Griechenland: noch schlechtere Zahlen – Folgen für den Euro
Forscher haben herausgefunden, dass die Wachstumschancen sinken:
Griechenland steht erneut im Feuer der nächsten Wirtschaftszahlen. Das heißt:
Athen wird neue Sparprogramme auflegen müssen, die Zahlen deuten zudem auf neue Hilfen aus der Eurozone hin und zeigen vor allem, wie schlecht es um die Rettungsprogramme insgesamt bestellt ist. Denn die Beschwerden gehen fast reihum, jetzt ist Griechenland wieder dran, demnächst Spanien.
Die Spanier haben in den nächsten Wochen noch mit der höheren Arbeitslosigkeit zu tun, die ihrerseits wieder die Nachfrage dämpft. Auch Italien und Frankreich haben eine nachlassende Wirtschaftstätigkeit = Konjunktur gemeldet. Das Alles zeigt nur: Griechenland ist faktisch erst der Anfang. Die Chancen sinken.
Zahlen werden schlechter
Deutlich wird alles, da die neuesten Ergebnisse und Studien in die Öffentlichkeit gelangt sind. Der neue griechische Finanzminister verantwortet die Forschungsgruppe, deren Zahlen so beeindruckend schlecht sind. So sollte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) nach der IOBE genannten Gruppe schrumpfen.
Inzwischen geht das Team von einer Konjunkturrate in Höhe von -6,9% aus. Dies ist schlechter als allgemein erwartet. Grund ist nach den Ermittlungen die "Kaufzurückhaltung" der Griechen, die wiederum auf geringere Einkommen zurückzuführen ist.
- Ursprünglich erwartete die Forschungsgruppe ein Konjunktur"wachstum" von -5%. Dieses aber sinkt und sinkt inzwischen dramatisch.
- So waren für 2012 Arbeitsmarktforscher davon ausgegangen, die griechische Wirtschaft können vier von fünf Menschen beschäftigen, die Arbeitslosenquote hinge also bei 20% fest. Selbst diese Untergrenze jedoch schafft Griechenland nicht mehr.
- 23,6% ist die neue Prognose, die vom Forscherteam jetzt aufgestellt wurde.
- Griechenland wird vor allem auch darunter leiden, dass die Weltwirtschaft sich stark abschwächt. EU, Europäische Zentralbank (EZB) und Internationaler Währungsfonds (IWF) gehen immer noch davon aus, dass Griechenland seine Bedingungen für 130 Mrd. Euro Kredit erfüllt.
- Dies scheint jedoch ausgeschlossen, wenn etwa die Schätzung der OECD eintrifft, wonach die Weltwirtschaft sich "leicht" abschwächt. Diese Einschätzung ist vergleichsweise neu und in vielen Prognosen noch nicht eingewebt.
- Die konjunkturelle "Lage" in der Euro-Zone liegt demnach noch "leicht unter dem Durchschnitt". Auch dies trifft und betrifft Griechenland.
GeVestor meint: Griechenland ist nahezu unrettbar. Deshalb müssen Sie davon ausgehen, dass die Euro-Zone zunächst weiterhin mehr Geld druckt und damit die Zinsen nur noch künstlich am Boden halten kann. Trotzdem gilt nach wie vor: Der Damm kann schnell brechen – Anleihen stehen vor dem Sinkflug.
Denn höhere Renditen – wie sie bei höheren Zinsen zu erwarten sind – lassen sich nur bei sinkenden Kursen für die bereits emittierten Anleihen erreichen. Daher: Finger weg von Anleihen, vor allem von südeuropäischen Anleihen und den Unternehmensanleihen aus der Eurozone. Aktien bleiben die Alternative.



