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Guru-Investment auf Gold: Soros kauft aus Sicherheitsgründen

Die Eurozone ist wie jüngst hier oft beschrieben in einer dramatischen Situation.

Wirtschaftlich hält das Währungsgebiet nicht mehr zusammen, nur politisch.

Denn: Die Unterschiede sind wie jetzt erwiesen doch zu groß, um mit einer gemeinsamen Währung die Märkte anzugreifen. Wer ungünstiger produziert wie Griechenland, kann fast nur über steigende Schulden die sozialen Unruhen eindämmen. Neben allen politischen Einzelfehlern gilt: Der Euro ist mitschuld.

Dies jedenfalls sehen auch die Bundesbürger, von denen sich inzwischen mehr als 47% die DM zurück wünschen. Der Euro hält die Versprechen, die wir uns davon gemacht haben, derzeit nicht. Das wiederum bringt Gold in die Rolle als Ersatzwährung, wie die Zentralbanken schon lange festgestellt haben.


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Gurus kaufen

Aber nicht nur Zentralbanken, auch Anlagegurus setzen inzwischen mehr und mehr auf die gelbe Ersatzwährung. Das zeigt sich vor allem daran, dass auch George Soros seine Goldbestände aufstockt. Der Hedgefonds-Manager ist bereits vor vielen Jahren als Währungskenner aufgefallen.

In den 90ern hatte er gegen das britische Pfund spekuliert – und ist durch seine richtige Spekulation weltweit berühmt geworden. Zudem soll er nach Meinung der Medien auch das Europäische Währungssystem „zerlegt“ haben. Unbhängig davon:

Soros sieht heute den Euro offenbar ebenso in Gefahr wie den Dollar. Daher kauft er Goldbestände hinzu. Mittel dafür ist bei ihm der SPDR. Dies ist der größte goldhinterlegte ETF börsengehandelte Fonds der gesamten Welt. Soros hat seit Jahresanfang nach einem Bericht seine Bestände glatt verdreifacht.

Währungsguru wettet gegen Papiergeld

Dies ist eine eindeutige Wette gegen den Fortbestand der Papierwährungen, so wie wir sie kennen. Insgesamt dagegen sollen die Bestände der Fonds auf Gold insgesamt laut der Agentur Bloomberg in den vergangenen drei Monaten noch gesunken sein.

Wer sich an Gurus orientiert:

  • Warren Buffett hält nichts vom Gold. Es produziert nichts und wirft keine Zinsen ab, ist sein Standardargument gegen eine Investition in das Edelmetall.
  • John Paulson, der ebenfalls schon diverse Spekulationen in Finanzkrisen erfolgreich abgeschlossen hat – etwa gegen die Papiere auf den US-Immobilienmarkt und dessen Kredite – zieht aktuell Gelder aus dem SPDR und damit aus Gold ab.
  • Das Alles belegt, dass Gold nicht unumstritten ist. Auf der anderen Seite ist aus unserer Sicht der größte „Guru“ die Gemeinschaft der Zentralbanken. Der Einkaufsüberschuss von 80 Tonnen ist erheblich und zeigt, was die Notenbanken von ihrem eigenen Papiergeld halten.

GeVestor meint: Unter dem Strich bleibt erstaunlich, dass Soros inzwischen Gold anhäuft. Vorab war der berühmte Hedge-Fonds-Manager beim Gold sehr viel zögerlicher. Er scheint entweder die neuen Renditechancen anders einzuschätzen oder sich nur absichern zu wollen.

Wir schließen uns seiner Praxis allerdings an und empfehlen tatsächlich auch, physisches Gold zu kaufen.

18. Mai 2012

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Jan Aalto
Von: Jan Aalto. Über den Autor

Jan Aalto ist der Experte für Wirtschaft und Geldanlage.

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