Gold: Geheimnis um Chinas wahren Goldbestand bald gelüftet?

China ist mittlerweile die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt. Deutlich wird das vor allem, wenn bei Delegationsreisen aus Europa ins Reich der Mitte – oder umgekehrt – milliardenschwere Kooperationen geschlossen werden.

An dieser bereits starken und zunehmend immer stärkeren Rolle Chinas auf den globalen Märkten besteht längst kein Zweifel mehr, selbst wenn die Konjunkturentwicklung für chinesische Verhältnisse zuletzt ins Stocken geriet und bei „nur noch“ gut 7 Prozent lag.

Yuan soll Reservewährung werden

Von weitaus geringerer Bedeutung ist hingegen die chinesische Währung – bis jetzt. Denn Chinas Regierung arbeitet mit aller Macht daran, den Yuan als internationales Zahlungsmittel und Dollar-Alternative zu etablieren.

Ein nicht ganz einfaches Unterfangen, besteht doch der Gegenwert zu einem Großteil in Dollar-Reserven und anderen Papierwährungen.


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Wie können Währungen aber glaubhaft abgesichert werden? Ganz klar: mit Gold. Um sich und den Yuan stärker zu positionieren hat China bereits vor geraumer Zeit angefangen, seine Bestände des gelben Edelmetalls aufzustocken.

Chinas Goldbestände – bislang ein Geheimnis

Wieviel Gold China genau besitzt, ist unklar – seit 2009 wurden hierzu keine offiziellen Zahlen mehr bekanntgegeben. 1.054 Tonnen Gold – so der letzte Stand – hortet China offiziell. Analysten gehen allerdings davon aus, dass inzwischen gut 3.000 Tonnen bei der chinesischen Zentralbank lagern dürften.

Das würde Sinn machen, um den Yuan wie geplant beim Internationalen Währungsfonds als Reservewährung zu etablieren. Dieser Schritt soll offenbar noch im laufenden Jahr vollzogen werden.

In diesem Kontext würde dann auch das Geheimnis gelüftet, wie groß Chinas Goldbestände mittlerweile geworden sind. Aktualisierte Zahlen könnten Beobachtern zufolge noch vor dem nächsten Treffen des Währungsfonds im Mai veröffentlicht werden, oder aber vor dem Treffen im Oktober.

Effekte für Anleger

Doch welche Auswirkungen hat das alles für Sie als Anleger?

Ganz einfach: Will China den Yuan als Reservewährung von globaler Bedeutung platzieren, wird es nicht umhinkommen, die eigenen Bestände weiter zu diversifizieren. Setzt die Regierung hierbei auch künftig auf Gold, dürfte das den Goldpreis nachhaltig ankurbeln.

Davon würden vor allem Investoren profitieren, die auf Gold in Dollar gesetzt haben. Seit den Hochphasen in 2011 und 2012 ist der Wert des Edelmetalls massiv gefallen. Kostete die Feinunze damals noch mehr als 1.750 Dollar, ist sie inzwischen für unter 1.200 Dollar zu haben.

Vom Absturz im Jahr 2013 hat sich der Kurs noch nicht wirklich erholt, konnte sich aber zumindest oberhalb der 1.000-Dollar-Marke halten.

Etwas besser sieht das Ganze in Euro aus. Zwar sind auch hier die Werte von 2011 und 2012 unerreicht – damals kostete die Feinunze über 1.300 Euro –, doch seit Jahresbeginn geht es deutlich aufwärts. Die Flaute der Jahre 2013 und 2014 scheint vorerst überwunden.

Mit zuletzt gut 1.100 Euro notiert der Goldpreis derzeit gut 18 Prozent höher als noch vor einem Jahr. Setzt China auch weiterhin auf Gold, könnte sich der Aufwärtstrend perspektivisch auch beim Goldpreis in Dollar durchsetzen.

28. April 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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