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Gilead Sciences: Ist die Party schon vorbei?

Als Anleger steht man immer wieder vor der Frage, ob ein Unternehmen, das für seine Erfolge bereits euphorisch gefeiert wurde, damit seinen Zenit bereits überschritten hat – oder ob die Party weitergeht.

Geteilte Meinungen hierzu gibt es derzeit auch mit Blick auf Gilead Sciences.

Die Aktie des Biotech-Unternehmens aus den USA ist nach schwacher Performance in den letzten Monaten mittlerweile ziemlich günstig zu haben.

Gerade einmal 78 € oder 86 Dollar kostete der Anteilsschein zuletzt – und damit rund 25% weniger als noch vor 1 Jahr, als man dafür noch knapp 110 € oder 120 Dollar auf den Tisch legen musste.

Allein seit Jahresbeginn summiert sich der Kursverlust inzwischen auf gut 17%.

Konkurrenz schwächt Gilead

Der Grund dafür liegt auf der Hand:


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Im Vorjahr wurde Gilead an der Börse ausgiebig gefeiert für seine Erfolge mit den Blockbuster-Medikamenten Sovaldi und Harvoni, die zur Behandlung von Hepatitis-C eingesetzt werden und dem Unternehmen die Marktführerschaft in diesem Segment bescherten.

Inzwischen aber haben verschiedene Krankenkassen den Zugang zu diesen Medikamenten eingeschränkt. Außerdem wird auch die Konkurrenz zunehmend aktiv:

Sowohl Merck als auch AbbVie haben sich mit alternativen Präparaten platziert und zwingen Gilead zu deutlichen Preisnachlässen am US-amerikanischen Markt.

Diese Kombination führte zuletzt zu rückläufigen Umsätzen. Im Vergleich zum Vorjahres-Zeitraum brach etwa der Umsatz mit Harvoni in den USA im 1. Quartal des laufenden Jahres um mehr als 50% ein auf 1,4 Mrd. US-Dollar.

Ist die Party schon vorbei?

Sind die Zeiten des rosigen Wachstums also schon wieder vorbei? – Nicht unbedingt.

Denn auch wenn das Potenzial von Sovaldi und Harvoni weitgehend ausgeschöpft scheint und die Umsätze wohl erst einmal nicht mehr in die Sphären vordringen werden, die sie kurz nach der Markteinführung erreicht haben: Gilead hat noch mehr zu bieten.

Vor den Hepatitis-Blockbustern war die Firma v. a. bekannt für ihre Medikamente zur HIV-Behandlung. Inzwischen wagt man sich jedoch auch auf neue Wege und forscht sowohl an Autoimmun-Erkrankungen als auch im Bereich der Onkologie.

Die Pipeline ist prall gefüllt, wenn auch bislang noch kein weiterer Kassenschlager identifiziert werden konnte.

Viele Medikamente stecken noch in den frühen Entwicklungsphasen, kurzfristig ist kein Durchbruch zu erwarten. Auf lange Sicht aber stehen die Chancen nicht schlecht, dass in den kommenden Jahren wieder Erfolgsmeldungen dabei sind.

Leisten kann man sich die Forschung und Entwicklung allemal, Gilead hat satte Reserven. Notfalls würden diese auch ausreichen, um ein vielversprechendes Konkurrenz-Produkt aufzukaufen und damit die eigenen Umsatz-Zahlen wieder anzukurbeln.

Für einen Abgesang auf den Star der Biotech-Branche aus dem Vorjahr ist es also definitiv noch zu früh. Das sehen übrigens auch die Analysten so: Sie bescheinigten der Gilead Aktie zuletzt ein Kurspotenzial auf über 100 US-Dollar.

2016-07-13 Gilead Sciences

15. Juli 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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