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Griechenland-Wahl: Unglaubliche Fakten dazu!

Am Sonntag ist es dann soweit! In Griechenland wird neu gewählt.

Eine Wahl in Griechenland hatte bisher noch niemanden interessiert. Doch diesmal ist alles ganz anders.

Es ist die am Meisten beobachtete Wahl weltweit! Sie haben richtig gelesen, Weltweit!

Da ist selbst die Wahl zum amerikanischen Präsidenten bedeutungsloser. Je nach Wahlausgang kann es zu weltweiten Turbulenzen an den Aktienmärkten und Devisenmärkten kommen! Wie kam es eigentlich dazu?

Irgendwann befand man es für eine gute Idee, in Europa näher zusammenzurücken und eine einheitliche Währung einzuführen. Was man dabei gänzlich unterschätzt hat, ist die Tatsache, dass in jedem der 17 Euro-Länder unterschiedliche Zinsverhältnisse am Markt herrschten!

Denn je stabiler und bonitätssicherer ein Land ist, desto niedriger sind die Finanzierungskosten. Wie im Privatgeschäft eben.

Jetzt trug es sich aber zu, dass eben alle 17 Euro-Nationen beim gemeinsamen Euro in einen Topf geschmissen wurden und so die Zinsen in weniger stabilen und bonitätsschwachen Ländern plötzlich von heute auf morgen stark gesunken sind.

Was denkt sich nun ein Schuldner oder werdender Schuldner bei einer derartigen Situation? Schlaraffenland! Also bauen wir beispielsweise in Spanien mal munter Millionen von Häusern, weil ja die Zinsen tief sind.


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In Griechenland dachte sich ein jeder: „Prima der Euro, jetzt nehme ich mal viel Geld auf, kostet ja nichts!“ Und genauso dachte auch der Staat!

Ergo: Die Schuldenlast stieg immens, privat wie auch staatlich. Was die Herren dann aber vergessen haben, ist der Blick in die Zukunft. Denn auch die Zinsen können wieder ansteigen. So geschehen. Was passiert nun mit einem Schuldner, der ein Darlehen mit dynamischem Zins abgeschlossen hat?

Und das ist die Mehrheit! Richtig, er bekommt große Schwierigkeiten, die gestiegene Zinslast zu decken. Was macht er? Auch richtig, er nimmt noch mehr Schulden auf, um eine vorzeitige Insolvenz zu vermeiden!

Hier sehen Sie das Ergebnis:

Staatsverschuldung Griechenland 2000 – 2012

Sie sehen ein Ergebnis, welches eigentlich lange vorher prognostizierbar war! Und das sind nur die Staatsschulden. Die Schulden der Unternehmen und Privaten sehen ähnlich katastrophal aus!

Um aber in der Eurozone zu bleiben, verpflichtete man sich, gewisse Kriterien einzuhalten. Da dies aber im Falle von Griechenland schon gar nicht möglich ist, versuchte man immer wieder, dieses Szenario herunterzureden. Bezeichnend dafür ist folgende Grafik.

Gemeldetes und tatsächliches Defizit Griechenlands.

Wir erkennen hier, dass Griechenland seit 1997, also bereits vor der Euro-Einführung, zunächst wesentlich niedrigere Defizite der EU gemeldet hat, als sie tatsächlich waren!

Das Erschreckende daran ist die Systematik und beharrliche Dreistigkeit, mit der dies  geschah. Denn es gibt nicht ein einziges Jahr, in dem das gemeldete Defizit dem tatsächlichen Defizit übereinstimmt. Gravierend dann die Fehlmeldung in 2009!

Wie kann man denn in Vergleich zum Vorjahr ein stark gesunkenes Defizit von 7,7% auf nur 3,7% melden, wenn das tatsächliche Defizit mit 12,5% dramatisch höher liegt?

Warum und wieso solche Dinge überhaupt möglich sind, warum und wieso niemand schon viel früher darauf reagiert hat, das sind die Fragen, die sich die Politiker stellen müssen!!!

Im Grunde genommen ist es doch wie immer. Wir, die doofen ehrlichen privaten Steuerzahler bezahlen derartige, mit Verlaub, aber man kann es so nennen, „Betrügereien im großen Stil“!!!

Wie auch die Wahl am Sonntag ausgehen mag, ich hoffe für alle Beteiligten, dass sich in der Zukunft „Lerneffekte“ einstellen…

15. Juni 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Sturm. Über den Autor

Tauchen Sie ein in die neue Dimension des Handelns an der Börse. Mit seinen Börsendiensten Chancen-Investor und 5-Minuten-Trader arbeiten mehr als 2 Jahrzehnte Erfahrung und geballte Leidenschaft für die Finanzmärkte für Ihr Depot. Seine ebenso ungewöhnlichen wie erfolgreichen Trading-Strategien sind dabei stets geprägt von Michael Sturms Motto: Gewinnen mit Verstand und ruhiger Hand!