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„Grexit“: Kein Vorbild für die anderen EU-Staaten

Nach den zuletzt starken Kursabschlägen konnte der deutsche Leitindex DAX heute wieder leicht zulegen und ist auf knapp 10.750 Punkte geklettert. Am Börsenparkett kam das Gerücht auf, dass die Euro-Partner Griechenland mit einem Hilfspaket in Höhe von 50 Mrd. Euro in einen Kompromiss locken wollen.

Der Brand soll also erneut mit einer Geldflut gelöscht werden. Ich halte das für die falsche Strategie. Griechenland überschätzt die eigene Verhandlungsmacht.

In den vergangenen Tagen und Wochen belastete der Dauer-Schuldenstreit mit Griechenland den europäischen und damit auch den deutschen Aktienmarkt. Es herrscht Unsicherheit bezüglich dessen, wie es mit Griechenland weitergeht. Bleibt Griechenland in der Euro-Zone oder gibt es den „Grexit“?

Und da die Börse Unsicherheit hasst, gab es derart nervöse Kursverläufe, wie sie zuletzt zu beobachten waren. Für zusätzliche Unsicherheit sorgt aktuell noch die Spekulation um eine mögliche Ansteckungsgefahr, wenn mit Griechenland das erste Land das Euro-System verlässt.


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Warum vom „Grexit“ nur eine geringe Ansteckungsgefahr ausgeht

Hierzu habe ich Ihnen bereits vor Wochen an dieser Stelle geschrieben, dass ein „Grexit“ auf die anderen Euro-Staaten eher eine disziplinierende Wirkung haben würde, als eine Ansteckungsgefahr zu erzeugen. Der Grund dafür ist, dass die Menschen in den anderen Euro-Staaten jetzt bereits sehen, wie dramatisch die Lage in Griechenland ist.

Im Falle des „Grexits“ wäre die Lage in Griechenland auf unbestimmte Zeit noch dramatischer als jetzt schon und die humanitäre Notlage somit noch größer als im Augenblick. Ich denke nicht, dass sich die Menschen in den anderen Euro-Ländern freiwillig in eine derartige Lage begeben wollen.

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) bereitet sich schon jetzt darauf vor, Überlebenshilfen für notleidende Griechen zu leisten. „Wir stehen auf alle Fälle bereit“, sagt DRK-Sprecher Dieter Schütz. Er weist darauf hin, dass „ganz besonders Rentner, arme und kranke Menschen, aber auch Flüchtlinge“ unter der Krisensituation in Griechenland litten.

„Bereits jetzt gibt es Schwierigkeiten bei der medizinischen Versorgung“, so Schütz. „Hinzu könnten Probleme bei der Grundversorgung kommen, wenn sich die Finanzlage weiter zuspitzt und sich viele Menschen den Kauf lebensnotwendiger Güter kaum mehr leisten können.“

Noch dazu war heute zu lesen, dass viele Geldautomaten in Griechenland jetzt nicht mehr 60, sondern nur noch 50 Euro ausspucken. Der einfache Grund: Die 20-Euro-Scheine gehen allmählich aus. Ebenfalls heute las ich, dass Griechen ihre Flüge inzwischen bar bezahlen müssen. Sie sehen also: Die Liste mit Problemen wird immer länger und ließe sich schon jetzt beliebig fortsetzen.

Daher kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass von einem „Grexit“ – der die Situation noch einmal dramatisch verschlechtern würde – eine Ansteckungsgefahr ausginge!

Geldgeber dürfen nicht zu weich werden

Eine Ansteckungsgefahr sehe ich eher an anderer Stelle – nämlich dann, wenn die Geldgeber den Griechen zu große Geldgeschenke machen und die EU, der IWF und die EZB somit als erpressbar wahrgenommen werden. Denn dann könnten linke Parteien in anderen Ländern tatsächlich auf die Idee kommen, den griechischen Weg zu gehen.

An der Börse würde es dagegen voraussichtlich eine Kursrally geben, wenn sich EU und Griechenland am Sonntag doch noch auf einen Kompromiss einigen. An der Börse gilt: Jede Lösung ist besser als eine Pattsituation.

8. Juli 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.

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