber nicht geschäftsschädigende Gesellschaftsdebatte ausgelöst.


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Neben den Erfolgen musste Gilead aber auch eine bittere Pille schlucken. Der Bio-Pharma-Konkurrent Abb- Vie hat sich in der zweiten Jahreshälfte ein neues Medikament gegen Hepatitis C patentieren lassen, das in Sachen Qualität und Leistung Sovaldi in nichts nachsteht.

Allerdings soll die Tablette deutlich preiswerter angeboten werden. Zum Verdruss von Gilead hat sich der renommierte Pharmavertriebs- Dienstleister Express Scripts dazu verpflichtet, ausschließlich die Hepatitis-Mittel von AbbVie zu vertreiben.

Kurseinbruch beruht auf falschen Angstvorstellungen

Die Neuigkeiten sorgten an der Börse für einen Kurseinbruch von rund 20%. Dabei ist überhaupt noch nicht geklärt, ob sich die Kooperation zwischen AbbVie und Express Scripts überhaupt negativ auf die Umsatzentwicklung von Gilead auswirken wird, denn Gilead hat bereits vorgesorgt und langfristige Abnahmeverpflichtungen mit seinen Vertriebspartnern vereinbart.

Doch selbst wenn sich die Umsatzdynamik im Hepatitis-Geschäft etwas verlangsamen wird, überzeugt uns Gilead mit seinem starken HIV-Geschäft und den fundamentalen Qualitätskriterien. Der Kursrückgang bietet die ideale Einstiegsgelegenheit in ein krisenresistentes Top-Unternehmen.

Die jüngste Geschäftsentwicklung …

In den ersten 9 Monaten hat Gilead den Umsatz auf 17,6 Mrd. $ mehr als verdoppelt und den Gewinn auf 8,6 Mrd $ vervierfacht. Die Prognose für das Gesamtjahr wurde angehoben.

Die Aussichten sind trotz des gestiegenen Konkurrenzdrucks im Hepatitis- Geschäft positiv. Gilead verfügt über ein exzellentes Markenimage und eine starke Marktstellung. Selbst einen schweren Konkurrenzkampf würde Gilead problemlos bewältigen können.

… bestätigt unsere messbaren Qualitätskriterien

Unseren Krisencheck hat Gilead mit Bravour gemeistert. Mit einer Umsatzrendite von 45% wird die operative Stärke besonders deutlich.

Selbst eine Kostenerhöhung, eine Verschlechterung am Rohstoffmarkt oder eine harte Preisschlacht mit AbbVie können dem Biotech-Riesen kaum gefährlich werden. Auch bilanziell überzeugt Gilead. Die Eigenkapitalquote beträgt 48% und die Rendite auf das Eigenkapital liegt bei 62%.

Gilead besitzt ein gutes Management und erzielt ohne Aufnahme hoher Kredite überdurchschnittliche wirtschaftliche Erträge. Ein weiteres Indiz für die Krisenbeständigkeit eines Unternehmens ist die Cashflow-Marge, also der prozentuale Anteil der Finanzmittel am Umsatz.

Aufgrund der wechselnden Höhe von Forschungsausgaben unterliegt auch die Cashflow-Marge hohen Schwankungen. In der Langfristbetrachtung verläuft diese aber positiv und liegt immer auf einem überdurchschnittlichen Niveau.

Neben der Casflow-Marge ist auch die Höhe der Sachinvestitionen für die Krisenbeständigkeit eines Unternehmens entscheidend, denn hohe Ausgaben für Maschinen und Anlagen können in Krisenzeiten die operative Geschäftsentwicklung enorm belasten.

Bei Gilead spielen Sachinvestitionen aber eine untergeordnete Rolle. Viel wichtiger sind die Forschungsarbeiten, um neue Medikamente zu entwickeln und am Markt zu platzieren. Damit ist auch das letzte Kriterium des Krisenchecks erfüllt.

Das Geschäftsmodell auf dem Prüfstand

Gileads wichtigste Kernkompetenz ist die Forschungs- und Entwicklungsarbeit. Die Patentierung von neuen Medikamenten ist eine rechtliche Markteintrittsbarriere und kann die langfristige Erfolgsdynamik sicherstellen.

Gleichzeitig profitiert Gilead von seinem exzellenten Markenimage. Die Erfolge der älteren Produkte schaffen das nötige Vertrauen in neue Medikamente.

Dabei können nahezu alle Preisvorstellungen verwirklicht werden. Selbst gesetzliche Einschränkungen bei der Preisgestaltung können durch intransparente Kostenstrukturen in der Entwicklung von Medikamenten umgangen werden. In der Branche ist dies üblich.

21. Januar 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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