Goldpreis verdoppelt sich laut australischer Bank

Eine aktuelle Studie der australischen Großbank ANZ sagt eine Verdoppelung des heutigen Goldpreises voraus. Grundlage der optimistischen Einschätzung ist vor allem die Entwicklung in Fernost.

Bereits jetzt stützt eine steigende Nachfrage aus Asien den Goldpreis und steuert bei Preisverfall gegen. Dieser Trend dürfte sich nach Ansicht der Analysten in den kommenden Jahren fortsetzen.

Bis zum Jahr 2030 rechnet man daher mit einem verdoppelten Goldpreis.

Asiens Zentralbanken und Privatleute kaufen verstärkt Gold

Einerseits würden sich demnach die Zentralbanken stärker mit Goldreserven eindecken, um ihre Währungen abzusichern. Andererseits sorgt der konjunkturelle Aufschwung für eine stärkere Kaufkraft der Bevölkerung sowie eine wachsende Mittelschicht, die sich künftig mehr Gold leisten kann, beispielsweise in Form von Schmuckstücken. Auch als private Anlageform könnte das Edelmetall dadurch an Bedeutung gewinnen.


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Voraussetzung für diese Entwicklung ist allerdings eine anhaltend gute Konjunkturentwicklung. Hier gibt es Zweifel angesichts der nachlassenden Kraft der Konjunkturlokomotive China, und auch in anderen asiatischen Regionen flacht sich das Wachstum merklich ab.

Insofern bleibt fraglich, ob die Langzeit-Prognose tatsächlich eintreffen wird – wie bei allen Vorhersagen über einen solch langen Zeitraum bleiben zahlreiche Unwägbarkeiten und Eventualitäten, die zum heutigen Zeitpunkt schlichtweg nicht absehbar sind.

Kurzfristig geht es wohl weiter abwärts

Kurzfristig – hier sind sich die Experten weitgehend einig – wird der Goldpreis vorerst weiter sinken. Nach einem Rekordhoch von gut 1.900 Dollar je Feinunze im Jahr 2011 ging es deutlich abwärts, mehr als 40 Prozent hat das glänzende Metall seither an Wert verloren.

Der Anstieg zu Jahresbeginn 2015 war denn auch nur von recht kurzer Dauer. Es ging mal kurz hoch auf 1.300 Dollar, dann jedoch wieder steil abwärts auf 1.150 Dollar je Feinunze. Zuletzt fing sich der Goldpreis bei etwa 1.200 Dollar.

Die Gründe für den Wertverfall sind vielfältig. Aus Sicht vieler Privatanleger lohnt es sich derzeit eher, in Aktien zu investieren statt in Goldvorräte. Zwar empfehlen Experten regelmäßig Gold als Depotbeimischung, um dieses abzusichern. Doch wirklich lukrativ scheint das zurzeit nicht.

1.050 Dollar zum Jahresende?

Die anstehende Zinswende in den USA lässt Gold weniger attraktiv erscheinen, ebenso der starke Dollarkurs. Zum Jahresende sehen manche Analysten den Goldpreis bei nur noch 1.050 Dollar und damit eine ganze Ecke niedriger als heute.

Andere gehen von einer kurzfristigeren Flaute aus, die sich in der zweiten Jahreshälfte wieder nach oben korrigieren könnte – eben beispielsweise durch eine weiter anziehende Nachfrage aus dem asiatischen Raum bei rückläufiger Preisentwicklung.

Einen Lichtblick für Anleger bietet allerdings der Chartverlauf von Gold in Euro. Nach einem rasanten Anstieg zu Jahresbeginn fiel die Konsolidierung im Februar deutlich schwächer aus. Nach wie vor behauptet sich der Goldpreis hier auf recht hohem Niveau von rund 1.100 Euro. Binnen Jahresfrist hat der Wert somit um etwa 15 Prozent zugelegt und somit mehr als manche Aktie.

23. April 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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