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Google-Aktie: Sind die fetten Jahre vorbei?

Sind die fetten Jahre vorbei? Googles Monopolstellung als Internet-Suchmaschine ist nach wie vor unangefochten, doch Experten schlagen Alarm.

Der Grund: An der Suchfunktion selbst verdient Google kaum. Die Haupteinnahmequelle ist und bleibt die Werbung. Der Konzern verdient an jedem Klick auf eine Werbeanzeige, die auf der Seite ausgespielt wird.

Weniger Geld pro Klick

Doch die Einnahmen pro Klick schrumpfen. Für Anzeigenkunden wird es immer billiger, Werbung bei Google zu schalten. Insgesamt sank die sogenannte Cost-per-Click-Rate (CPC) im ersten Quartal im Durchschnitt um 7 Prozent. Auf Google-Seiten war der Rückgang mit 13 Prozent sogar noch deutlicher.

Dass Google seinen Kunden hier entgegenkommen muss, liegt nicht zuletzt an der zunehmenden Konkurrenz, die vor allem durch Facebook und Amazon entsteht.

Das soziale Netzwerk experimentiert seit langem mit verschiedenen Werbeformen, die den Nutzern am Seitenrand oder auch im Nachrichtenstream präsentiert werden. Neue, lukrative Möglichkeiten ergeben sich für Facebook vor allem durch die zunehmende Nutzung der mobilen App für Smartphones und Tablets.


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Facebook gräbt Google das Wasser ab

Galten Werbeanzeigen auf mobilen Endgeräten anfangs als Achillesverse, hat man inzwischen Wege gefunden, die für Facebook-Nutzer und Anzeigenkunden gleichermaßen akzeptabel erscheinen. Für Facebook sprudelt nun also die Einnahmequelle – und zugleich gräbt sie Google langsam, aber stetig das Wasser ab.

Denn der Facebook-Kosmos ist in sich geschlossen und für Googles Suchmaschine nicht ausspielbar. Ähnlich verhält es sich mit Amazon. Auch hier sind die Nutzer abgeschirmt auf den firmeneigenen Seiten.

Wer nach Produkten wie etwa Elektronikartikeln sucht, steuert hierfür immer häufiger direkt Amazon an, statt den Umweg über Google zu nehmen. Unzählige Kundenbewertungen, zusammengefasst zu einem Fünf-Sterne-Rating, erscheinen vielen Internetnutzern übersichtlicher – und womöglich auch zuverlässiger – als die aufwendige Eigenrecherche via Google.

90 Prozent der Umsätze basieren auf Werbung

Sinkende CPC bei steigender Konkurrenz – das sind keine guten Vorzeichen aus Sicht von Google. 90 Prozent des Konzernumsatzes basieren in irgendeiner Weise auf dem Werbegeschäft.

Zwar zeichnet sich hier bislang noch kein allzu herber Einbruch ab: Den CPC-Rückgang im ersten Quartal etwa konnte Google abfangen durch einen Anstieg der Klickzahlen. Doch der eine oder andere Dämpfer scheint mittelfristig durchaus realistisch.

Apropos Dämpfer: Einen solchen erlebt derzeit auch der Aktienkurs des Online-Giganten. Während das Papier seit Jahren stetig aufwärts tendiert und vor allem 2012 und 2013 kräftig zulegen konnte und Anfang beziehungsweise Mitte 2014 Höchststände oberhalb der 600-Dollar-Marke erreicht hatte, herrscht nun seit einigen Monaten Flaute.

2015-06-02 Google

Seit Anfang März geht es tendenziell leicht abwärts, zuletzt notierte die Aktie bei rund 550 Dollar. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von über 20 ist das Papier zudem recht hoch bewertet. Einige Analysten sehen dennoch weiteres Potenzial. Jüngste Studien gehen von Kurszielen bis zu 670 Dollar aus.

Für Krisenstimmung besteht also zweifelsohne noch kein Anlass, dafür geht es Google noch viel zu gut. Doch Grund zur blinden Euphorie ist ebenso wenig angebracht. Aus Anlegersicht empfiehlt es sich, erst einmal vorsichtig zu agieren und die Risiken im Hinterkopf zu behalten.

Die kommenden Bilanzen werden womöglich dann mehr Aufschluss darüber geben, wohin die Reise für Google und seine Aktie in Zukunft geht.

5. Juni 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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