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Griechenland-Hoffnung überwiegt in Frankfurt

Das Prinzip Hoffnung hat am Mittwoch Einzug gehalten am Frankfurter Parkett. Die Frist für Griechenland, einen Antrag auf Verlängerung des Hilfsprogramms zu stellen, läuft an diesem Freitag ab. Aus Athen war zu vernehmen, dass nach den geplatzten Verhandlungen vom Montag nun doch ein Antrag gestellt werden soll.

Das veranlasste die Dax-Anleger bereits zu neuen Zukäufen. Nach zwei Handelstagen mit leichten Verlusten legte der Leitindex am Mittwoch um 0,6 Prozent zu auf 10.961 Punkte.

Tragfähiger Kompromiss oder weiteres Poker-Blatt?

Doch noch ist völlig unklar, wie der angekündigte Antrag aus Athen im Detail aussehen wird und ob er für die europäischen Partner akzeptabel ausfällt. Denn allzu oft lauern die Tücken im Detail.


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Zudem scheinen die Positionen der Verhandlungspartner unvereinbar: Während die Geldgeber weiterhin auf einer Umsetzung der begonnenen Reformen bestehen, wurde die neue griechische Regierung unter Alexis Tsipras für einen radikal anderen Kurs gewählt. Sie will die harten sozialen Einschnitte begrenzen und Reformen zum Teil rückgängig machen.

Insofern bleibt fraglich, ob man sich auf einen minimalen gemeinsamen Nenner wird verständigen können, um auch für die kommenden Monate eine Finanzierung des Landes sicherzustellen.

Dass die Anleger diesbezüglich optimistisch sind, zeigt auch ein Blick auf die Bankentitel, die erneut zulegen konnten. Aktien von Commerzbank und Deutscher Bank verteuerten sich um 1,9 beziehungsweise 1,8 Prozent.

Energiekonzerne können Gewinne nicht halten

Die Energieriesen Eon und RWE konnten ihre Vortagesgewinne unterdessen nicht verteidigen. Sie rutschten jeweils um ein knappes Prozent ins Minus und gehörten damit neben der Deutschen Telekom zu den schwächsten Dax-Werten.

Angeschoben von einem positiven Analystenkommentar schafften die Papiere des Düngemittelherstellers K+S den Sprung an die Dax-Spitze mit einem Plus von 3,3 Prozent. Rang zwei ging an Infineon mit einem Aufschlag von 2,7 Prozent.

Gefragt waren außerdem Automobilwerte. Die Absätze in Europa haben sich im Januar zum 17. Mal in Folge erhöht, deutsche Autobauer gehören zu den großen Profiteuren. Volkswagen und Continental zählten zu den stärksten Dax-Titeln, ihre Anteilsscheine verteuerten sich um jeweils rund 2,3 Prozent.

Daimler-Aktien gingen 1,4 Prozent fester aus dem Handel. Noch etwas besser lief es für die Konkurrenz von BMW, der Kurs stieg am Aschermittwoch um 1,9 Prozent.

Der aufkeimende Optimismus, der den Dax langsam aber sicher wieder in Richtung 11.000 Punkte anschiebt, sollte aber nicht über die Risiken hinwegtäuschen, die nach wie vor von Griechenland und auch der instabilen Lage in der Ukraine ausgehen. Beides könnte sich binnen kurzer Zeit zum Pulverfass entwickeln.

19. Februar 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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