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Goldman Sachs sieht Nordkorea als neue Boom-Nation

Mit Nordkorea assoziieren viele spontan die in dem Land herrschende Diktatur, Armut und Atomtests, die US-Bank Goldman Sachs sieht momentan jedoch in erster Linie eins in dem Land: glänzende Investitionsaussichten. Das Finanzinstitut hat Nordkorea als neue Boom-Nation ausgemacht und sorgt damit für Erstaunen. Einer Studie zufolge habe ein wiedervereinigtes Korea nach dem Ende der Diktatur ein immenses Wachstumspotenzial.

Bei Goldman Sachs sei man der Ansicht, dass Nordkorea über große, ungenutzte Ressourcen verfügt, wie der erste koreanische Goldman-Analyst Goohoon Kwon in einer 24-seitigen Studie schrieb. An dieser war auch Jim O’Neil beteiligt, der seinerzeit die BRIC-Nationen Brasilien, Russland, Indien und China als kommende Wirtschaftsgroßmächte vorhergesagt hatte. Wie bei den BRIC-Nationen würden nun in Nordkorea nicht nur die gut ausgebildeten Arbeitskräfte langfristig für ein enormes Wirtschaftswachstum in der Volksrepublik sprechen, sondern auch ein reiches Rohstoffvorkommen aus Uran, Eisenerz und Kohle sowie eine günstige demografische Entwicklung.


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Jedoch bedinge die Nutzung dieses Potenzials laut der Studie langfristig eine Wiedervereinigung mit Südkorea sowie einen radikale politische Richtungswechsel nach einem Abschied des gesundheitlich angeschlagenen Diktators Kim Jong-II. Dabei solle die Wiedervereinigung eher schrittweise erfolgen und eher dem Vorbild von China und Hongkong folgen als dem kostspieligen Beispiel der Bundesrepublik. Kwon sieht die erste Phase der Integration zwischen den Jahren 2013 und 2027. Innerhalb der kommenden 30 bis 40 Jahre könnte ein wiedervereinigtes Korea Frankreich, Deutschland und Japan beim Bruttoinlandsprodukt überholen. Der Analyst glaubt, dass das Pro-Kopf-Einkommen Nordkoreas in 20 Jahren das halbe Niveau Südkoreas erreichen könnte.

Kwons Ansichten stehen im starken Kontrast zu den Einschätzungen etlicher Ökonomen und Politiker aus Südkorea. Sie warnten, dass es enorm viel Kraft kosten würde, Nord- und Südkorea zu vereinigen. Eine von der südkoreanischen Regierung in Auftrag gegebene Analyse der vermutlich entstehenden Kosten ergab, dass der Anteil der Steuereinnahmen am südkoreanischen Bruttoinlandsprodukt um zwei Prozent steigen müsse. Auf diesem Level müsse er dann für 60 Jahre verharren, damit eine Wiedervereinigung zwischen Nord und Süd bezahlbar wäre.

Die entstehenden Kosten wurden deshalb über einen langen Zeitraum als zu hoch betrachtet. Doch Kwon sagte, dass es ein Fehler sei, in Hinblick auf eine Wiedervereinigung nach Deutschland zu blicken. Seiner Ansicht nach gibt es bessere Wege, wie sich am Beispiel von China und Hongkong ebenso demonstrieren lässt wie an Vietnam oder der Mongolei. Deshalb sollen Grenzüberquerungen zwischen beiden Ländern möglicherweise auch über Jahrzehnte hinweg eingeschränkt bleiben. Außerdem sollen Nord- und Südkorea ihre jeweiligen Landeswährungen vorerst behalten, bis sie sich angenähert haben. Dadurch sollen die Probleme bei der Deutschen Wiedervereinigung vermieden werden.

25. September 2009

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Tino Hahn
Von: Tino Hahn.

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