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Google enttäuscht: Die große Revolution bleibt aus

Große Enttäuschung für alle Technikfans, die sich auf das lang angekündigte, modular aufgebaute Smartphone aus dem Hause Google gefreut hatten:

Das „Project Ara“ verschiebt sich erneut – und ein Großteil der erhofften Vorteile fallen wohl komplett weg.

Doch der Reihe nach: Was verbirgt sich überhaupt hinter „Project Ara“?

Modularer Aufbau – das Smartphone der Zukunft?

Die Ankündigung liegt schon ein paar Jahre zurück, hatte aber bereits damals für Aufsehen gesorgt:

Google versprach ein Mobiltelefon, das sich aus diversen Einzelkomponenten zusammensetzt, die bei Bedarf ausgetauscht werden können.

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Anstatt sich immer wieder ein neues Smartphone kaufen zu müssen, könnten lediglich Einzelteile nach und nach erneuert werden – etwa der Prozessor, um eine höhere Leistung zu erzielen, oder auch der Akku, wenn stärkere Nachfolger auf den Markt kommen.

Basiskomponenten nun doch nicht austauschbar

Doch daraus wird nun offenbar nichts. Wie Google vor wenigen Tagen mitteilte, sieht man sich gezwungen, den modularen Aufbau zu „vereinfachen“.

Im Klartext bedeutet das, dass technische Basiskomponenten – darunter auch Grafikeinheit, Prozessor und Akku – nun doch fest verbaut sein werden.

Modular austauschen lassen sollen sich dagegen Zusatzkomponenten wie etwa die Kamera, auch der Einsatz eines Zusatzakkus wird wohl möglich sein.

Damit geht ein Großteil des Vorteils verloren, auf den Smartphone-Fans gehofft hatten – denn gerade der Akku gilt bei vielen Modellen nach wie vor als Achillessehne, die früher oder später nachgibt und ersetzt werden müsste.

Das ist jedoch oftmals nicht möglich, weil viele Hersteller den Akku fest im Gerät verbauen, so nun offenbar auch Google.

Kann weniger, kommt später

Auch die weitere Verzögerung dürfte für Unmut sorgen, immerhin sollte das Komponenten-Telefon ursprünglich schon 2015 auf den Markt geworfen werden. Nun ist von 2017 die Rede, konkreter wird es erst einmal nicht.

Im schlimmsten Fall könnten also weitere anderthalb Jahre ins Land gehen, bis sich die Kunden über die technisch dann wohl doch nicht ganz so umfassende Innovation freuen dürfen.

Aus Sicht der Anleger ist dies jedoch nur ein kleiner Wermutstropfen, immerhin erzielt Google – beziehungsweise Alphabet, wie sich der Konzern seit Sommer 2015 nennt – den Löwenanteil seiner Einnahmen nach wie vor im Online-Geschäft.

Alphabet Aktie weiterhin auf Erfolgskurs

Zukunfts-Projekte, wozu neben Ara u. a. auch das selbstfahrende Auto zählt, laufen in einer eigenen Sparte und verursachen bislang v. a. Kosten. Aber das kann man sich bei Google eben auch leisten.

Dem Erfolg der Alphabet Aktie tat es jedenfalls keinen Abbruch, dass Ara nun doch nicht so schnell und gut vorangeht wie erhofft.

Auf Jahressicht hat das Papier um mehr als 30% zugelegt, gerade seit Anfang Mai geht es wieder spürbar aufwärts.

2016-05-25 Google

26. Mai 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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