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Gold: Der Goldzins in der Türkei und seine Folgen

Ein spektakulärer Plan aus der Türkei rüttelt auch unsere Gemüter erneut auf:

Gold soll demnach sogar verzinst werden.

Das heißt für private Investoren: Wer sein Gold zur Bank bringt, erhält Zinsen ebenso wie für ganz normales Geld.

Damit möchten die Türken allerdings nicht nur den Sparwillen ihres Volkes belohnen, sondern aus unserer Sicht ganz andere Entwicklungen vorbereiten.

Denn: Gold wird inzwischen fast weltweit zur neuen Ersatzwährung, wenn es nach dem Verhalten der Investoren und Konsumenten sowie teilweise auch nach den staatlichen Vorgaben geht.


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Denn in den USA können Bürger inzwischen ihre Steuerschuld in Gold zahlen, wenn sie etwa in Utah wohnen.

Entscheidend: Kontrolle über Geld

Dies aber ist nicht nur der besonderen Attraktivität des gelben Edelmetalls geschuldet. Dabei geht es vor allem um die Kontrolle, die ein Staat über die eigene Landeswährung behalten möchte.

Wer das Geld hat, hat die Macht; das zeigt die Geschichte immer wieder. Über staatliche Ausgaben und Gelddruck-Programme jedoch gewinnen die Regierungen weltweit immer wieder aufs Neue die Herrschaft über wirtschaftliche Vorgänge.

Umgekehrt könnten Staaten somit auf die Idee kommen, Gold in den Händen privater Haushalte zu verbieten; die USA in den 30er-Jahren haben es vorgemacht.

Heimliche Form des Verbots

Ein Zins, wie ihn die Türkei jetzt wohl anbieten möchte, ist demgegenüber die heimliche Form des Verbotes. Zumindest sind die Folgen dieselben:

Geben die Menschen ihren Goldbestand erst einmal bei Banken ab, gewinnt die Regierung a) die Übersicht über den tatsächlichen Goldbesitz und b) kann sie im Zweifel versuchen, Zugriff auf das Edelmetall zu erhalten.

  • Hierin sehen wir einen Vorteil der Verzinsung von Gold.
  • Zugleich aber erhöhen die Banken auf diese Weise ihr hinterlegtes Eigenkapital. Damit können sie mehr Geld als Kredit herausgeben (ansonsten gilt eine Mindesteinlage an tatsächlichem „Geld“).
  • Entsprechend mehr Geld kommt in die Wirtschaft und kurbelt, so die Hoffnung der Regierenden, auch das wirtschaftliche Wachstum am Bosporus nachhaltig an.

Die Gefahr allerdings sehen wir darin, dass die Kontrolle über das Gold nicht nur in der Türkei, sondern künftig auch in anderen Ländern zum politischen Programm werden wird.

Das wird sich in Zinsangeboten wie hier niederschlagen, aber auch – möglicherweise – in direkten Goldverboten.

GeVestor meint

Dagegen können Sie sich nicht direkt schützen, da im Zweifel der Staat die Rechtshoheit hat. Für ganz Vorsichtige bieten sich allerdings Gold-Lagerstätten im – benachbarten – Ausland an.

Noch sehen wir in Deutschland überhaupt keinen Anlass, an ein Goldverbot zu denken, „noch“ müssen hier jedoch betonen.

Aber: Wer sich und sein Vermögen schützen will, legt zumindest am besten in physischem Gold an.

4. Mai 2012

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Jan Aalto
Von: Jan Aalto. Über den Autor

Jan Aalto ist der Experte für Wirtschaft und Geldanlage.

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