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Goldverbot USA: Droht eine Neuauflage von 1933?

Immer dann, wenn das Geldsystem am Ende ist, droht ein Goldverbot. Das Goldverbot der USA von 1933 ist nur eine Beispiel – wenn auch ein sehr bekanntes, gilt die USA doch als Mutterland des Kapitalismus.

Wenn es dem Staat nicht mehr passt, wird Gold verboten. Wie wahrscheinlich sind heutzutage solche Maßnahmen? Wie bringt man seine Edelmetallschätze in Sicherheit?

Goldbesitzer könnten in Zukunft zu Dissidenten des Systems erklärt werden. Sollte sich die Krise weiter zuspitzen, ist ein Goldverbot zu befürchten – ein Goldverbot der USA haben wir ja schon kennen gelernt, sagt Buchautor und HuMan-Wirtschaft-Initiator Hans-Jürgen Klaussner.

Globale Währungsreform unausweichlich

Eine globale Währungsreform ist unausweichlich, so Klaussner. Die neue Währung werde auf einem Goldstandard basieren. Deshalb brauchen die Notenbanken das Edelmetall und werden aus diesem Grunde ein Goldverbot aussprechen.

Ein Goldverbot der USA, aber eben auch global, könnte schon in Kürze kommen, so Klausner „Die Leute werden verpflichtet, ihr Gold zu künstlich niedrigen Preisen abzuliefern“.

Die US-Notenbank hätte bereits sehr viel Gold akkumuliert, was nichts anderes bedeutet, als dass sie es den anderen Notenbanken abgenommen habe.

Die interne Argumentation der Fed wird sein „wir brauchen alles Gold, und wenn ihr es nicht freiwillig abliefert, dann müsst ihr es unter Zwang tun“.

Ziel ist es, eine globale Weltwährung zu schaffen, die wieder mit Gold gedeckt ist – weil eine neue Währung von der Bevölkerung nur durch einen Goldstandard auch akzeptiert würde.


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Goldbesitz wird dann zugleich als „unpatriotisch“ oder als „nicht zum Wohle des Volkes“ dargestellt.

Gleichzeitig wird man ein Angebot machen, welches natürlich unterhalb des aktuellen Marktpreises liegt. Wer nicht verkauft, macht sich strafbar, sagt Klaussner voraus.

Mögliche Alternative: Waren-gedecktes Geld

Klaussner selbst hält nicht viel von Gold und plädiert für ein sogenanntes „Unternehmergeld“. Nicht Banken oder Staaten sollten Geld schöpfen können, sondern diejenigen, welche aktiv zum Wohlstand beitragen.

Ein sogenanntes Waren-gedecktes Geld könnte eine Alternative zum bisherigen Geldsystem sein.

Wie realistisch ist das Goldverbot?

Immer mehr Anleger flüchten also demnach aus dem unsicheren Geldsystem ins Gold und unterstreichen das Misstrauen gegen die vorherrschende Fiskalpolitik der Staaten.

Genau diese Entwicklung hat in der Vergangenheit zu dem geführt, was von vielen meiner Kollegen befürchtet wird: das Goldverbot.

In unzähligen Gesprächen mit Analysten und Marktkennern werde ich immer wieder auf diese Gefahr hingewiesen.

Auch wenn der Tenor vielfach in die Richtung geht, dass das Verbot für den Besitz von Gold nicht durchzusetzen wäre, gibt es doch einige, die diese Gefahr für ganz real halten.

Denn diese Situation, wie wir sie jetzt vorfinden, wurde in den USA in den 30er Jahren durch den damaligen Präsidenten Roosevelt dazu genutzt, die Goldbestände seiner Bürger zu einem festgelegten Preis zu enteignen.

Damals wollte der Staat auf diese Weise eine schnelle Entschuldung vorantreiben, und die Bürger waren gezwungen, unter Verlusten die real gehaltenen Goldmünzen und -barren unter Strafe abzugeben.

Das Goldverbot wurde erst 1974 nach dem Ende des Gold-Dollar-Standards von Bretton Woods aufgehoben.

Aktuell sind die europäischen Staaten in einer etwa ähnlichen Weise verschuldet wie damals. In einem Artikel der Wirtschaftswoche traut der Chef der kanadischen Beteiligungsfirma Sprott Resource, Kevin Bambrough, den heutigen Regierungen eine ähnliche Maßnahme durchaus zu.

Wenn Regierungen sich sogar zum Verbot von Leerverkäufen durchringen können, könnten diese auch ein Goldverbot aussprechen.

Verhängen des Goldverbots gestaltet sich schwierig

Doch aus heutiger Sicht ist das Aussprechen eines Goldverbots, besonders auf europäischer Ebene, eben nicht mehr so einfach wie damals.

Man hat sich lange von dem Gedanken verabschiedet, dass heutige Papierwährungen eine dahinterliegende Sicherheit besitzen. In den 30er Jahren war ja der Dollar über Goldreserven gesichert.

Der Goldstandard ist einfach schon vorbei. Es gibt für die Regierungen eigentlich nur eine einzige sinnvolle Maßnahme, quasi ein Goldverbot auszusprechen, und zwar, das Angebot des Edelmetalls knapp zu halten.

Letztendlich würde dies jedoch zu einem weiteren Anstieg des Goldpreises führen und die Nachfrage würde sicherlich nicht abebben.

Mehr zum Thema: Das Goldverbot in den USA

10. Juni 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Michael Mross
Von: Michael Mross.