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Goldpreis in Euro: Chart empfiehlt Verkauf

Liebe Leser,

bei Analysen und Einschätzungen zum Goldpreis je Feinunze in USD wird von nicht wenigen Analysten gerne unterschlagen, dass dabei eigentlich das „falsche“ Anlage-Instrument untersucht wird oder anders gesagt, nur die „halbe Wahrheit“ genannt wird. Für IHRE Gold-Performance als Investor aus dem Euro-Raum, der Sie Ihr Depot auf Euro-Basis führen, ist eben NICHT ALLEIN die Goldpreis-Entwicklung in USD, sondern auch der Goldpreis in Euro, relevant.

Entscheidend ist vielmehr das Zusammenwirken von Goldpreis-Entwicklung in USD UND der Entwicklung der Währungsparität Euro/USD. Für Schweizer Investoren (die Ihr Depot auf Schweizer Franken-Basis führen) ist entsprechend die Entwicklung der Währungsparität CHF/USD zu berücksichtigen. Wir wollen uns heute auf den Goldpreis in Euro fokussieren.

Als aufmerksamer Leser von Chartanalyse-Trends wissen Sie, dass ich in den vergangenen 7 Monaten eine „zurückhaltende“ Einstellung gegenüber der Goldpreis-Entwicklung eingenommen habe.

Zuletzt hatte ich am 9. Dezember des letzten Jahres hier auf Chartanalyse-Trends in meinem Beitrag "Intermarket-Analyse: Was Goldpreis und Euro / USD miteinander verbindet" nachfolgende Einschätzung an Sie weitergegeben:

„Doch auch der Kursverlauf des Goldpreises in Euro (oberer Chartteil) mahnt mindestens zur Vorsicht: Der Goldpreis in Euro markierte nämlich in den letzten Tagen ein Doppel-Top (lila Bögen) wie aus dem Bilderbuch der Charttechnik. Sowohl die Zeitdauer zwischen den beiden Tops (6 Monate), als auch das dazwischenliegende Tief (-14,8% bzw. -16,5% unter den Hochpunkten) entsprechen dem klassischen Muster eines Doppel-Tops.“

Goldpreis in Euro: Chart zeigt klares Verkaufssignal im Wochenchart

Schauen wir also gemeinsam auf den Chart des Goldpreises in Euro (nicht in USD!). Wie Sie es von mir gewohnt sind, blicken wir dazu nicht nur auf den Tageschart, sondern auch auf den Chart der übergeordneten Zeitebene, also den Wochenchart. Hier entspricht 1 Balken dem Kursverlauf 1 Handelswoche. Heute habe ich Ihnen zusätzlich den MACD-Indikator eingeblendet.


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Goldpreis in Euro: Wochen- und Tageschart

Im linken Chartteil, dem Wochenchart, sehen wir zunächst einmal, dass der Goldpreis in Euro nach meiner letzten Analyse noch ein 10 Euro höheres Hoch (bei 1.075,37 Euro) ausgebildet hat. Das ergibt zwar kein klassisches Doppel-Top mehr (das rechte Hoch liegt 32,43 Euro bzw. +3,1% über dem linken Hoch), aber immerhin kann es noch als Doppel-Top oder M-Formation gewertet werden.

Zur Erinnerung: Ein Doppel-Top hat in der Charttechnik negative Prognose-Kraft. Dabei wird ein Doppel-Top erst „aktiviert“, wenn die sogenannte Nackenlinie (Waagerechte durch das Tief zwischen den beiden Hochs) nach unten durchbrochen wird.

Als Mindestkursziel kann bei dieser Chart-Formation dann die Entfernung vom Top zur Nackenlinie von der Nackenlinie nach unten abgetragen werden. Daraus ergäbe sich ein rechnerisches Rückschlags-Potenzial von 889,18 minus (1.075,37 minus 889,18=186,19)=702,99 Euro.

Vom gestrigen Stand des Goldpreises von 972,46 Euro aus gemessen wäre das immerhin ein Minus von 269,47 Euro bzw. -27,7%.

Wie gesagt: Dieses Kursziel gilt nur für den Fall, dass die Nackenlinie unterschritten wird.

Allerdings gibt auch der MACD im Wochenchart derzeit wenig Anlass zur Hoffnung auf eine Erholung des Goldpreises in Euro. Zum einen hat der MACD eine Divergenz (Abweichung) zum Kursverlauf ausgebildet: Das letzte Hoch wurde nicht mehr von einem neuen Hoch im MACD bestätigt (pinkfarbene Linien).

Zum anderen hat der MACD in der letzten Woche durch die Überkreuzung von MACD– und Signallinie nach dem Verkaufssignal im Juli letzten Jahres (blauer Kreis) ein neuerliches Verkaufssignal generiert (gelber Kreis). Dieses ist besonders negativ, da es auf der übergeordneten Zeitebene zustande gekommen ist.

Tageschart stimmt nicht viel optimistischer

Der Tageschart ist leider nicht viel optimistischer zu beurteilen: Die 50-Tagelinie hat soeben nach unten gedreht – der mittelfristige Trend zeigt damit erst einmal abwärts. Die 200-Tagelinie wurde soeben berührt. Auch das ist ein Warnsignal, da sich Kurse in starken Trends in aller Regel ein gutes Stück oberhalb der 200-Tagelinie „fangen“.

Einzig der MACD gibt insofern Anlass zur Hoffnung auf eine kleinere Erholung, weil er bereits weit nach unten und in den negativen Bereich vorgeprescht ist. Da die 200-Tagelinie häufig für eine temporäre Unterbrechung der Trend-Entwicklung sorgt, besteht die Chance, dass sich in den kommenden Tagen im Goldpreis noch einmal eine Ausstiegschance bei Notierungen knapp oberhalb von 1.000 Euro ergibt.

Zugegeben: Noch ist die Doppel-Top-Formation nicht „aktiviert“. Allerdings verheißt die Entwicklung des Wochen-MACD (Verkaufssignal) nichts Gutes. Dies gilt umso mehr, als sich der MACD auf Wochenbasis (noch) oberhalb der Nulllinie bewegt.  

Sie wissen ja: Hier auf Chartanalyse-Trends weisen wir Sie nicht nur auf Chancen hin, sondern machen Sie auch auf mögliche Risiken aufmerksam. Und die sind zurzeit massiv gestiegen. Denn: Wenn der Goldpreis in USD sinkt UND der Euro gegenüber dem USD steigt (wie zuletzt), dann wirkt sich das auf Ihre Euro-Gold-Performance zusätzlich negativ aus.

26. Januar 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Andreas Sommer. Über den Autor

Andreas Sommer ist ein absoluter Börsen-Profi. Der gelernte Bankkaufmann war 10 Jahre als Wertpapierberater bei einer großen deutschen Bank tätig.