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GVC erhält den Bwin-Zuschlag

Der spannende Übernahme-Kampf um den britisch-österreichischen Online-Glücksspiel- und Wettanbieter Bwin.party ist beendet. Das Management gab heute Morgen bekannt, dass man sich einstimmig für die Offerte des Konkurrenten GVC entschieden habe.

Da der Konkurrenz-Bieter 888 mitteilte, dass man die eigene Offerte nicht noch einmal nachbessern werde, geht das Unternehmen nach einem Jahr voller Wendungen an GVC – ein Ergebnis, dass der Übernahme-Sensor nicht unbedingt erwartet hat.

GVC-Offerte über 10% höher – 888-Aktionäre reagieren gelassen

Auf dem Papier hat ein Zusammenschluss mit dem unterlegenen Bieter 888 sehr sinnvoll ausgesehen. Wenn der Preis aber in schwindelerregende Höhen steigt, dann ist es richtig, den Übernahme-Kandidaten ziehen zu lassen.

Letzter Stand war, dass die GVC-Offerte 12,9% über dem 888-Angebot lag und einen Gegenwert von 1,12 Mrd. britischen Pfund hatte. Ein so großer Preisunterschied ist nur schwer durch strategische Vorteile auszugleichen, sodass die Entscheidung des Bwin-Managements durchaus verständlich ist.


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Die 888-Aktionäre sind auch nicht enttäuscht, dass die Unternehmensspitze Disziplin in dem Bieterwettkampf an den Tag legte. In einem sehr schwachen Marktumfeld kann sich die Aktie behaupten und liegt am Nachmittag mit 0,8% im Plus.

GVC-Aktie nach Zuschlag unter Druck

GVC muss jetzt erst einmal zeigen, dass der Zukauf wertsteigernd ist. Die Investoren haben da noch so ihre Zweifel – zudem folgt eine Kapitalerhöhung. Die Aktie gibt daher bis zum Nachmittag etwa 5% ab.

Das führt dazu, dass auch der Wert der Bwin-Offerte sinkt. Denn GVC zahlt nur 25 Pence in bar und den Rest in neue Aktien. Pro Bwin-Aktie erhalten Investoren 0,231 neue GVC-Aktien. Nach dem Zusammenschluss halten Bwin-Aktionäre ein Drittel des neuen Unternehmens.

Zusammenschuss mit 125 Mio. Euro Synergie-Potenzial

GVC erhofft sich von dem Zukauf eine stärkere Marktstellung und vor allem die Hebung von Synergien. Ab 2018 sollen jährlich 125 Mio. Euro eingespart werden können. Wenn das so klappt, ist der Wert fast doppelt so hoch als bei einem Zusammenschluss mit 888.

Mit einem Abschluss der Transaktion rechnet GVC Ende dieses Jahres oder im ersten Quartal 2016. Vorher müssen noch die Aktionäre beider Lager zustimmen. Es wird allerdings erwartet, dass der Deal reibungslos über die Bühne geht.

GVC muss sich die Übernahme von den eigenen Aktionären noch genehmigen lassen, verschiedene institutionelle Anleger haben jedoch bereits Zustimmung signalisiert.

Danach müssen nur noch die Bwin-Aktionäre zustimmen. Angesichts einer Übernahme-Prämie von über 40% dürfte das allerdings nur Formsache sein.

Und 888 ? – Der unterlegene Bieter wird vermutlich an anderer Stelle die Branchenkonsolidierung vorantreiben.

4. September 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Jens Gravenkötter. Über den Autor

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