MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Halbleiter- und Chipbranche: Der klassische PC ist out

Die Nachfrage nach PCs ist im 1. Quartal weltweit dramatisch eingebrochen.

Der Rückgang um 14% ist der stärkste seit Beginn der Datenerhebung im Jahr 1994. Chiphersteller wie AMD und Intel, die stark vom PC-Markt abhängig sind, geraten in Bedrängnis.

Diese Konzerne leiden unter dem Trend hin zu mobilen Geräten wie Tablets und Smartphones und weg von traditionellen Laptops und Desktop-Rechnern. In den neuen Geräten sind die Chips von Intel und AMD aber kaum vertreten.

Die erhoffte Belebung des PC-Marktes durch das neue Betriebssystem Windows 8 von Microsoft hat bisher nicht stattgefunden.

Die radikale Veränderung der Benutzeroberfläche schreckt die Konsumenten ab. Microsoft wird vermutlich mit einer überarbeiteten Version reagieren.

Tablets und Smartphones treiben das Marktwachstum

Der Aufwärtstrend bei den mobilen Geräten wird sich fortsetzen. Zwischen 2012 und 2017 wird der Verkauf von Computern aller Art von 2,21 auf 2,97 Mio Einheiten steigen, so die Schätzungen der Branchenexperten von Gartner.


Gratis Studie: Die Zukunft Ihres Depots?....

  • China Mobile (China), größter Mobilfunkanbieter weltweit
  • Vale (Brasilien), größter Eisenerzlieferant der Welt
  • Novo Nordisk (Dänemark), führender Hersteller Insulin der Welt
  • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
  • Burberry Group (England), führender Luxushersteller der Welt
  • Harley Davidson (USA), legendärster Motorradhersteller der Welt

Hier erfahren wo sich der Einstieg noch lohnt ➜


Während aber klassische PCs nur um 5,7% auf 0,37 Mio zulegen werden, dürfte sich der Tablet-Absatz auf 0,47 Mio nahezu vervierfachen. Das Wachstum bei Smartphones wird auf 22% auf 2,13 Mio geschätzt.

Positiv auf die Kauflust der Konsumenten werden sich auch eine wachsende Zahl von Anwenderprogrammen sowie die fallenden Preise bei kontinuierlich verbesserter Leistungsfähigkeit auswirken.

Im Jahr 2012 gaben die Deutschen für ein Tablet durchschnittlich 475 € aus, im Jahr davor waren es noch 535 €.

Entsprechend wächst die Chip-Nachfrage

Diese Entwicklung wird auch die Chiphersteller beflügeln. Der Markt für Computerchips soll in diesem Jahr um 4,5% auf 303 Mrd $ und 2014 nochmal um 5% auf 318 Mrd $ wachsen. In diesem Tempo könnte es dann in den Folgejahren weitergehen.

Hauptprofiteur ist der US-Konzern Qualcomm, der den Trendwechsel rechtzeitig erkannt hat und heute fast jeden zweiten Kleincomputer mit seinen Snapdragon-Chips ausrüstet.

An Intel sind die neuen Entwicklungen dagegen vorbeigegangen. Der Chipgigant hat zwar genug Geld, um die Aufholjagd zu finanzieren.

Doch trotz Milliarden-Investitionen in die Entwicklung neuer Chips und der Übernahme des Mobilfunkgeschäfts von Infineon konnte Intel seine Dominanz im PC-Markt noch nicht auf das Geschäft mit Chips für mobile Geräte übertragen. Hier regiert nach wie vor Qualcomm.

Auch bei AMD haben Neuausrichtung und Sparmaßnahmen noch keine durchgreifende Wirkung gezeigt. Der Konzern schreibt immer noch tiefrote Zahlen.

Die Produktion übernehmen Andere

Qualcomm hat aber nicht nur auf den Wandel frühzeitig reagiert, sondern auch die Auftragsfertigung perfektioniert.

Während Intel in eigenen Fabriken teuer produziert, hat Qualcomm die Fertigung vollständig ausgelagert und beschränkt sich auf das Design der Chips.

Die Massenproduktion übernehmen sogenannte Foundries wie die taiwanesischen TSMC oder UMC. AMD, Nvidia und ARM gehen ähnlich vor. Damit verringern sie die Kosten und haben mehr Kapazitäten für die Entwicklung neuer Modelle. Auf Trendwechsel können sie schneller reagieren.

17. Juni 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.