Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Grexit: Was spricht für und gegen einen Euro-Austritt Griechenlands?

Die Aktienmärkte sind schwach ins Jahr gestartet. Auslöser der gestrigen Abwärtsbewegung sind erneute Krisenängste in Südeuropa.

In einigen Wochen stehen in Griechenland Parlamentswahlen. Der näher rückende Wahltermin hat die Eurokrise zurück ins Bewusstsein der Anleger gebracht.

Im Zuge dessen debattieren derzeit die Politiker aller Lager in Europa sehr heiß über einen möglichen Austritt Griechenlands aus dem Euro.

Jahrelang galt das Thema als Tabu. Nur wenige Euro-Kritiker haben sich klar positioniert.

Gegner eines Euro-Austritts – lange Zeit die klare Mehrheit – haben das Thema abgewiegelt und ein solches Ereignis als wirtschaftliche und politische Apokalypse dargestellt.

In der europäischen Verfassung wurde der Euro Anfang der neunziger Jahre als unwiderruflich verankert.

Natürlich ist klar, dass Recht im Notfall abänderlich ist – vorausgesetzt, die Mehrheit der Beteiligten hat ein Interesse an einer Veränderung.


Gratis Studie: Die Zukunft Ihres Depots?....

  • China Mobile (China), größter Mobilfunkanbieter weltweit
  • Vale (Brasilien), größter Eisenerzlieferant der Welt
  • Novo Nordisk (Dänemark), führender Hersteller Insulin der Welt
  • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
  • Burberry Group (England), führender Luxushersteller der Welt
  • Harley Davidson (USA), legendärster Motorradhersteller der Welt

Hier erfahren wo sich der Einstieg noch lohnt ➜


Ich möchte heute Ihnen hier erläutern, welche Konsequenzen für Sie als Anleger ein Euro-Austritt Griechenlands hätte – und welche ein Verbleib Griechenlands im Euro.

Die Euro-Schuldenkrise ist zwar gelöst…

Die Rede von EZB-Chef Mario Draghi im Sommer 2012 ist bei vielen Anlegern in Vergessenheit geraten. Für den Themenkomplex „Euro-Krise“ war sie jedoch sehr bedeutend.

Damals hat Mario Draghi erklärt, bedingungslos alles für eine Euro-Rettung zu unternehmen. Dies hat das Vertrauen der institutionellen Großinvestoren in Anleihen der Euro-Krisenstaaten zurückgebracht.

In 2014 setzte Draghi noch einen oben drauf. Staatsanleihenkäufe sind für die EZB von nun an kein Tabu mehr. Der Staatsfinanzierung direkt durch die Druckerpresse der EZB sind bald Tür und Tor geöffnet.

Dies zusammengenommen hat die Euro-Schuldenkrise endgültig gelöst.

…doch die Wettbewerbskrise bleibt – so lange Griechenland & Co. im Euro bleiben

Was viele Marktbeobachter oft mit der Euro-Schuldenkrise in einen Topf werfen ist die strukturelle Wettbewerbskrise – und die bleibt erhalten, solange die Krisenländer Griechenland Spanien, & Co. Im Euro verbleiben.

Die Zinsen sind in diesen Ländern weiterhin viel zu niedrig, die realen Löhne immer noch zu hoch – und vor allem:

Der Euro ist für die Krisenstaaten immer noch zu stark. Das wird im Falle eines Euro-Verbleibs auch weiterhin so sein und das langfristige Wirtschaftswachstum in der Eurozone deckeln.

Entsprechend schwach werden sich europäische Aktien gegenüber den Aktien aus anderen Weltregionen weiterhin entwickeln, wenn die besagten Krisenländer im Euro verbleiben.

Ein geordneter Austritt von Griechenland – und später weiterer Staaten – würde hingegen die Wettbewerbsfähigkeit langfristig steigern und eine langsame Genesung der dahinsiechenden Wirtschaft ermöglichen.

Natürlich würde es kurzfristig zu Turbulenzen kommen – nicht nur an den Finanzmärkten. Die neue Währung in Griechenland würde zunächst zusammenbrechen.

Doch viele historische Beispiele haben gezeigt, dass dies langfristig die richtigen Effekte nach sich zieht (Stichwort: Export-Boom und gesteigerte Wettbewerbsfähigkeit).

Fazit

Langfristig ist zu wünschen, dass es zu einem Austritt Griechenlands aus der EU kommt.

Und das gilt nicht nur für Ihre europäischen Aktien, die sich bis dahin mit hoher Wahrscheinlichkeit weiterhin schlechter entwickeln werden als Aktien aus anderen Weltregionen.

6. Januar 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

Richard Mühlhoff analysiert die realen Anlageentscheidungen der weltbesten Investoren, wie etwa Warren Buffett oder David Tepper. Die kollektive Intelligenz dieser ausgemachten Top-Investoren ist das Erfolgsgeheimnis des Börsendiensts „Investment-Elite“.

Regelmäßig Informationen über Marktanalysen erhalten — kostenlos!
Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig die neusten Informationen von Richard Mühlhoff. Über 344.000 Leser können nicht irren.
Ihre E-Mail-Adresse wird nicht an Dritte weitergegeben!

10 Dividendenaktien, deren Dividende IMMER steigt