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Gold: Epochale Trends und ihre Eigenschaften

Epochale Trends haben einige sehr angenehme Eigenschaften. Wenn sie dann einmal zu Ende gehen, entwickeln sie indes auch einige sehr unangenehme Eigenschaften. Privatanleger haben mit beiden Seiten so ihre Schwierigkeiten.

Eine angenehme Eigenschaft ist, dass epochale Trends sehr viel weiter laufen, als die große Masse der Investoren dies erwartet. Allerdings steigen viele Privatanleger aus solch epochalen Trends meist schon frühzeitig aus, weil sie diesen bereits für ausgereizt halten.

Und so freuen sie sich anfangs noch über die feinen realisierten Gewinne und glauben, „diesmal alles richtig gemacht zu haben“. Doch schon wenig später ärgern sie sich über ihren Ausstieg. Und das umso mehr, je länger der Trend noch anhält.

So ist es schon beinahe die Regel, dass private Investoren genau dann wieder in einen epochalen Trend einsteigen, wenn dessen Ende kurz bevorsteht. Nur um dann ungläubig zuzuschauen, wie sich dieser Trend plötzlich umkehrt.

Und damit kommen wir dann zu einer unangenehmen Eigenschaft: Die Gegenbewegung zu dem vorausgegangenen epochalen Trend dauert nämlich ebenfalls viel länger an, als es sich die meisten Privatanleger vorstellen mögen.

Dazu ein Beispiel: Die Internet-Hausse begann bereits früh, nämlich im Jahr 1992. Sie endete als Blase im Jahr 2000. Und die Korrektur dieses epochalen Trends endete erst im März des Jahres 2003.

Somit wurden rund acht Jahre unaufhaltsamer Aufstieg innerhalb von drei Jahren korrigiert. Falls Sie schon in jener Zeit als Investor aktiv waren, dann werden Sie sich am besten daran erinnern können, wie Sie damals am Aktienmarkt agiert haben.

Epochaler Gold-Trends

Der epochale Trend, um den es heute geht, betrifft Gold.

Der Goldpreis begann seinen phänomenalen Aufstieg im Jahr 2001. Sein vermutliches Ende hat er im August des Jahres 2011 gefunden.


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Somit stehen zehn Jahren Aufwärtstrend bislang erst zwei Jahre Abwärtsbewegung gegenüber. Ich überlasse Ihnen den Vergleich mit den Dimensionen der Internet-Hausse.

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Gold: Epochaler Aufwärtstrend ist seit August 2011 beendet

Wie Sie im obigen Chart sehen, bewegt sich der Goldpreis seit seinem historischen Hoch im August 2011 überwiegend abwärts. Seit November 2012 hat sich dieser Abwärtstrend noch einmal beschleunigt (gestrichelter roter Trend-Kanal).

Im Juni dieses Jahres wurde der seit 2005 bestehende Aufwärtstrend nach unten durchbrochen (grüne Linie).

Damit nähert sich der Goldpreis erst in den kommenden Monaten seiner wirklich entscheidenden Marke bei rund 1.150 USD. Auf diesem Niveau würde er nämlich auf den seit 2001 bestehenden Aufwärtstrend treffen (blaue Linie).

Mein Ideal-Szenario

Mein Ideal-Szenario sieht so aus: Fortsetzung der seit Juli dieses Jahres zu sehenden Gegenbewegung bis etwa 1.420 USD.

Die Wahrscheinlichkeit für ein solches Kursziel ist recht hoch: Hier kreuzen sich der Aufwärtstrend seit 2005 sowie der Abwärtstrend seit November 2012 (gelber Kreis).

Anschließend nimmt der Goldpreis seinen Abwärtstrend seit 2012 wieder auf und bewegt sich in Richtung der Aufwärtstrend-Linie aus dem Jahr 2001 (violetter Pfeil).

Die wirkliche Entscheidung über Fortsetzung oder Ende des epochalen Aufwärtstrends beim Gold fällt also mit einer guten Wahrscheinlichkeit erst ab Ende dieses Jahres, wenn der Preis des gelben Metalls auf seinen langfristigen Aufwärtstrend trifft.

Mein Ideal-Szenario wird übrigens von der Indikatoren-Lage gestützt: So läuft der 14-Wochen-RSI (Relative Stärke Index) in Kürze auf seinen seit August 2011 bestehenden Abwärtstrends zu.

Das 50-Wochen-Momentum (zeigt Schwung und Dynamik einer Kursbewegung) stützt meine Einschätzung ebenfalls:

Im Gegensatz zum RSI hat das Momentum in den vergangenen Monaten nämlich keine Gegenbewegung zur langfristigen Abwärtstrend-Richtung initiiert. Tatsächlich hat das Momentum stattdessen sogar neue Tiefs ausgelotet.

Die Chance, dass der Goldpreis ab 1.420 USD entgegen meines Szenarios nach oben ausbricht, bewerte ich derzeit als eher gering. Allerdings sollte sich das dann auch in einem Ausbruch der Indikatoren nach oben niederschlagen.

Fazit:

Gold ist zurzeit allenfalls für kurzfristig orientierte und charttechnisch versierte Anleger interessant. Langfristig ausgerichtete Investoren sollten ihren Blick auf das Jahresende und ein Preisniveau von etwa 1.150 USD richten.

Auf keinen Fall sollten Sie indes unterstellen, dass es sich bei der Goldpreis-Korrektur der vergangenen zwei Jahre um eine vorübergehende Erscheinung handelt.

Und sollte sich meine Einschätzung wider Erwarten als unrichtig herausstellen, dann werden sie dies noch frühzeitig an der Charttechnik des Goldpreises ablesen können.

20. August 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Andreas Sommer. Über den Autor

Andreas Sommer ist ein absoluter Börsen-Profi. Der gelernte Bankkaufmann war 10 Jahre als Wertpapierberater bei einer großen deutschen Bank tätig.