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Grammer: Aktie markiert nach starken Zahlen neues Allzeithoch

Dass Automobil-Zulieferer bei den Anlegern nicht mehr envogue sind kann man wirklich nicht behaupten – zumindest nicht, wenn Sie sich die Kursentwicklung des deutschen Grammer-Konzerns anschauen:

Die Sorgen um nachlassendes Wachstum, die den Kurs im vergangenen Jahr kurzfristig auf unter 20 € gedrückt haben, sind längst passe.

Vielmehr haben die Papiere gerade eine rasante Aufwärts-Bewegung hingelegt:

Innerhalb von weniger als 12 Monaten schoss der Kurs regelrecht um 150% auf knapp 50 € in die Höhe und markierte nach den jüngsten Quartalszahlen gerade ein neues Allzeithoch.

Spezialist für PKW-Innenausstattung mit marktführender Position

Bevor ich auf die Hintergründe des fulminanten Kursanstiegs eingehe, möchte ich Ihnen kurz das Geschäftsmodell des Amberger Konzerns vorstellen:

Grammer hat sich auf die Entwicklung und Herstellung von Komponenten und Systemen für die PKW-Innenausstattung sowie von Fahrer- und Passagier-Sitzen für Offroad-Fahrzeuge, LKWs, Busse und Bahnen spezialisiert.

Die Marktanteile sind dabei durchaus beeindruckend. So erreicht Grammer mit Sitzsystemen im Offroad-Bereich (z. B. Landmaschinen) in Europa und Südamerika einen Marktanteil von 70 – 90%.


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Auch im LKW-Bereich sind die Amberger mit einem Marktanteil von z. T. deutlich über 50% in Regionen wie Südamerika und dem Mittleren Osten einer der bedeutendsten Spieler.

Bei Kopfstützen (>30% Marktanteil), Armlehnen (20% Marktanteil) und Mittelkonsolen (5-10% Marktanteil) ist Grammer v. a. im Premium-Segment unterwegs.

Zahlen deutlich über den Erwartungen

Ein Grund für die starke Entwicklung der Aktie liegt in der guten Geschäfts-Entwicklung. Im 1. Halbjahr legte das Unternehmen eine Steigerung der Erlöse um 21,2% auf 860 Mio. € hin.

Die operative Marge lag mit 5% mehr als doppelt so hoch wie vor 1 Jahr. Um Währungs-Effekte und Sonderposten bereinigt betrug der Zuwachs beim Vorsteuer-Ergebnis (Ebit) noch knapp 2/3.

Unter dem Strich zog der Gewinn auf 13,8 Mio. an (Vorjahr: 3,9 Mio. €) an. Die hohe Profitabilität wurde angetrieben durch Restrukturierungs-Gewinne, eine hohe Auslastung und einen saisonalen Rückenwind.

Auch die erstmalige Einbeziehung der Reum Gruppe trug zu dem guten Ergebnis bei. Im Dezember 2015 hatte Grammer die vollständige Übernahme des Kunststoff- und Metalltechnik-Spezialisten bekanntgegeben.

Durch den Zukauf weiteten die Amberger ihr Produkt-Portfolio aus und erwarben zusätzliche technologische Kompetenz.

Prognose wird angehoben

Nach dem guten Jahresstart wird die Konzern-Führung zuversichtlicher und passt die Jahres-Prognose nach oben an. Das Unternehmen traut sich jetzt zu, den Jahres-Umsatz um gut 15% auf rund 1,66 Mrd. € zu steigern.

Das wäre der sechste Rekord-Umsatz in Folge. Zuvor hatte der Spezialist für Auto-Mittelkonsolen und Sitzen rund 1,6 Mrd. € angepeilt.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) soll jetzt „deutlich“ auf mehr als 60 Mio. € steigen. Bisher ist die Grammer-Führung lediglich davon ausgegangen, den Vorjahreswert von 42,7 Mio. € zu übertreffen.

Übernahme-Phantasie sorgt für Extra-Schub

Operativ läuft es bei Grammer also wieder richtig rund. Aber ein Teil des Kursaufschwungs ist auch auf Veränderungen im Anlegerkreis und aufkommender Übernahme-Phantasie zurückzuführen.

Anfang März meldete der Konzern Halog, das er 10% der Grammer-Aktien erworben hat. Inzwischen hat Halog den Anteil auf 15% aufgestockt.

Hinter Halog steht die Investment-Organisation des osteuropäischen Industriellen Nijaz Hastor, die auch im Automobilzulieferer-Geschäft aktiv ist.

Aber auch eine mögliche Übernahme durch Investoren aus China wurde von Anleger bereits gespielt. Hintergrund dürfte das Joint Venture mit dem viertgrößten LKW-Hersteller in China (Shaanxi Automobile Group) gewesen sein.

12. August 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

Richard Mühlhoff analysiert die realen Anlageentscheidungen der weltbesten Investoren, wie etwa Warren Buffett oder David Tepper. Die kollektive Intelligenz dieser ausgemachten Top-Investoren ist das Erfolgsgeheimnis des Börsendiensts „Investment-Elite“.

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